Anleitung für Babyschuhchen, auch für Frühchen geeignet.
Fundstück
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Schon seit ein paar Jahren trage ich Trachtiges, oder auch mal Landhaus. Hier in Bayern ist das noch stärker geworden, und der Wunsch nach ein paar Trachtenstrümpfen regte sich natürlich. Begonnen habe ich das Paar irgendwann 2006, also bevor ich wusste, dass es mich vom Westen in den Süden der Republik verschlagen würde. Die erste Version war nicht so, wie sie sein sollte, und wurde deshalb geribbelt.
Die jetzige Version wurde Anfang 2007 begonnen und schafft es also dieses Jahr aufs Oktoberfest (ja, wir gehen hin, aber in der Woche an einem Nachmittag, und werden wohl auch unsere Maß und unser Hendl nicht in einem Zelt, sondern draußen trinken und essen – ansonsten werden wir uns Trachten und die Fahrgeschäfte anschauen).
Hier sind sie also nun, die Trachtenstrümpfe Mandel (das Model ist meine Tochter):
Einmal ohne und einmal mit Schuhen:
Und hier nochmal der Keil etwas näher:
Und auch noch ein Blick auf den Fuß:
Wenn man bedenkt, dass diese Strümpfe meine ersten Kniestrümpfe sind, dann bin ich sehr stolz darauf. Hier noch die Fakten:
- Trachtenstrümpfe Mandel für mich Gr. 39
- gestrickt aus 118 g Prego Strumpfgarn (No-Name von Maxus) in der üblichen Stärke und Zusammensetzung, evtl. ein bisschen feiner als die Konkurrzenz
- auf Nadelspiel 2,75 mm, 23 cm lang aus Galalith (zwei Nadeln sind über dem Stricken draufgegangen – in der Stärke ist Galalith für meinen Geschmack doch zu brüchig und zu biegsam) und Nadelspiel grau 2,5 mm, 20 cm lang (für die glatt rechten Teile) und Nadelspiel grau 2,0 mm, 15 cm lang beim Zusammenstricken des Mäusezähnchenrandes. Größtenteils waren die Maschen auf drei Nadeln verteilt, und zwar sowohl beim Schaft, bis der Keil zuende war, und dann wieder bei den Füßen, weil es einfacher ist, die musternden Ristmaschen auf einer Nadel zu haben.
- Maschenprobe bei glatt re die üblichen 30 M auf 10 cm
- Eigener Entwurf mit Kronenrand (ebenfalls eine Eigenkreation), Zöpfen, Zugmaschen und Mandelmuster. Das Mandelmuster ist abgewandelt aus einem Sabrina-Musterheft. Sinn war, den Strumpf so zu gestalten, dass er zu einer Tracht passt, gleichzeitig aber deutlich wird, dass es eher ein modernes als ein traditionelles Muster ist.
- Anmerkung: Durch die Zöpfe und Rippenstruktur ist der Strumpf sehr anpassungsfähig, was man z. B. daran sieht, dass er sowohl mir als auch meiner Tochter passt. Sie hat zwar die gleiche Strumpfgröße, aber wesentlich schlankere Waden als ich. Ich werde eventuell noch ein Bild nachliefern, auf denen ich die Strümpfe tragen, aber das wird wahrscheinlich nichts vor dem Wochenende, wenn mein Star- und Hoffotograf aka bessere Hälfte wieder zu Zeiten zu Hause ist, wenn noch gutes Licht zum Fotografieren ist.
- Angefangen 06.01.2007; fertig gestellt: 25.08.2008
Ja, kurz vor Schluss ist mir noch eine Nadel gebrochen, einfach so beim Stricken. Zum Glück war ich schon beim Fuß, so dass ich nur eine Galalith-Nadel für die Ristmaschen (plus eine zum Abstricken) und zwei graue Metallnadeln für die Sohle (ebenfalls plus eine zum Abstricken) in Gebrauch hatte. Also konnte ich den Musterteil des Fußes auf einer anderen Nadel fertig stellen. Jetzt werde ich das Nadelspiel aber wegwerfen, denn mit nur drei Nadeln strickt es sich nicht wirklich gut.
Zum Glück war es kein “geliebtes” Nadelspiel, sondern eher ein ungeliebtes, das nur durch seine außergewöhnliche Stärke (2,75) für mich interessant war. Es war für meinen Geschmack ein bisschen zu biegsam. Heute bekommt man ja in D zum Glück auch ohne Verrenkungen die Zwischengrößen.
I like to wear German folk costumish garb, and so I wanted to make Trachtenstrümpfe to match. I started doing so before moving to south Germany, where Tracht is even more popular than in Cologne where I lived before. The socks were started sometime in 2006, but the first version was ribbed. This version was started Jan 2007, and is now finished right in time before the Oktoberfest. My daugther is modelling the knee socks for me.
First photo without, next with shoes, then I show the calf decrease section, and the foot.
These were my first knee socks, and I’m very happy how they turned out. They are my own pattern, with an Mandel (German for almond) element taken from a magazine just made up from stitch patterns. But even this element was changed so it fit the socks.
The idea was to use a pattern that would fit in with German folk costume, but at the same time had modern enough elements that could be identified by later generations as 21st century. So there is no strict symmetry in the pattern, plus the pattern makes the twist stitch parts wavy. The cable and rib structure makes the sock very adaptable to a wide range of calf sizes – they fit my daughter whose calves are much slimmer than mine.
