Sep 302006
 

war ich heute. Da ich sowieso gerade einen Strang abgehaspelt (blau-dunkeltürkis) und vermessen (27 g, 165,2 m; Lauflänge 612 m/100 g) hatte, außerdem mir mal schnell mit Männes Unterstützung („wie war das noch?“) ein Rechenblatt für die Lauflängenberechnung erstellt habe, war ich neugierig – wie genau sind die Knäule von Sockenwolle-Herstellern.

Als erstes habe ich ein einfarbiges Knäuel von Maxus genommen, auf die Haspel gewickelt, gewogen und wie meine Stränge auch gemessen und gezählt. Ergebnis: 50 g sind drauf, 199 m insgesamt. Die Wolle ist ein Ideechen dünner als andere Sockenwolle. Irgendwann hat Angela mal sowas ähnliches gemacht, und eine beträchtliche Längendifferenz festgestellt. Ich glaube, die Erklärung lautete, dass die Industrie das Garn gestreckt misst. Also bei diesem Knäuel glaube ich das ja noch.

Als Vergleich musste dann ein Regia-Knäuel (50g Loop Color) herhalten. Auch dort die Behauptung auf der Banderole, dass ca. 210 m drauf und 50 g drin seien. Waren aber nur 47 g und 172,5 m, wobei eine Lauflänge von 367 m/100 g rauskommt. Bei dem ersten Knäuel kann ich ja noch nachvollziehen, dass die ungestreckte Wolle ca. 20 m auf 100 g weniger hat, aber gleich 53 m? Mehr als 12 %. Das ist doch ein bisschen viel Abweichung. Und auch das mit den 47 g glaube ich langsam nicht mehr, dass das unter anderen Umweltbedingungen 50 g sind.

Ich weiß, Wolle nimmt Wasser auf, ohne feucht zu scheinen, %blabla %blabla %blabla. Aber warum können andere und weitaus preiswertere Hersteller es schaffen, trotzdem bei Zimmertemperatur und relative niedriger Luftfeuchtigkeit 50 g auf den Knäulen zu haben? Noch dazu mit einer fast korrekten Lauflängenangabe? Da beides nur ca.-Angaben sind, hat man fast das Gefühl, die besch*%$§* einen nach Strich und Faden. Es mag den rechtlichen Bestimmungen entsprechen, aber verbraucherfreundlich sind die nicht, weil nicht nachprüfbar. Und dann werden ständig die Preise erhöht %grummel %grummel %grummel

Das musste ich doch wissen

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Sep 302006
 

ob ich noch zwirnen kann! Gestern bei Daniela hatte ich mein Spinnrad dabei, wollte aber zwirnen. Ich war zu faul, meine Lazy Kate mitzunehmen und wollte die eingebauten Spulenhalter meines Spinnrades nutzen. Doch als ich es versuchte, riss der Faden mehrere Male, und ich hatte nur 1-2 g verzwirnt! Ich gab auf, wickelte das bisschen Faden ab und nutzte die Spule zum Spinnen. Zum Glück hatte ich Spinnmaterial dabei.

Heute morgen hat es mich dann gezupft, und ich musste sehen, ob das gestern an mir oder an der Lazy Kate lag. Gleiche Wolle auf der Lazy Kate, und es ging ohne Probleme. Ein Fadenriss bei einem Strang von 27 g, das ist bei mir Durchschnitt. Man sieht mal wieder, dass man gutes Werkzeug durch nichts ersetzen kann.