Der Schulterwärmer

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Jan 072008
 

fiel im Praxistest durch, denn er war etwas zu kurz geraten. Da ich noch etliches an Garn hatte, war dem leicht abzuhelfen. Das habe ich schnell am Samstag erledigt. Jetzt ist es fast ein Pulli, aber genießt die volle Zufriedenheit des besten aller Ehemänner.

Die Änderung war ganz leicht: eine dünne Nadel unterhalb der 1/1-Rippen in jede Masche gezogen, aufgeribbelt, und weitergestrickt. Weil der Bund immer umklappte, habe ich noch etwas geändert: Die Rippen waren ursprünglich mit Nadelstärke 3,5 mm gestrickt. Jetzt sind sie mit einer Nadel Nr. 3 gestrickt, also 1 mm dünner als im normalen Teil. Außerdem habe ich nicht jeweils die 9. und 10. Masche vor dem Bündchen zusammengestrickt, sondern die 8. und 9. Damit ist die Tendenz zum Umklappen des Bündchens gegen null gesunken.

So sah der Schulterwärmer vor der Verlängerung aus:

Schulterwärmer

Und so nachher:

Schulterwaermer nach Verlängerung

Das Teil habe ich mit dem Raglanrechner von Franziska berechnet, den ich wärmstens empfehlen kann. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ging ganz schnell. Angefangen am 1., fertig am 5., und dabei am 2. und 3 wegen der Geburtstage nur wenig dran gestrickt.

Das ist jetzt das zweite Projekt, das ich lockerer gestrickt habe, und ich merke, dass es meinen Handgelenken wesentlich besser tut, so zu stricken. Es ist nicht hundert Prozent regelmäßig, aber es macht mehr Spaß. Und das mit dem Regelmäßigen wird einfach durch Übung kommen.

Noch eine Anekdote am Rande: Das Garn sollte laut Banderole mit Nadel 3 – 3,5 verstrickt werden, und zwar mit 26 M (!) auf 10 cm. Das wäre wirklich ein Brett geworden. Ich hatte nur zwischen 17 und 18 M auf 10 cm. Und das war noch nicht labberig oder so.

Hier noch die technischen Daten:

  • Schulterwärmer Gr. 50 für den besten aller Ehemänner
  • gestrickt aus 212 g beigemelierter Rödel Universal Wolle (100 % Schurwolle Superwash, LL 135 m/50 g), Fb. Nr. 1655, Partie 27 – ein Garn, das Anfang der 90iger Jahre gekauft worden sein muss, oder früher, denn in der Adresse auf der Banderole ist noch eine vierstellige Postleitzahl (Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen Mitte 1993). Stammt aus dem Geschenk von Anfang Dezember. Damals war „Universal“ noch keine Merino, sondern einfache, aber nicht zu kratzige Wolle.
  • Rundnadel 4 mm Bambus, 80 cm lang von Addi
  • Rundnadel 3 mm graues Metall, 80 cm lang, wahrscheinlich Prym, für die Bündchen
  • im glatt rechten Teil 17-18 M auf 10 cm
  • ausgerechnet und gestrickt nach dem Raglanrechner von Franziska.
  • Angefangen: 01.01.2008; fertig gestellt 05.01.2008.
Jan 072008
 

Maschen hat die Runde derzeit und wächst mit 8 Maschen jede zweite Runde. Na? Was isses? Ja, ein Raglan von oben nach Franziskas Raglanrechner.

Ich habe nämlich beschlossen, dass ich jetzt mal Pullistricken übe. Zumindest die RVOs gehen so herrlich schnell. Und nachdem ich das Urwald-Tuch in nur 13 Tagen geschafft habe (indem ich einfach mal bei einem Projekt geblieben bin), und außerdem der Schulterwärmer so schnell ging, habe ich jetzt den Mut, meine Pulliwolle (davon habe ich nicht sehr viel) in ebensolche Pullis zu verwandeln. Mit RVO fange ich an. Wie bei jeder Kunst ist auch beim Pullistricken die Übung sicher nicht alles, aber hilft sehr zum Erfolg.

Bisher ging Pullistricken bei mir so: Anschlagen, und *stricken bis zur/zum ersten (nächsten) Ab-/Zunahme/Entscheidung/Fehler, Pulli fliegt für Tage/Wochen/Monate in die Ecke. Pulli wird ausgegraben, mühsam rekonstruiert, wo ich bin, Entscheidug getroffen/Zu-/Abnahmen gestrickt/geribbelt* und das ganze von * zu * wdh. Manchmal habe ich es geschafft, zwischendurch nicht in die Ecke zu pfeffern, aber immer, wenn es schwierig wurde, wurden große Pausen eingelegt. So entstehen UFOs, so wird nix fertig. In der Zwischenzeit wurden natürlich noch mehr Projekte angefangen, und nur zum Teil fertig gestellt.

Ich möchte mein Strickverhalten ändern, und ich denke, gerade die Übung hilft, am Ball zu bleiben. Dann gibt es weniger Schwierigkeiten, weil man weiß, was man tut. Das ist bei kleineren Projekten nicht anders, nur dass man schneller auf eine Anzahl Strickstücke kommt, um die Übung auch zu merken. Da ich aber mittlerweile schneller stricke als am Anfang meiner zweiten Strickkarriere, dürfte es trotzdem weiterhin ab und zu ein fertiges Strickstück geben. Ich hoffe, was ich mir da vorgenommen habe, klappt auch.