Socken stricken

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Mai 132008
 

wird meine sommerliche Hauptbeschäftigung sein, denn Socken werden immer gebraucht, und sind wirklich das ideale Sommerprojekt. Deshalb habe ich mich bei dieser Aktion angemeldet:

Anmeldefrist ist übrigens bis Donnerstag, 15. Mai. Wer also noch teilnehmen will, sollte sich beeilen!

Mai 132008
 

Die verstrickte Dienstagsfrage 20/2008

Hat euch das Stricken schon mal krank gemacht (habt ihr euch z.B. mit Nadeln verletzt) oder hattet ihr Schmerzen nach dem Stricken? Was macht ihr dann, pausieren oder weiter auf Biegen und Brechen? Oder wenn der Arzt Pause verordnet, seid ihr dann ein guter Patient? Wie lange haltet ihr das aus?

Vielen Dank an Jana für die heutige Frage!

Ich musste mal 9 Jahre lang Strickpause machen. Von 1994 bis 2003. Das Stricken war nicht schuld, sondern, wie ich heute weiß, eine Allergie. Das Stricken kann es nicht gewesen sein, da ich damals relativ wenig gestrickt habe (zwei Kleinkinder in Windeln gleichzeitig, die auch noch ziemlich lebhaft waren, und nichts vergnüglicheres kannten, als die Stricknadeln aus Mamas Projekten zu ziehen – ich bin damals auf Occhi umgestiegen, da man das nicht ribbeln kann).

Damals habe ich die Sehnenscheidenentzündung, die mir drei Wochen Gips bescherte, darauf geschoben, dass ich ständig Kinder auf der Hüfte rumgeschleppt habe (das hat es vielleicht schlimmer gemacht, aber die Ursache war es eindeutig nicht). Danach konnte ich gar nicht mehr handarbeiten, zumindest erstmal nix, was zwei Hände gleichzeitig erforderte. Ich habe aus Verzweiflung angefangen zu sticken, mit Rahmen, einhändig. Zum Glück war die linke Hand kaputt, und nicht die Rechte. Dann konnte ich wieder mit beiden Händen sticken, später gingen in dieser Reihenfolge wieder Klöppeln, Occhi und dann Stricken. Jedenfalls konnte ich bis 2003 nur wenige Maschen stricken, ehe das betroffene Handgelenk anfing zu schmerzen. Häkeln geht bis heute nur ganz begrenzt und langsam.

Sonstige Erfahrungen sind schmerzende Fingerkuppen vom Nadeln-ins-Strickzeug-schieben (hat sich heute erledigt, da ich nicht mehr so fest stricke, weniger spitze Nadeln helfen auch) und der linke Zeigefinger, der manchmal “ohne Ursache”, d. h. zeitlich nicht mit der entsprechenden Belastung verbunden, schmerzt. Die Ursache ist allerdings eindeutig, dass das Blut in dem Finger häufig vom Strickfaden abgeschnürt wird. Eine blaue Linie am Finger entlang beim Stricken ist normal. Geändert habe ich deswegen nichts. Dass ich lockerer stricke, hilft allerdings etwas. Manchmal, wenn ich über längere Zeit stricke und merke, dass der Zeigefinger arg gebeutelt ist, dann wechsele ich die Art, wie ich den Faden halte. Aber auf Dauer wechsele ich dann doch wieder ins Gewohnte. Manchmal mache ich auch etwas Fingergymnastik.

Da mir noch nichts Schlimmeres passiert ist, höre ich nicht auf. Ich würde auch auf einen Arzt nur insofern hören, als ich gleichzeitig auf meinen Körper hören würde, was der zum Stricken sagt. Wenn es ständig und stark wehtun würde, müsste ich wohl wieder zu anderen Handarbeiten wechseln. Ganz ohne kann ich mir kaum vorstellen. Ich brauche einfach die Entspannung, die eine manuelle Tätigkeit dieser Art mit sich bringt.

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