aber eben doch nicht sind beide Schals, die ich in Arbeit habe: Sowohl bei Amazonas als auch bei Morning Surf ist die Strickerei fertig. Das Wort, das zu “Eigentlich” gehört ist ein “Aber”: Es fehlt noch das Vernähen – das wär’ jetzt nicht so der Angang. *Aber* der eine Schal sollte gedämpft werden (Amazonas), damit er nicht mehr ganz so verzogen ist, und der andere muss gespannt werden. Beides erfordert Konzentration, die derzeit mit meinem Wattekopf nicht zu haben ist, und außerdem sind die Betten derzeit tagsüber auch nicht unbedingt frei, denn mein Mann ist krank geschrieben, und ich zwar nicht, aber ich liege trotzdem große Teile des Tages flach. Jedenfalls kann ich das Bett nicht mit einem aufgespannten Schal belegen. Also eben nur eigentlich fertig.
Das Wollschaf will diese Woche wissen:
Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2008
In der Interweave Knits vom Winter gab es einen Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, ob (und warum) mache StrickerInnen eher prozess- und andere eher produktorientiert stricken. Das würde mich auch interessieren. Ist für Euch der Prozess des Strickens oder das fertige Produkt entscheidend?
Herzlichen Dank an Wassilissa für die heutige Frage!
Also, ich bin mehr ein Prozess-Stricker, obwohl in den letzten Jahren das Produkt wichtiger geworden ist als früher. Ich stricke einfach gerne, punkt. Dass da etwas nützliches bei herauskommt, ist ein schönes und auch erstrebenswertes Nebenprodukt. Wo ich allerdings mittlerweile Probleme mit hätte, wäre etwas zu stricken, für das ich keine Verwendung habe.
Trotzdem erklärt meine Neigung zum Prozess-Stricken wohl ein wenig, warum ich zu viele angefangene Teile hier liegen habe, und die großen eher nicht fertig werden. Manchmal will ich nur wissen wie’s geht, und das reicht mir. Manchmal macht mir das Muster dann doch nicht so viel Spaß wie gedacht. Leider merke ich es oft nicht vorher, dass es so ist. Und dann habe ich schon wieder ein UFO.