Ein bisschen müde bin ich derzeit. Anstatt diese

Kisten im Flur oder diese

Kisten im Wohnzimmer oder diese

Kisten im Arbeitszimmer auszuräumen, genieße ich in vollen Zügen meine neue kleine Freiheit – ein Arbeitszimmer ganz für mich allein:

klick für bessere Übersicht

Da mach ich das

und das

und natürlich das

Einen zu dieser Stimmung passender Eintrag bei Yarnstorm findet sich hier. Der Titel lautet “Small Pleasantnesses.” Mein Arbeitszimmer ist zwar eher eine große Annehmlichkeit, aber es gibt immer wieder diese “kleinen Erfreulichkeiten”, die ich dort so erlebe, wie oben in den Bildern gezeigt. Passend dazu aus den Kommentaren noch ein Link: “10 Things. Beide Links mit vielen Fotos, daher auch für Leute zu empfehlen, deren Englisch ein bisschen eingerostet ist.

Moment, wie war das noch?

Jaaa, ich stricke wieder!

Und was? Ja, gut erkannt. Ruta. Gestern angefangen.

Kurz in München

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Mai 252007
 

bin ich gewesen, deshalb die relative Funkstille hier. Die Rosensocken sind fertig geworden, und ein Paar Rosen-Sneaker-Socken angefangen. Das wird ein etwas ungewöhnlicheres Paar, denn ich habe ein Lochmuster eingebaut.

Außerdem habe ich auf der Fahrt zahlreiche Sockenideen ausgebrütet. Wenn ich die alle verwirkliche, habe ich mindestens bis zum nächsten Frühjahr zu tun.

Der Anlass? Küchenplanung. Es wurden die Farben gewälzt und wir sind zu einer hoffentlich schönen Lösung gekommen. Ich bin gespannt. Derzeit steht in der Küche nur ein Balkontisch mit 2-Platten-Herd und Wasserkocher, der Minimal-Haushalt meines Mannes halt.

Ja, und dann habe ich die Eisenbahnfahrt natürlich zum Stricken genutzt. Privates Zugsocking sozusagen. Ach, ist das klasse, bei 280 km/h im (fast zu gut) klimatisierten ICE zu sitzen und gemütlich zu stricken. Jede Fahrt hat fast einen ganzen Sockenfuß ergeben. Bei der Rückfahrt wurde es mir zu langweilig, und deshalb bekamen die Sneaker-Socken, die ich da anfing, ein Rosenmuster verpasst. Passt auch zu den Farben, obwohl wie fast immer bei Streifenmustern das Lochmuster ziemlich geschluckt wird.

Ein schönes Dirndl-Kleid habe ich mir noch gekauft, außerdem haben wir auch schon einen Lieblings-China-Imbiss ausgemacht, ganz in der Nähe. Und nachdem ich am Mittwoch angekommen war, habe ich erstmal einen ausführlichen Spaziergang gemacht und bin von Obersendling bis zur Isar marschiert (ca. 1,5 Std. Weg hin und zurück). Mir hat die Schwüle und Hitze an dem Tag viel weniger ausgemacht als in Köln. Das Klima in München ist sicherlich besser für mich geeignet.

Und unseren Balkon habe ich genossen – einfach klasse. Am liebsten wär’ ich gleich dageblieben. Ich wünsch’ mir im Moment einfach nur, dass es einen Knall tut, und wir sind voll eingerichtet in München. Aber so funktioniert das in diesem Universum leider nicht… Ich freu’ mich jedenfalls drauf, wenn wir das alles hinter uns haben. Aber es gibt auch schon Anhaltspunkte, dass es vorwärts geht: Der Keller leert sich, bald gehen wir mit einer Freundin auf den Flohmarkt, und ich habe schon mit mehreren Interessenten für unsere Wohnung einen Besichtigungstermin ausgemacht. Dieses Wochenende werden wir gehörig schaffen müssen – und heute hab ich noch gar nix geschafft, weil ich den ganzen Tag mit wichtigen e-mails und Telefonaten verbracht habe. Geht gleich auch noch weiter…

