Eine wirklich vollgestopfte Woche war das: Montags hatten Ralf und ich unseren 19. Hochzeitstag, am Dienstag waren wir bei den Wise Guys im Konzert (unser erstes Erlebnis mit der Philharmonie München – leider ist die von der Akkustik nicht so gut wie die Kölner, zumindest nicht in den höheren Rängen. In Köln hört man auf allen Plätzen wirklich gleich gut. In München kommt zumindest oben ein ziemlich höhengefilterter und undeutlicher Sound an – die anderen Plätze kann man nach einem einzigen Konzert natürlich nicht beurteilen). Ich schweife ab. Mittwochs (Gebet und Hauskreis) und donnerstags (Matthäusfrühstück und Bibelstunde) die üblichen Gemeindetermine vormittags und abends, Freitags war es ruhiger, allerdings war mein Mann abends auch noch unterwegs, um eine Freundin von uns beim Erwerb von Hardware zu unterstützen. Samstags war dann Gemeindeversammlung, und am Sonntag waren wir nach dem Gottesdienst bei besagter Freundin zum Essen und Kaffetrinken eingeladen.

Dazu noch ein ganz normaler Arbeitsalltag mit Haushalt (ok, ich gebe zu, der ging diese Woche etwas unter) und Übersetzungen, die lieben Teenies und was sonst eben so ansteht. Kurz gesagt, es war mal wieder keine Zeit zum bloggen. Hoffentlich ist es diese Woche ein wenig ruhiger.

Frust habe ich geschoben, was das Stricken angeht. Nicht nur die Zeit für diese Aktivität war letzte Woche äußerst knapp bemessen, auch habe ich letzten Samstag Bert geribbelt, nachdem er zum zweiten Mal viel zu weit wurde. Sagte ich schon, dass ich eine MaPro gemacht hatte? Und diese dann nicht mit dem übereinstimmte, was ich dann am Pulli gestrickt habe? Beim zweiten Versuch den Pulli ausgemessen und neu berechnet habe? Weniger (ziemlich viel weniger) Maschen angeschlagen hatte? Und ja, die MaPro *war* in der Runde gestrickt, genau wie der Pulli.

Und hier ist Bert vor dem Besuch von Graf Ribbel und danach:

Bert Vor dem Ribbeln

Und nachher

Das Knäuel ist übrigens riesig, auf dem Innenleben einer Küchenrolle entstanden (das Loch in der Mitte ist genau dieser Umfang), und 350 g schwer (= 7 Knäuel). Ich habe die Knäule russich verbunden, und wollte das nicht beim ribbeln wieder auseinanderfriemeln.

Und um diesen Ribbelfrust noch zu toppen war dann auch die zweite Socke der Maria-Socken viel zu schlabberig und zu groß. Die wollte ich dann nämlich als Erfolgserlebnis zwischendurch mal fertigstellen, aber das mit dem “zwischendurch mal” wurde dann nichts. Die zweite Socke war nicht nur größer als die erste, sondern auch 3 cm weiter, und das im entspannten Zustand! Trotz gleicher Maschenzahl.

Irgendwann während der Woche habe ich dann die Socke geribbelt und neu gestrickt. Um dann festzustellen, dass der zweite immer noch zu groß ist, allerdings eher zu lang als zu weit. Wenn man allerdings die erste Socke für Gr. 36-37 strickt und die zweite dann für 39-40, dann muss man sich über ernsthafte Unterschiede nicht wundern. Also Spitze wieder geribbelt und etwas vom Fuß, und dann neue Spitze dran. Das war dann gestern bei besagter Freundin, für die diese Socken ein verspätetes Geburtstagsgeschenk waren. Die Socken sind gleich in ihren Besitz übergegangen, so dass ich kein fertig-Bild habe und nur eine Schätzung über die verbrauchte Garnmenge. Ein Bild von einer fertigen Socke mit angefangener 2. Socke gibt es hier.

Aber immerhin, es ist etwas fertig geworden. Ich glaube, es ist mir dieses Jahr im Februar zum ersten mal gelungen, nichts, aber auch gar nichts fertig zu stellen. Das passiert mir sonst nur im Sommerloch.

In der Zwischenzeit habe ich allerdings noch Claudius angefangen. Das Bert-Garn muss jetzt erst mal zum Schämen in den Stash zurück. Doch, doch, ich werde es noch verstricken und auch sicherlich mit Genuss. Nur bezweifle ich bei dem fortgeschrittenen Jahr jetzt noch den Sinn eines Alpaka-Pullis, der selbst dann, wenn ich nicht wieder ribbeln müsste, sicherlich einige Wochen Strickzeit in Anspruch nehmen wird. Alpaka ist fünfmal so warm wie Schafwolle! Und im April braucht das keiner mehr (hoffe ich mal mit rheinischem Optimismus). Und ich brauche natürlich eine Abwechslung nach all dem Grau.

