Okt 072011
 

gibt es immer noch, und ich mag seine Fragen auch immer noch. Die vom letzten Dienstag lautete:

„Bei der Wollproduktion ist es nicht anders als bei der restlichen Textilherstellung: Immer mehr Hersteller lassen nicht länger im eigenen Land, sondern billig im Ausland produzieren. Dabei werden die Wollpreise jedoch höchstens nach oben korrigiert.

Wie wichtig ist Euch die Herkunft / das Herstellungsland Eurer Wolle? Welchen Zusammenhang seht Ihr zwischen Herstellungsland und Wollqualität?

Vielen Dank an Maria für die heutige Frage!“

Also, da die meiste Wolle eh‘ nicht aus Deutschland kommt, ist mir das ziemlich schnuppe. Schlechtes Garn habe ich schon als „Markenware“ und auch als „No-Name-Produkt“ erhalten. Gute Marken garantieren aber etwas eher eine gute Qualität, weil die Leute mehr Hirn und evtl. auch etwas mehr Rohstoffqualität in die Zusammensetzung stecken. Aber ich habe auch schon von No-Name-Herstellern gute Ware erhalten. Die Spinnereien stehen eh fast alle im Ausland.

Der Zusammenhang zwischen Herstellungsland und Qualität ist je nach Firma verschieden. Es kommt auf die Qualitätskontrolle an! Ich habe schon tolle Garne z. B. aus der Türkei (mit deutscher Banderole) bekommen, aber auch grottenschlechte.

Zu den Preisen: Da es sich bei Handstrickgarn um ein Luxusprodukt handelt, sind die Preise eher Zufall und natürlich eher höher als niedriger. Ich finde die Preise in D schon sehr hoch, aber schaut mal nach Amerika – dort könnte ich wahrscheinlich als Strickerin kaum überleben. Wenn ich selbst spinne (was ich durchaus gerne tue), dann sind die Preise wesentlich niedriger, aber es dauert auch wesentlich länger, um an ein fertiges Stück zu kommen. Nur die Qualität, die ich mit Handspinnen erreiche, kann keine Maschine besser. Dennoch kaufe ich immer noch Garn, wenn es mir besonders gut gefällt. Oft handelt es sich dabei um etwas, das ich so nicht selbst machen kann – sei es von der Zusammensetzung her, oder von der Machart.

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