Experimente

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Mai 182007
 

sind einfach dran im Moment. Am Montag (14.05.) habe ich meine Magma-Socken angefangen (ich habe mich ganz verspätet noch zum Magma-Knitalong angemeldet). Da ich etwas besonderes wollte, habe ich das waagerechte Fischgratmuster genommen. Erst wollte ich es in der Runde stricken, warum das nicht so gut kam steht hier. Meine Lösung lautete dann: in hinundhergehenden Reihen einen Streifen stricken, und dann aus der Längskante die passenden M herausholen, um einen Strumpf zu stricken. Den Streifen habe ich dann im Maschenstich an den kurzen Kanten zur Runde geschlossen. Die erste Socke ist mittlerweile fertig, der zweite Streifen wartet darauf, dass ich Maschen aufnehme.

Das zweite Experiment habe ich am Mittwoch (16.05) gestartet. Eine Freundin hat mir das Patch-Sockenbuch von Ewa geliehen, und ich kann nur sagen, ich bin begeistert von diesen Ideen und der Technik. Leider ist die Technik in dem Buch nicht ganz so ausführlich beschrieben, wie es wünschenswert wäre, aber als erfahrene Strickerin komme ich damit wohl klar. Zumindest den Anfang der Zackenpatches ist geschafft – nämlich dieses Gewurschtel:

Das sind die ersten fünf Patche aus Regia Canadian Color. Da ich nur noch einen Rest von dieser Wolle habe, werde ich mit einer anderen Farbe ergänzen und hoffen, dass es zwei Socken werden. Irgendwie bekomme ich das hin…

Jedenfalls finde ich das Buch so gut, dass ich es mir nach unserem Umzug bestellen will, zusammen mit dem neuen Buch von Ewa, das im Juni erscheinen soll.

Das dritte Paar angefangene Socken ist nun wiederum kein Experiment, sondern ein ganz normales Paar Sommersöckchen (bisher namenlos), das einen farblichen Übergang zu den nächsten Project-Spectrum-Farben bietet: Rosa, bordeaux und schwarz. Dieses Knäuel liegt auch schon länger bei mir, ich weiß gar nicht mehr, wo ich es gekauft habe. Wenn ich das Knäuel verstrickt habe, dann habe ich keine Sockenwolle mit Baumwolle in Rot- oder Rosatönen mehr. Dann geht es weiter mit den blauen Baumwoll-Knäulen.

Insgesamt ist also zu sagen: Ich schaffe es im Moment nicht wirklich, die Zahl meiner UFOs zu verkleinern…

Strickreich und

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Mai 072007
 

ereignisreich war das Wochendende. Am Samstag habe ich noch ein paar Socken angefangen. Da habe ich das bei den Schwiegereltern vergessene Garn bekommen und musste es sofort anstricken. Das war auch gut so, denn ich war nachmittags bei einem Vortrag des DCTB in unserer Gemeinde. Da war mitten im Vortrag der erste Beerensneaker fertig, und ich war froh, dass ich den schon angeschlagenen anderen Socken mithatte. Diese Socken nenne ich Mädchensocken, weil sie aus einem wunderschönen Sockenbaumwollgarn von Rellana Flotte Socke mit Pink-Streifen sind. Der Vortrag hatte die Weiten des Weltalls zum Thema, sehr interessant, mit vielen Fotos.

Am Sonntag waren wir nachmittags bei Freunden aus der Gemeinde. Die Tochter wollte spinnen lernen. Mit der Spindel konnte sie schon umgehen, das war natürlich ein Lernvorsprung. Aber bevor wir loslegen konnten, musste erst ein altes Spinnrad in Gang gesetzt werden. Leider war es nicht ein wirklich altes Rad. Nach ein paar Nachforschungen ergab sich, dass in den achtziger Jahren wohl mal Westfalia Spinnräder verkauft hat. Angeblich war jedenfalls auf dem Spinnrad schon gesponnen worden.