Claudius wird nun nach Elisabeth Zimmermann gestrickt (seamless yoke sweater), und zwar aus der Trekking hand art in tundra (Fb. 502) und für meinen Mann. Der Pulli wird in der Übergangszeit sicher auch noch hier und da seine Berechtigung haben. Ich stricke mit dreier Nadeln, und mag die Farben sehr – eher gedeckt mit etwas helleren grünen Flecken, die ab und zu aufleuchten. Wenn ich genug gestrickt habe, dass man die Farben gut sehen kann, gibt es auch ein Bildchen. Von dem Garn habe ich bisher noch nicht einmal einen halben 100-g-Strang verstrickt.

Erstes Bild

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Feb 022008
 

von Ansgar:

Ansgar Fertig

Foto mit Inhalt folgt, wenn die Bedingungen mal gut sind. Wer an den technischen Einzelheiten interessiert ist, guckt hier nach.

Jan 302008
 

Gestern habe ich es geschafft, Ansgar fertig zu bekommen. Endlich. Irgendwie zog sich das zuletzt wie Kaugummi. Bilder gibt es, sobald das Wetter mitspielt und der Fotograf zu Uhrzeiten mit Tageslicht anwesend ist.

Die technischen Daten, damit ich nix vergesse:

  • Pulli Ansgar Gr. 38/40 für mich
  • gestrickt aus 433 g Uschi Mode 2000 Microfaser (100 % Polyacryl, LL 130 m/50 g), Fb. 273
  • Mit Rundstricknadeln grau 3 mm, 60 und 80 cm lang
  • Ausgerechnet mit dem Raglanrechner von Franziska, Taillierung und Armabnahmen nach Gefühl (die Armabnahmen stimmen nicht beim Raglanrechner – ich halte mich besser an jede 8. Reihe).
  • Das Garn war sehr angenehm anzufassen, aber nicht so angenehm zu verstricken. Eher auf der störrischen Seite. Den Pulli selbst mag ich wieder sehr.
  • Das Ribbelmonster war zweimal zu Besuch: Zuerst hatten die Zunahmen am Körper nicht ganz funktioniert, und einen Ärmel habe ich zweimal gestrickt, weil die Angaben für die Abnahmen beim RVO-Ärmel für mein Gestrick nicht funktionieren.
  • Angefangen 05.01.2008, fertig gestellt: 29.01.2008
Jan 162008
 

ist hier derzeit abends, ein Termin nach dem anderen, und ich komme kaum zum Stricken, geschweige denn zum bloggen. Am Montag habe ich eine Freundin im KH besucht, und abends hatten wir Besuch. Gestern war Mieterversammlung, heute ist Hauskreis.

Beim Pulli habe ich jetzt den Körper fertig, und der erste Ärmel ist in Arbeit. Ich merke, wie wenig ich feststricken noch mag. Hier ist es leider nötig.

Ein Bildchen gibt es aber noch – die ersten Socken in diesem Jahr:

Socken 1/2008

Socken 01/2008

Technische Daten:

  • Pubertier-Socken 1/2008 für meinen Sohn Gr. 43
  • fest gestrickt aus 72 g eines Schoeller&Stahl-Garns (Banderole verloren)
  • auf einer Rundstricknadel 3 mm, 80 cm lang (28 M/10 cm)
  • in Wunderschlingentechnik, nach meinem Standard-Sockenrezept
  • angefangen: 08.11.2007, fertig gestellt: 13.01.08

Die waren am Sonntag fertig, und am Montag (14.01) habe ich die Maria-Socken angefangen. Diesmal stricke ich locker, und ich musste bis auf Nadelstärke 2 zurück, um auf immerhin 29 M auf 10 cm zu kommen. Mit 2,5 hatte ich nur 26 M, und das ist mir dann doch für Socken zu locker.

Jan 072008
 

fiel im Praxistest durch, denn er war etwas zu kurz geraten. Da ich noch etliches an Garn hatte, war dem leicht abzuhelfen. Das habe ich schnell am Samstag erledigt. Jetzt ist es fast ein Pulli, aber genießt die volle Zufriedenheit des besten aller Ehemänner.

