Mai 072007
 

ereignisreich war das Wochendende. Am Samstag habe ich noch ein paar Socken angefangen. Da habe ich das bei den Schwiegereltern vergessene Garn bekommen und musste es sofort anstricken. Das war auch gut so, denn ich war nachmittags bei einem Vortrag des DCTB in unserer Gemeinde. Da war mitten im Vortrag der erste Beerensneaker fertig, und ich war froh, dass ich den schon angeschlagenen anderen Socken mithatte. Diese Socken nenne ich Mšdchensocken, weil sie aus einem wunderschŲnen Sockenbaumwollgarn von Rellana Flotte Socke mit Pink-Streifen sind. Der Vortrag hatte die Weiten des Weltalls zum Thema, sehr interessant, mit vielen Fotos.

Am Sonntag waren wir nachmittags bei Freunden aus der Gemeinde. Die Tochter wollte spinnen lernen. Mit der Spindel konnte sie schon umgehen, das war natŁrlich ein Lernvorsprung. Aber bevor wir loslegen konnten, musste erst ein altes Spinnrad in Gang gesetzt werden. Leider war es nicht ein wirklich altes Rad. Nach ein paar Nachforschungen ergab sich, dass in den achtziger Jahren wohl mal Westfalia Spinnršder verkauft hat. Angeblich war jedenfalls auf dem Spinnrad schon gesponnen worden.

Dieses Ršdchen sprach allerdings nicht wirklich zu mir – es war zu schwer zu treten, so dass ich mich mehr auf das Treten konzentriert habe denn auf irgendetwas anderes. Auch war die Konstruktion mehr als unklar – es stellte sich heraus, dass es doch wohl ein gebremstes System gewesen sein muss, anders lieŖ es sich nicht in Gang bringen. Gut, dass ich mein Joy dabei hatte, so konnte das Mšdel dann doch noch sein erstes Knšuelchen Garn auf einem Spinnrad fertigen. Und wie sehr sie sich gefreut hat! Ich habe auf jeden Fall jemanden angesteckt.

Dieses Westfalia-Rad scheint ein typischer Nachbau zu sein von jemandem, der keine Ahnung hat. Der SpinnflŁgel ist zu kurz, und die Hškchen auf dem SpinnflŁgel stehen genau gegenŁber statt versetzt. Man kann auf dem Rad also die Spule nicht voll wickeln, und auch nur in dicken Hšufchen. Dann war die SpinnŲffnung in einem Kunststoffteil, und winzig klein (das mag historisch sein). Erstaunlicherweise war dieser Kunststoff noch ganz. Dieses Kunststoffteil saŖ dann in der Halterung, d. h. es tršgt den Spinnkopf. Es war wohl auch nur eine einzige Spule bei dem Rad. Noch dazu eierte das Rad sehr, und die Tretmechanik war mehr als schwierig zu bedienen. Es war kaum mŲglich, einmal wirklich „rund“ zu kommen, und das auch nur unter gehŲrigem Kraftaufwand (trotz eifrigen ÷lens). Von der Bauart ist das Spinnrad einem alten Flachsrad nachempfunden.

Kennt jemand von euch dieses Rad? Gibt es da Tipps zu, oder sollte man es besser nur als Deko verwenden? Ich wŁrde dem Mšdchen schon gŲnnen, dass es spinnen kann.

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