Dieses Rädchen sprach allerdings nicht wirklich zu mir – es war zu schwer zu treten, so dass ich mich mehr auf das Treten konzentriert habe denn auf irgendetwas anderes. Auch war die Konstruktion mehr als unklar – es stellte sich heraus, dass es doch wohl ein gebremstes System gewesen sein muss, anders ließ es sich nicht in Gang bringen. Gut, dass ich mein Joy dabei hatte, so konnte das Mädel dann doch noch sein erstes Knäuelchen Garn auf einem Spinnrad fertigen. Und wie sehr sie sich gefreut hat! Ich habe auf jeden Fall jemanden angesteckt.

Dieses Westfalia-Rad scheint ein typischer Nachbau zu sein von jemandem, der keine Ahnung hat. Der Spinnflügel ist zu kurz, und die Häkchen auf dem Spinnflügel stehen genau gegenüber statt versetzt. Man kann auf dem Rad also die Spule nicht voll wickeln, und auch nur in dicken Häufchen. Dann war die Spinnöffnung in einem Kunststoffteil, und winzig klein (das mag historisch sein). Erstaunlicherweise war dieser Kunststoff noch ganz. Dieses Kunststoffteil saß dann in der Halterung, d. h. es trägt den Spinnkopf. Es war wohl auch nur eine einzige Spule bei dem Rad. Noch dazu eierte das Rad sehr, und die Tretmechanik war mehr als schwierig zu bedienen. Es war kaum möglich, einmal wirklich “rund” zu kommen, und das auch nur unter gehörigem Kraftaufwand (trotz eifrigen Ölens). Von der Bauart ist das Spinnrad einem alten Flachsrad nachempfunden.

Kennt jemand von euch dieses Rad? Gibt es da Tipps zu, oder sollte man es besser nur als Deko verwenden? Ich würde dem Mädchen schon gönnen, dass es spinnen kann.

angefangen

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Mai 032007
 

habe ich zwei Paar Socken. Einmal soll der Rest von den Beerentönen noch Sneaker geben (angefangen 2.5.) und ich habe am 1. Mai die Förstersocken (wegen des Grüntons) für Ralf angefangen aus diesem sagenhaften echten Bambusgarn. Mittlerweile ist schon der Fuß fast fertig. Am Schaft führe ich links und rechts einen Musterstreifen mit verschränkten Maschen entlang, ansonsten für den Bund 1/1 und für den Rest vom Schaft 3/1-Rippen. Insgesamt 64 M Anschlag und Nadeln 2,75 (Bambus).

Komischerweise hatte ich die letzten Tage keine Lust auf die Trachtenstrümpfe.

 

Ich muss noch weiter vom Wochenende berichten. Am Samstag waren wir von Freunden zum Grillen eingeladen. Da hatte ich auch mein Strickzeug dabei, und es war einfach traumhaft. Ich habe ein neues Knäuel angestrickt, ich habe nämlich festgestellt, dass ich zu wenige Socken mit Baumwolle besitze. Jetzt bei dem warmen Wetter sind die besser als Wollsocken. Also habe ich wieder in den Vorrat gegriffen und ein Knäuel Lana Grossa Meilenweit Cotton Maya ausgepackt. Sehr schöne Ringelung, sehr interessant.

Ich bleibe für Baumwoll-Sockengarne bei Nadelstärke 2,5 und 56 M wegen des Leierfaktors. Diesmal habe ich die Bambus-Stricknadeln genommen, nachdem ich ein weiteres Knäuel in pink bei meinen Schwiegies vergessen habe – ich bin dort nicht dazu gekommen zu stricken. Ich freu mich schon auf dieses Sockenpaar, das mal in Beerentönen gefärbt ist. Ich habe noch ein weiteres Knäuel in Rot- und Beerentönen. In Blau habe ich noch etliche Knäuel Baumwoll-Sockenwolle vorrätig, die noch verarbeitet werden wollen. Mal sehen, wann die dann verarbeitet werden.

