Aug 272008
 

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Schon seit ein paar Jahren trage ich Trachtiges, oder auch mal Landhaus. Hier in Bayern ist das noch stärker geworden, und der Wunsch nach ein paar Trachtenstrümpfen regte sich natürlich. Begonnen habe ich das Paar irgendwann 2006, also bevor ich wusste, dass es mich vom Westen in den Süden der Republik verschlagen würde. Die erste Version war nicht so, wie sie sein sollte, und wurde deshalb geribbelt.

Die jetzige Version wurde Anfang 2007 begonnen und schafft es also dieses Jahr aufs Oktoberfest (ja, wir gehen hin, aber in der Woche an einem Nachmittag, und werden wohl auch unsere Maß und unser Hendl nicht in einem Zelt, sondern draußen trinken und essen – ansonsten werden wir uns Trachten und die Fahrgeschäfte anschauen).

Hier sind sie also nun, die Trachtenstrümpfe Mandel (das Model ist meine Tochter):

Trachtenstrumpf Mandel

Einmal ohne und einmal mit Schuhen:

Trachtenstrumpf Mandel

Und hier nochmal der Keil etwas näher:

Trachtenstrumpf Mandel

Und auch noch ein Blick auf den Fuß:

Trachtenstrumpf Mandel

Wenn man bedenkt, dass diese Strümpfe meine ersten Kniestrümpfe sind, dann bin ich sehr stolz darauf. Hier noch die Fakten:

  • Trachtenstrümpfe Mandel für mich Gr. 39
  • gestrickt aus 118 g Prego Strumpfgarn (No-Name von Maxus) in der üblichen Stärke und Zusammensetzung, evtl. ein bisschen feiner als die Konkurrzenz
  • auf Nadelspiel 2,75 mm, 23 cm lang aus Galalith (zwei Nadeln sind über dem Stricken draufgegangen – in der Stärke ist Galalith für meinen Geschmack doch zu brüchig und zu biegsam) und Nadelspiel grau 2,5 mm, 20 cm lang (für die glatt rechten Teile) und Nadelspiel grau 2,0 mm, 15 cm lang beim Zusammenstricken des Mäusezähnchenrandes. Größtenteils waren die Maschen auf drei Nadeln verteilt, und zwar sowohl beim Schaft, bis der Keil zuende war, und dann wieder bei den Füßen, weil es einfacher ist, die musternden Ristmaschen auf einer Nadel zu haben.
  • Maschenprobe bei glatt re die üblichen 30 M auf 10 cm
  • Eigener Entwurf mit Kronenrand (ebenfalls eine Eigenkreation), Zöpfen, Zugmaschen und Mandelmuster. Das Mandelmuster ist abgewandelt aus einem Sabrina-Musterheft. Sinn war, den Strumpf so zu gestalten, dass er zu einer Tracht passt, gleichzeitig aber deutlich wird, dass es eher ein modernes als ein traditionelles Muster ist.
  • Anmerkung: Durch die Zöpfe und Rippenstruktur ist der Strumpf sehr anpassungsfähig, was man z. B. daran sieht, dass er sowohl mir als auch meiner Tochter passt. Sie hat zwar die gleiche Strumpfgröße, aber wesentlich schlankere Waden als ich. Ich werde eventuell noch ein Bild nachliefern, auf denen ich die Strümpfe tragen, aber das wird wahrscheinlich nichts vor dem Wochenende, wenn mein Star- und Hoffotograf aka bessere Hälfte wieder zu Zeiten zu Hause ist, wenn noch gutes Licht zum Fotografieren ist.
  • Angefangen 06.01.2007; fertig gestellt: 25.08.2008

Ja, kurz vor Schluss ist mir noch eine Nadel gebrochen, einfach so beim Stricken. Zum Glück war ich schon beim Fuß, so dass ich nur eine Galalith-Nadel für die Ristmaschen (plus eine zum Abstricken) und zwei graue Metallnadeln für die Sohle (ebenfalls plus eine zum Abstricken) in Gebrauch hatte. Also konnte ich den Musterteil des Fußes auf einer anderen Nadel fertig stellen. Jetzt werde ich das Nadelspiel aber wegwerfen, denn mit nur drei Nadeln strickt es sich nicht wirklich gut.

Zum Glück war es kein „geliebtes“ Nadelspiel, sondern eher ein ungeliebtes, das nur durch seine außergewöhnliche Stärke (2,75) für mich interessant war. Es war für meinen Geschmack ein bisschen zu biegsam. Heute bekommt man ja in D zum Glück auch ohne Verrenkungen die Zwischengrößen.


I like to wear German folk costumish garb, and so I wanted to make Trachtenstrümpfe to match. I started doing so before moving to south Germany, where Tracht is even more popular than in Cologne where I lived before. The socks were started sometime in 2006, but the first version was ribbed. This version was started Jan 2007, and is now finished right in time before the Oktoberfest. My daugther is modelling the knee socks for me.

First photo without, next with shoes, then I show the calf decrease section, and the foot.

These were my first knee socks, and I’m very happy how they turned out. They are my own pattern, with an Mandel (German for almond) element taken from a magazine just made up from stitch patterns. But even this element was changed so it fit the socks.

The idea was to use a pattern that would fit in with German folk costume, but at the same time had modern enough elements that could be identified by later generations as 21st century. So there is no strict symmetry in the pattern, plus the pattern makes the twist stitch parts wavy. The cable and rib structure makes the sock very adaptable to a wide range of calf sizes – they fit my daughter whose calves are much slimmer than mine.

The more technical info is on Ravelry.