[Vorsicht, langweilige Spulenfotos!] Gestern ging es dann gleich weiter mit dem wilden Spinnen. Angeregt durch dieses ausgezeichnete Blog von Abby habe ich meine bisher einzige mehrfarbige Wolle vorgekramt und diese einfach mal so drauflos gesponnen. Sie war nicht ganz einfach zu meistern, insbesondere, wenn man gleich mehrfarbig spinnen will, und nicht erst die Farben trennt, und den Kammzug teilt und vorbereitet. Ich wollte einfach nur spinnen, eben wildes Spinnen! Keine Vorbereitung, einfach so platschdich hinein ins Abenteuer. Ich habe einfach das Knäuel Kammzug im Schoß liegen gehabt, und von einem Ende her gesponnen.

Es ist die Merino aus der Wollfabrik, die es in mehrfarbig gibt, ich habe die gelbe Variante:

Eigentlich ist gelb so gar nicht meine Farbe, aber ich habe gerne damit gearbeitet. Denn angucken tu ich gelb schon mal gerne. Eigentlich hatte ich diese Farbe als Ergänzung zu meinem Blauspektrum gedacht, so als Akzent. Da ich aber noch keine wirkliche Idee habe, wie ich das dann auch verwirklichen kann, habe ich es einfach mal so probiert. Insgesamt waren es nur 100 g, so dass es auch kein allzugroßes Projekt werden wird. Ich kontempliere eine Mütze, allerdings nicht für mich (gelb steht mir nicht, schon gar nicht direkt am Gesicht). Insgesamt ist das Garn für meine Verhältnisse sehr grob und ziemlich ungleichmäßig, aber ich denke, das liegt am Wilden Spinnen. Aber genau das hat Spaß gemacht, und ich bin mit dem Garn sehr zufrieden. Ich habe insgesamt ziemlich stark gedreht und auch stark verzwirnt. Jetzt ruht das Ganze erstmal auf den Spulen.

Von links nach rechts: Je 1 Spule Garn und Zwirn, beides nochmal in Nahansicht, und dann die ganzen 100 g auf zwei Spulen.
Jedenfalls ging das schön schnell, auch wenn das Ausziehen sehr anstrengend war. Es hat ganz großen Spaß gemacht. Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich so wild und undiszipliniert gesponnen habe.

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