Vom letzten Jahr habe ich noch ein Baumwoll-Garn-UFO liegen mit dem Laburnum-Muster von Barbara Walker. Das ist als Nachfolger des Trachtenstrumpfes eingeplant. Aber ich habe beschlossen, die nächsten Baumwoll-Socken nur einfach zu gestalten: Verschränkte 1/1-Rippen für den kurzen Schaft, und glatt rechts für den Fuß.

Am Samstag ist die neues Socke bis zur Fersenwand gediehen, und am Sonntag bin ich bis fast zu den Spitzenabnahmen gekommen. So hatte ich ein strickmäßig wirklich ergiebiges Wochenende.

 

gibt es bei mir wieder: Einmal war ja Stricktreffen bei Daniela, und es war wieder schön voll, und ich habe es sehr genossen. Das letzte Stricktreffen habe ich Ende Dezember mitgemacht, und bei Daniela war ich seit Anfang Januar nicht mehr.

Und ich bin auch diesmal nicht ohne neue Wolle aus dem Laden ‘rausgekommen, 2 Knäuel Calmer von Rowan mussten mit. Die sind für eine weitere Chemomütze, die ich stricken will, und zwar für meine Freundin, die auch schon die Sonnenschein-Mütze bekommen hat. Da es ja jetzt eher wärmer wird, ist Baumwolle angesagt, möglichst schön weich, und das Garn erfüllt die Kritierien. Beim Preis habe ich etwas geschluckt, aber das ist ja bei Rowan nicht unbedingt ungewöhnlich. Außerdem habe ich bei Daniela auch noch 3 Nadelspiele gekauft, und zwar in Zwischengrößen (2,75, 3,25 und 3,75) und zwar von Clover. Da ich Clover-Nadeln liebe, und diese Stärken noch nicht habe, ist das schon sinnvoll.

Dann habe ich noch gestern bei Maxus ein sehr schönes Heft entdeckt, und zwar ein Anna Sonderheft Strickmuster (Folge 2). Die Folge 1 war letztes Jahr erschienen. Die diesjährige Ausgabe hat wieder eine schöne Vielfalt, etliches, was ich noch nicht in anderen Publikationen habe. Es sind auch viele Jaquard-Muster dabei. Was fehlt sind Hebemaschen- und Patentmuster. Aber dafür gibt es eine Abteilung mit Noppenmustern, und dann Rechts-Links-, Loch- und Zopfmuster. Es gibt auch einige gewellte Kanten, die dann in ein Lochmuster übergehen. Als Besonderheit gibt es dann kunstgestrickte Randspitzen, so dass man auch für die Tuchkonstruktion etwas hat. Burda scheint den derzeitigen Tuchwahn zu verpassen, denn die Spitzen sind alle in dünnem Baumwollgarn gearbeitet. An Anleitungen gibt es einige Pullis, Kissen und ein schmales Strickgardinchen. Da hätte ich vielleicht sogar die Idee, die für unsere neue Wohnung zu stricken, sogar in Baumwolle. Mal schaun.

