gibt es bei mir wieder: Einmal war ja Stricktreffen bei Daniela, und es war wieder schön voll, und ich habe es sehr genossen. Das letzte Stricktreffen habe ich Ende Dezember mitgemacht, und bei Daniela war ich seit Anfang Januar nicht mehr.
Und ich bin auch diesmal nicht ohne neue Wolle aus dem Laden ‘rausgekommen, 2 Knäuel Calmer von Rowan mussten mit. Die sind für eine weitere Chemomütze, die ich stricken will, und zwar für meine Freundin, die auch schon die Sonnenschein-Mütze bekommen hat. Da es ja jetzt eher wärmer wird, ist Baumwolle angesagt, möglichst schön weich, und das Garn erfüllt die Kritierien. Beim Preis habe ich etwas geschluckt, aber das ist ja bei Rowan nicht unbedingt ungewöhnlich. Außerdem habe ich bei Daniela auch noch 3 Nadelspiele gekauft, und zwar in Zwischengrößen (2,75, 3,25 und 3,75) und zwar von Clover. Da ich Clover-Nadeln liebe, und diese Stärken noch nicht habe, ist das schon sinnvoll.
Dann habe ich noch gestern bei Maxus ein sehr schönes Heft entdeckt, und zwar ein Anna Sonderheft Strickmuster (Folge 2). Die Folge 1 war letztes Jahr erschienen. Die diesjährige Ausgabe hat wieder eine schöne Vielfalt, etliches, was ich noch nicht in anderen Publikationen habe. Es sind auch viele Jaquard-Muster dabei. Was fehlt sind Hebemaschen- und Patentmuster. Aber dafür gibt es eine Abteilung mit Noppenmustern, und dann Rechts-Links-, Loch- und Zopfmuster. Es gibt auch einige gewellte Kanten, die dann in ein Lochmuster übergehen. Als Besonderheit gibt es dann kunstgestrickte Randspitzen, so dass man auch für die Tuchkonstruktion etwas hat. Burda scheint den derzeitigen Tuchwahn zu verpassen, denn die Spitzen sind alle in dünnem Baumwollgarn gearbeitet. An Anleitungen gibt es einige Pullis, Kissen und ein schmales Strickgardinchen. Da hätte ich vielleicht sogar die Idee, die für unsere neue Wohnung zu stricken, sogar in Baumwolle. Mal schaun.
Dann habe ich gestern noch die Garmisch-Mütze (PDF) fertig gestrickt. Ich muss sagen, ein sehr schönes Muster. Wer Lavold-Zöfpe liebt und auch schon gestrickt hat, kann sich daranwagen. Es sind in der Beschreibung leider einige Fehler drin. Einer geht darauf zurück, dass die Autorin wohl die Anleitung für die Abnahmen (wenn ein Zopfteil zuende ist) nicht auf das Rundenstricken umgestellt hat. Bei den Abnahmen wird die zweite Abnahme angeblich genauso gestrickt wie die erste. Stimmt aber nicht, da muss links zusammengestrickt werden. Zweitens werden die Zunahmen nicht richtig beschrieben, da muss man schon das Lavold-Buch haben. Es wird nämlich nicht unterschieden, dass es eine rechts und eine links gerichtete Zunahme gibt. Noch ein Nachteil des Musters: Es hat durch das Rundstricken im Verhältnis recht viele linke Maschen. Zum Glück stört mich das nicht besonders. Aber letztlich arbeite ich Zopfmuster doch am liebsten in Reihen statt in Runden.
Ansonsten war das Garn, nämlich Panda von Wolle Rödel, nicht so klasse. Erstens war es ein 18-fädiges zusammengedrehtes Garn. Das ließ sich leider recht gerne mit der Nadel teilen, insbesondere natürlich bei den Verkreuzungen. Für andere Muster ist es vielleicht besser geeignet. Außerdem war in einem Knäuel ein Teilfaden an mehreren Stellen angeknotet. Und so zwei Meter oder so waren völlig unbrauchbar, weil da der Faden teilweise durchgeschnitten war. Das fand ich nun nicht so witzig. Ansonsten ist dieses Garn sehr unelastisch (bei der Mischung kein Wunder, 70 % Bambus-Viskose, 30 % Baumwolle, 90 m LL/50 g). Dadurch ist natürlich das Stricken insgesamt eher anstrengend. Insgesamt kam nicht so rechte Begeisterung für das Garn auf. Die Farbe allerdings ist sehr schön, ein richtig kräftiges Ultramarin.
Ja, und dann habe ich gestern gleich noch das neue Garn angestrickt. Ich arbeite Shedir, eine Mütze, die in der Sonderausgabe der Knitty enthalten ist. Calmer ist das angegebene Garn, und ich mag es sehr. Und in diesem Fall lohnt es sich auch, das Origialgarn zu verarbeiten. Es ist sehr schön weich, aber vor allem für ein Baumwoll-Acryl-Gemisch sehr dehnbar. Ich hatte zuerst den Eindruck, es müsste Elastan oder sowas drin sein. Ist aber nicht. Das Garn besteht aus 2 “gehäkelten” Fäden, teilt sich aber nicht so leicht wie Panda. Insgesamt merkt man (bis auf den Knoten, den ich schon wenige Meter nach dem Anstricken des Knäuels fand), dass es ein qualitätsmäßig sehr gutes Garn ist. Sehr angenehm zu stricken. Die Angabe über die Nadelstärke stimmt jedoch überhaupt nicht. Aber das scheint im Angelsächsischen Raum eine Krankheit zu sein, dass man die größte nur mögliche Nadelstärke angibt. Bei deutschen Garnen muss ich meist die größere angegebene Nadelstärke nehmen (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber bei Rowan bin ich immerhin 1,5 mm drunter geblieben. Leider bin ich mir noch nicht sicher, ob ich auch die richtig MaPro habe, weil die Mütze die MaPro ist. Mir gefällt jedenfalls, wie das Gestrick herauskommt.