Die Änderung war ganz leicht: eine dünne Nadel unterhalb der 1/1-Rippen in jede Masche gezogen, aufgeribbelt, und weitergestrickt. Weil der Bund immer umklappte, habe ich noch etwas geändert: Die Rippen waren ursprünglich mit Nadelstärke 3,5 mm gestrickt. Jetzt sind sie mit einer Nadel Nr. 3 gestrickt, also 1 mm dünner als im normalen Teil. Außerdem habe ich nicht jeweils die 9. und 10. Masche vor dem Bündchen zusammengestrickt, sondern die 8. und 9. Damit ist die Tendenz zum Umklappen des Bündchens gegen null gesunken.

So sah der Schulterwärmer vor der Verlängerung aus:

Schulterwärmer

Und so nachher:

Schulterwaermer nach Verlängerung

Das Teil habe ich mit dem Raglanrechner von Franziska berechnet, den ich wärmstens empfehlen kann. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ging ganz schnell. Angefangen am 1., fertig am 5., und dabei am 2. und 3 wegen der Geburtstage nur wenig dran gestrickt.

Das ist jetzt das zweite Projekt, das ich lockerer gestrickt habe, und ich merke, dass es meinen Handgelenken wesentlich besser tut, so zu stricken. Es ist nicht hundert Prozent regelmäßig, aber es macht mehr Spaß. Und das mit dem Regelmäßigen wird einfach durch Übung kommen.

Noch eine Anekdote am Rande: Das Garn sollte laut Banderole mit Nadel 3 – 3,5 verstrickt werden, und zwar mit 26 M (!) auf 10 cm. Das wäre wirklich ein Brett geworden. Ich hatte nur zwischen 17 und 18 M auf 10 cm. Und das war noch nicht labberig oder so.

Hier noch die technischen Daten:

  • Schulterwärmer Gr. 50 für den besten aller Ehemänner
  • gestrickt aus 212 g beigemelierter Rödel Universal Wolle (100 % Schurwolle Superwash, LL 135 m/50 g), Fb. Nr. 1655, Partie 27 – ein Garn, das Anfang der 90iger Jahre gekauft worden sein muss, oder früher, denn in der Adresse auf der Banderole ist noch eine vierstellige Postleitzahl (Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen Mitte 1993). Stammt aus dem Geschenk von Anfang Dezember. Damals war “Universal” noch keine Merino, sondern einfache, aber nicht zu kratzige Wolle.
  • Rundnadel 4 mm Bambus, 80 cm lang von Addi
  • Rundnadel 3 mm graues Metall, 80 cm lang, wahrscheinlich Prym, für die Bündchen
  • im glatt rechten Teil 17-18 M auf 10 cm
  • ausgerechnet und gestrickt nach dem Raglanrechner von Franziska.
  • Angefangen: 01.01.2008; fertig gestellt 05.01.2008.
 

vom Urwaldtuch sind noch nachzureichen. Hier erstmal in Aktion:

Urwald

Hier noch eher gespannt:

Urwald pinned

Etwas näher bitte:

Urwald

Und ganz entspannt auf der Couch:

Urwald

Wer noch nicht genug Fotos gesehen hat, kann bei Flickr nachgucken, oder bei Ravelry (mein Name dort ist gertatter). Die technischen Daten und ein paar Anmerkungen findet ihr hier.

 

hat ein Ende, und ich kann (außer Schoggi) kein gutes Essen mehr sehen. Für uns standen nicht nur die üblichen Feiertage an, sondern wir haben nach Neujahr gleich unsere Geburtstage gefeiert. Am 2. (mein Geburtstag) hatten wir Freunde eingeladen zu einem gemütlichen Abend mit (selbstgemachtem) Büffet, und in den 3. reingefeiert (Geburtstag vom besten aller Ehemänner).

An Weihnachten hatten wir eine liebe Freundin zu Gast, am 1. Feiertag haben wir uns ausgeruht, am 2. Feiertag waren wir bei Freunden aus unserer Gemeinde eingeladen. Am 27. kam uns mein Onkel und meine Tante besuchen, die unsere Wohnung noch nicht gesehen hatten. Am 28. kam die Freundin meines Sohnes aus Köln und wollte meine Spaghetti mit Tomatensauce probieren, von denen mein Sohn so schwärmt. Und am 29. war dann eine Freundin von unserer Tochter ebenfalls aus Köln zu Besuch. Es riss also nicht ab. Zwischendurch Einkaufsmarathon für die nächsten Feiertage, und dann kam Silvester.

Wir haben nach dem Gottesdienst mit lieben Nachbarn gefeiert, die uns zum Essen eingeladen hatten und anschließend haben wir gemeinsam die Aussicht über das Münchener Feuerwerk aus unserem 13. Stock genossen. Wirklich beeindruckend. An Neujahr war dann Pause, und dann ging es mit den Geburtstagen weiter.