Dann habe ich gestern noch die Garmisch-Mütze (PDF) fertig gestrickt. Ich muss sagen, ein sehr schönes Muster. Wer Lavold-Zöfpe liebt und auch schon gestrickt hat, kann sich daranwagen. Es sind in der Beschreibung leider einige Fehler drin. Einer geht darauf zurück, dass die Autorin wohl die Anleitung für die Abnahmen (wenn ein Zopfteil zuende ist) nicht auf das Rundenstricken umgestellt hat. Bei den Abnahmen wird die zweite Abnahme angeblich genauso gestrickt wie die erste. Stimmt aber nicht, da muss links zusammengestrickt werden. Zweitens werden die Zunahmen nicht richtig beschrieben, da muss man schon das Lavold-Buch haben. Es wird nämlich nicht unterschieden, dass es eine rechts und eine links gerichtete Zunahme gibt. Noch ein Nachteil des Musters: Es hat durch das Rundstricken im Verhältnis recht viele linke Maschen. Zum Glück stört mich das nicht besonders. Aber letztlich arbeite ich Zopfmuster doch am liebsten in Reihen statt in Runden.

Ansonsten war das Garn, nämlich Panda von Wolle Rödel, nicht so klasse. Erstens war es ein 18-fädiges zusammengedrehtes Garn. Das ließ sich leider recht gerne mit der Nadel teilen, insbesondere natürlich bei den Verkreuzungen. Für andere Muster ist es vielleicht besser geeignet. Außerdem war in einem Knäuel ein Teilfaden an mehreren Stellen angeknotet. Und so zwei Meter oder so waren völlig unbrauchbar, weil da der Faden teilweise durchgeschnitten war. Das fand ich nun nicht so witzig. Ansonsten ist dieses Garn sehr unelastisch (bei der Mischung kein Wunder, 70 % Bambus-Viskose, 30 % Baumwolle, 90 m LL/50 g). Dadurch ist natürlich das Stricken insgesamt eher anstrengend. Insgesamt kam nicht so rechte Begeisterung für das Garn auf. Die Farbe allerdings ist sehr schön, ein richtig kräftiges Ultramarin.

Ja, und dann habe ich gestern gleich noch das neue Garn angestrickt. Ich arbeite Shedir, eine Mütze, die in der Sonderausgabe der Knitty enthalten ist. Calmer ist das angegebene Garn, und ich mag es sehr. Und in diesem Fall lohnt es sich auch, das Origialgarn zu verarbeiten. Es ist sehr schön weich, aber vor allem für ein Baumwoll-Acryl-Gemisch sehr dehnbar. Ich hatte zuerst den Eindruck, es müsste Elastan oder sowas drin sein. Ist aber nicht. Das Garn besteht aus 2 “gehäkelten” Fäden, teilt sich aber nicht so leicht wie Panda. Insgesamt merkt man (bis auf den Knoten, den ich schon wenige Meter nach dem Anstricken des Knäuels fand), dass es ein qualitätsmäßig sehr gutes Garn ist. Sehr angenehm zu stricken. Die Angabe über die Nadelstärke stimmt jedoch überhaupt nicht. Aber das scheint im Angelsächsischen Raum eine Krankheit zu sein, dass man die größte nur mögliche Nadelstärke angibt. Bei deutschen Garnen muss ich meist die größere angegebene Nadelstärke nehmen (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber bei Rowan bin ich immerhin 1,5 mm drunter geblieben. Leider bin ich mir noch nicht sicher, ob ich auch die richtig MaPro habe, weil die Mütze die MaPro ist. Mir gefällt jedenfalls, wie das Gestrick herauskommt.

 

Fertig ist diesmal die Alpaka-Mütze. Mit der Mützenlänge habe ich bei dieser Anleitung immer etwas Schwierigkeiten, zumindest für meinen Kopf. Ich musste einmal aufmachen, bis es gepasst hat.