The more technical info is on Ravelry.
Ich hatte noch gar nicht die neue Ausgabe vom Online-Magazin The Inside Loop gesehen, obwohl sie schon eine Weile online ist. Mir gefällt besonders Alexandra, eine wunderschöne Strickjacke. Und da ich Jacken üben möchte, kommt die hier auf meine Tapetenrolle aka Ravelry-Queue. Vorher muss ich “nur” noch zwei Pullis stricken und einige Sockenpaare fertig bekommen.
Lydia (Müffchen) und Shur’tagal (Socken) gefallen mir auch sehr gut.
Eines meiner ältesten UFOs, die Trachtenstrümpfe. Die habe ich zum letzten Mal im Januar 2007 angefangen, aber es gab ältere Versionen. Eine halbe Ewigkeit habe ich also gebraucht. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass meine Wollstatistik jetzt endlich wieder ein dreistelliges Ergebnis aufweist. Fotos gibt es frühestens morgen.
One of my oldest UFOs, the Trachtenstrümpfe I’m knitting for my Bavarian folk costume. The last version was started January 2007, so it took me quite some time. These are my own pattern. A nice side effect of this is that my wolly statistics is down to a three digit number. I want to knit more than I buy. Right now I bought 968 g more than I knitted (only finished projects count). Photos tomorrow – at the earliest.
Erst mal lieben Dank für die Kommentare zu den Trachtenstrümpfen! Birgit möchte wissen, wie der obere Rand gemacht ist. Der Rand ist der “Kronenrand”, den ich mir selbst ausgedacht habe. Der geht sehr einfach:
Zuerst eine Mäusezähnchenkante, dann 1 oder 2 Rd rechts, 1 Rd li, 1 Rd re, 1 Rd Löcher (2 zusstr. 1 Umschl), 1 Rd re, 1 Rd li, 1 oder 2 Rd. re (wo man, je nach Muster, Maschen ab- oder zunehmen kann), dann fängt das eigentliche Sockenmuster an. Besonders gut ist es, wenn man bei der Mäusezähnchenkante die Lochreihe in der anderen Richtung strickt (1 Umschl, 1 überz. Abn.). Damit gleicht man den Versatz von 1/2 M pro Lochreihe aus.
Ich liebe den Kronenrand als Beginn von Lochmustersocken. Ihr dürft ihn gerne nachstricken! Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir eure Werke damit zeigt.
bei den Ravelympics. Aber es muss ja auch Verlierer geben. Leider musste ich immer mal wieder rückwärts stricken bei meinen Trachtenstrümpfen, so dass ich es nicht mehr geschafft habe. Außerdem kam immer wieder das reale Leben in Form von Urlaub (ahhhh) dazwischen. // at the Ravelympics. I had to tink or frog several times knitting the Trachtenstrümpfe, so that I didn’t make the finish line. Plus hubby had vacation, so we did more things together, and I didn’t have that much time for concentrated knitting.
Besonders traurig bin ich aber nicht. Außerdem war wohl auch meine Konzentration auf die Ravelympics nicht die beste. Schließlich gab es auch noch den Summer of Socks. Und wer nicht konzentriert an einer Medaille arbeitet, der bekommt keine, das wusste schon Paulus: “Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis” (1. Kor 9,25 HfA). // I’m not particularly sorry. I wasn’t very concentrated on Ravelympics anyway. There was Summer of Socks, which provided lots of distraction. And who doesn’t work with full concentration for a medal, will not get one, as Paul already knew: “Everyone who competes in the games goes into strict training. They do it to get a crown that will not last; but we do it to get a crown that will last for ever” (1Kor 9:25, NIV).
Nochwas zum Gucken//Something to look at
Hier sind endlich die fertigen Zebra-Paps:
Dieses Paar war einfach spannend zu stricken.
Technische Daten:
Hier meine aktuellen WIPs, diesmal nur zwei:
Das sind die Nixen-Socken aus einem etwas seltsamen Knäuel, ich vermute dass es B-Ware ist. Die Farb-Kombi ist von Regia-Mini-Ringel bekannt, allerdings fehlt das dunkle Rot und das Rosa ist nicht so knallig. Außerdem hat die Streifenfolge einen sehr langen Rapport (ich meine, einen entdeckt zu haben) und überall sind braune Flecken, die natürlich im Gelb am meisten auffallen, so dass manche Streifen ein bisschen angefressen aussehen.
Die zweite Socke wird gegengleich gestrickt, einfach nur, weil ich wissen will, ob es funktionier (ja, es geht – gar nicht schwer).
Ich habe mir noch nichts festes vorgenommen, aber auf jeden Fall sollten sie vor Ende des Summer of Socks fertig werden.
Und dann habe ich mich endlich ans WIP-Wrestling gemacht:
Ich bin jetzt über die schwierigste Stelle weg, muss noch ein bisschen Bein und dann den Fuß stricken. Das sollte sich bis zum Ende der Olympischen Spiele machen lassen, und dann habe ich auch eine Medaille, wenn auch nur die der Ravelympics.
Eine schöne Internet-Zeitschrift zum Thema Weben (auf Englisch).






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