Dieser Bericht soll die relative Funkstille hier erklären, und warum ich das Projekt, das ich heute schon fertig habe, nicht vorgestellt habe, noch sonst von meinen Strickereien berichtet habe.

Am 1.1. habe ich nämlich einen Schulterwärmer begonnen, der heute fertig wurde, nach dem Männe heftigst verlangte und den seine mitleidige Frau gerne dazwischengeschoben hat. Dank der großzügigen Spende von Freunden war auch ein geeignetes Garn im Vorrat.

Außerdem habe ich endlich mal wieder an meinen Trachtenstrümpfen rumgestrickselt, die mal langsam fertig werden sollten. Das geht aber immer nur im wachem Zustand ohne Ablenkungen, weil das Muster und die Wadenabnahmen (die ich zugleich notiere) die volle Aufmerksamkeit erfordern. Dann kam eben jener Hilferuf meines Mannes, und so hatte ich die letzten Tage, wo ich eher nicht wach beim stricken war, ein passendes Projekt. Jetzt wird es aber wenigstens etwas weniger stressig, denn jetzt fehlt den Trachtenstrümpfen nur noch ein kurzes gerades Stück Schaft und der Fuß. Hoffentlich sind die bald komplett!

Am 3. waren wir dann nach dem Ausschlafen noch shoppen, und neben Klamotten, die gebraucht wurden, haben es auch vier kleine Knäuelchen Wolle in meinen Vorrat geschafft: 100 g Sockenwolle in einer Farbe, die ich zwar mittlerweile in meiner Garderobe, aber gar nicht im Sockenwollvorrat habe, außerdem zwei Knäuelchen für Handschuhe, die zur Fake Isle Mütze und dem Stained Glass Schal passen sollen.

Damit bin ich natürlich gleich im Minus, und auch der Schulterwärmer wird mich nicht rausreißen, denn der wiegt nur 138 Gramm. Ich habe heute fast non-stop daran gearbeitet, und es hat auch viel Spaß gemacht.

Das Urwaldtuch

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Jan 012008
 

ist aufgespannt. Es muss zwar noch von den Nadeln runter, außerdem müssen noch Fäden vernäht werden, aber ich schreibe jetzt doch schon einmal die technischen Daten und ein paar Anmerkungen auf:

  • Urwald Tuch für mich
  • Größe 175 x 70 cm (aufgespannt)
  • gestrickt aus 186 g Zwerger Opal Handgefärbt (Sockenwolle) in Grüntönen
  • mit Addi Bambus Rundstricknadel 4 mm, 80 cm lang
  • nach dem Muster Woodland Shawl von Nikol Lohr. Geringfügige Veränderungen, um ein größeres Tuch zu bekommen.
  • Angefangen: 18.12.07, fertig gestrickt: 30.12.07
  • geschätzte Strickzeit: 23 Stunden.

Das Tuch hat sich sehr einfach gestrickt, das Muster war nach 1/2 Mustersatz im Kopf. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Teil mal am Stück zu stricken, ohne groß andere Projekte zwischendurch zu haben. Fast suchterzeugend. Es war nach ein paar Wiederholungen des Rapports möglich, das Muster auch beim Fernsehen zu stricken, wobei ich nicht so häufig hingucken konnte wie bei einem einfachen Projekt. Aber für etwas anspruchslosere Sendungen reicht das vollkommen.

Der Schluss des Musters ist ein weiterer halber Mustersatz, bei dem die letzte Reihe (Rückreihe) in 1/1 Rippen gestrickt wird. Dann noch eine weitere Rippenreihe, danach wird locker abgekettet. Ich finde es besser, wenn man mit einem halben Mustersatz endet, und dann die Abschluss-Sequenz strickt, dann hat man als Abschluss an den Längsseiten ganze Blätter.

Sehr schön an diesem Muster finde ich die geschwungenen Ränder, ohne halbe Mustersätze. Das gibt dem Tuch das gewisse Etwas.

Geschafft!

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Dez 302007
 

Hier nun die offizielle Meldung:

Wie wir soeben erfahren haben, ist vor wenigen Minuten der Urwaldschal von Frau Eichler fertig geworden. Er harrt noch ohne Spannung seiner Ausarbeitung am morgigen Tage.

Und ich dachte, das wird dieses Jahr nix mehr. Juchuu… etliche Grämmchen für die Statistik!

die fertigen

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Dez 222007
 

Trekking-100-Socken hatte ich euch noch nicht gezeigt:

Treffking100 finished

Die technischen Daten dazu sind hier.

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