Hier die technischen Daten:

  • Alpaka-Mütze für mich, Größe: ganz normaler Dickschädel (57 cm Kopfumfang, für die, die’s genauer wissen wollen)
  • aus 72 g Alpaka von Schachenmayr (100 % Alpaka, LL 100 m/50 g)
  • Rundnadel 4 mm grau (wahrscheinlich Inox)
  • Ungefähr gestrickt nach dieser Anleitung, der Zopf stammt aus dem Wikinger-Buch von Lavold (S. 59, ich habe die englische Ausgabe). Den Mustersatz 5 x gestrickt. 96 M aus dem Rand aufgenommen, 18,5 cm hochgestrickt (gemessen ab der Reihe li M), dann nach der Anleitung Maschen abgenommen.
  • Anmerkung 1 Die Mütze an sich hat weniger Umfang als mein Kopf, negative Zugabe nennt man das. Sie soll schließlich gut sitzen, was sie auch tut. Außerdem war das Garn mal für was ganz anderes bestimmt, nämlich für einen Teddy. Aber irgendwie wird der nicht.
  • Anmerkung 2 Übrigens wieder mal ein Fall für Untergewicht: 72+21=100???? Nicht wirklich, oder?

  • Anmerkung 3 Diese Anleitung ist für mich die richtige Mischung zwischen interessantem Stricken (der Zopf) und hirnlosem stricken, was ich ab und zu gerne tu, aber nicht zuuu lange.
  • angefangen: 15.03.2007, fertig gestellt: 26.03.2007

Bei Mützen für mich ziele ich immer auf 50 – 52 cm Umfang der Mütze (etwa 10 % weniger als der Kopfumfang). Beim klassischen Garn mit 20 M/10 cm hat man also um die 100 angeschlagene Maschen. Ein paar mehr oder weniger machen nicht viel Unterschied, und so kann man an vorgegebene Muster/Anleitungen anpassen.

Mit Fotos kann’s noch was dauern, zumindest von den aktuellen Sachen, denn die Kamera ist verschwunden. Einfach so. In Luft aufgelöst. Und dabei wär so schönes Licht…. Wird sich schon wieder finden. Fragt sich nur wann.

Angefangen habe ich dann die Chemomütze für meine Freundin U.G. Ich hoffe, diese Mütze ist dann für wärmere Tage geeignet. Ich habe 20 M/10 cm in glatt rechts als MaPro, und deshalb wird es nun diese (PDF) Mütze. Ich stricke mit 4er Nadeln, obwohl auf der Banderole des Baumwoll-Viskosegarns namens Panda 5 – 6 angegeben ist. Aber für eine Mütze sollte man schon ein wenig enger stricken. Und das war auch der Tipp von der Frau im Rödel-Laden. Die kennt also ihre Garne. Für mich ist das eher ungewohnt, denn normalerweise stricke ich mit der dicksten angegebenen Nadel, oft muss ich sogar noch weiter rauf. Und da es sich um 70 % Bambus und 30 % Baumwolle handelt, sollte man noch eher eng stricken, um nicht dem Leierfaktor dieser Materialien zu sehr Vorschub zu leisten.

Das Muster ist diesmal ein wenig anspruchsvoller, was die ständige Aufmerksamkeit angeht, allerdings nicht wirklich technisch schwieriger als die Alpaka-Mütze. Ich bleibe eben beim Thema Wikinger-Zöpfe.

Mrz 262007
 

sind wir. Wir haben ein langes Wochenende in München verbracht. Donnerstag nach der Schule sind wir los, durch ständiges Schneegestöber (in Köln war noch Regen) bis Garching, wo mein Schwager wohnt, der uns trotz gebrochenen Schlüsselbein aufgenommen hat. Der Freitag war zwei Schulen gewidmet, wo wir Termine mit Lehrern hatten, um mehr über diese Schulen zu erfahren. Außerdem waren wir noch mal in unserer zukünftigen Wohnung, die schon praktisch fertig ist. Die Kinder freuen sich nun ebenso auf unsere neue Behausung wie wir.

Am Samstag waren wir dann ein bisschen einkaufen in München. Dabei haben wir schon mal den ersten Stau mitgemacht (kurz vor dem Frankfurter Ring wurde wegen Bauarbeiten die Autobahn von 3 auf 1 Spur verengt). Dank Navi fanden wir überall gut hin, und haben P&R gemacht, um uns nicht auch noch durch die Innenstadt zu quälen. Das kennt man ja von Köln, dass Samstags die Stadt voll ist. Immerhin war ich bei Rödel und im Geknöpft und Zugenäht. Bei Rödel mussten drei Knäuel Bambuswolle mit, aus denen eine Chemomütze für eine Freundin wird. Weiß nur noch nicht, was für eine. Das ist für dieses Jahr mein erster Kauf. Und bis zum Sommer hoffentlich auch der letzte.

Nachmittags sind wir dann noch zu Besuch bei meinem Onkel gewesen. Das war sehr schön. Ich bin mindestens 30 Jahre nicht bei ihm zuhause zu Besuch gewesen. Getroffen haben wir uns aber zwischendurch schon ab und an.

Und am Sonntag waren wir in der FEG München-Mitte. Das ist eine recht große und aktive Gemeinde im Zentrum, nicht weit von der Wiesn. Ich bin mal gespannt, in welcher Gemeinde wir letztendlich landen. Wir werden uns Gemeinden von mehreren Konfessionen ansehen, da wir in der Hinsicht nicht sofort festlegen lassen wollen.

Auf der Rückfahrt hatten wir klasse Wetter, und kamen entsprechend schnell voran, und die Zeitumstellung ließ uns vor dem Dunkelwerden ankommen. Ach, endlich Frühling und länger hell.

Gestrickt habe ich auch, die psychedelischen Socken sind fertig (gestern, 25.03), müssen allerdings noch vernäht werden, und das nächste Paar (ebenfalls gestern) ist angestrickt. Außerdem ist die Alpaka-Mütze gewachsen, da fehlt nur noch der Abschluss.

 

Angeregt durch diese Anleitung habe ich mir mal das Wikingerbuch geschnappt, und geschaut, was da passen könnte. Da meine MaPro etwas mehr Maschen auf 10 cm ergab (19 M/10 cm), dachte ich, ich könnte auch wesentlich mehr Maschen für den Rand nehmen, aber weit gefehlt. Die Lillbjärs-Borte (S. 88) war mein Ziel, ausgerechnet die hat in der Arbeitsweise eine absolute Ausnahme: Zunahmen auf der Rückseite. Aber viel zu breit war sie eh. Deshalb wurde das Probiersel ganz schnell wieder aufgezogen.

Ich bin dann auf schmalere Borten ausgewichen, möglich waren da etwa S. 15, 19 unten, S. 22 und 23, die Bjärs-Hitches (S. 26-27) oder auch Narrow Lattice (S. 37). Die Wahl fiel dann aber auf die Running Knots auf S. 59. Einmal ist die Breite des Mustersatzes ohne Zunahmen nur 12 Maschen, und damit war die Breite noch günstiger, und ich finde sie durch die einseitige Ausrichtung für eine Mütze klasse. Außerdem ist der Mustersatz schön kurz, so dass man die richtige Länge für die Mütze leichter austüfteln kann. (Weitere mögliche schmale Borten finden sich übringens auf S. 70/71, S. 73 (Ardre) und S. 87 (Freja).) Bei dünnerem Garn kann man sicher auch eine der breiteren Borten benutzen, aber dann muss man sicherlich alles an der Mütze neu berechnen.

Einfach das Muster rechts und links um nochmal je 3 re M. erweitern, und man hat ein passendes Band für eine Mütze. Fünf Mustersätze hatte ich geschafft, aber die letzten beiden hatten eine falsche Verkreuzung, also nochmal ribbeln – das war das Ergebnis von einem Strickabend.

Ansonsten war das Wochenende wie meistens in der letzten Zeit von Umzugsvorbereitungen geprägt: Ausmisten, und Sachen entsorgen. Es macht richtig Laune, sich zu trennen. Es fällt immer einfacher. Und manchmal fragt man sich: “Wofür habe ich *das* eigentlich aufgehoben?” oder “Sowas hat mir mal gefallen?!?”

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