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Apr 302007
 

für die Antworten zum letzten Eintrag. Leica weist mich darauf hin, dass das Muster mit den River Rapids von Sockbug übereinstimmt.

Ja, das ist das gleiche Muster, bei Thirassia sind nur zwei linke M mehr zwischen den Mustersätzen. Und in dem Buch “Bäuerliches Stricken” habe ich noch eine Version gefunden, das einen längeren und breiteren Mustersatz hat, aber nach dem gleichen Prinzip arbeitet. Da hat das eigentliche Muster ohne Linksmaschen 10 M Breite statt der 6 bei River Rapids und Thirassia. Ich bin mir sicher, wenn ich danach suche, finde ich auch die schmalere Version noch in einem meiner Musterbücher. Es gibt eben selten etwas wirklich Neues beim Stricken. Trotzdem wird man auf das Potential von manchen Mustern erst durch solche Anleitungen aufmerksam.

Ich finde es immer wieder spannend, wenn man verschiedene Versionen miteinander vergleicht. Hier haben wir ein gutes Beispiel dafür, wie man ein Muster leicht auf verschiedene Maschenzahlen anpassen kann. Für mich ist zum Beispiel die Thirassia-Variante sinnvoller, da ich die Socken in meiner und ähnlichen Damengrößen (für Männer finde ich das Muster nicht ganz passend) eher mit 60 M (also teilbar durch 10) stricke als mit 64 (teilbar durch 8). Aber auch die breite Version ist interessant: Wenn man dickere Sockenwolle hat oder kleinere Größen und mit 48 M arbeitet (teilbar durch 12), dann passt diese Variante.

 

gibt es bei mir wieder: Einmal war ja Stricktreffen bei Daniela, und es war wieder schön voll, und ich habe es sehr genossen. Das letzte Stricktreffen habe ich Ende Dezember mitgemacht, und bei Daniela war ich seit Anfang Januar nicht mehr.

Und ich bin auch diesmal nicht ohne neue Wolle aus dem Laden ‘rausgekommen, 2 Knäuel Calmer von Rowan mussten mit. Die sind für eine weitere Chemomütze, die ich stricken will, und zwar für meine Freundin, die auch schon die Sonnenschein-Mütze bekommen hat. Da es ja jetzt eher wärmer wird, ist Baumwolle angesagt, möglichst schön weich, und das Garn erfüllt die Kritierien. Beim Preis habe ich etwas geschluckt, aber das ist ja bei Rowan nicht unbedingt ungewöhnlich. Außerdem habe ich bei Daniela auch noch 3 Nadelspiele gekauft, und zwar in Zwischengrößen (2,75, 3,25 und 3,75) und zwar von Clover. Da ich Clover-Nadeln liebe, und diese Stärken noch nicht habe, ist das schon sinnvoll.

Dann habe ich noch gestern bei Maxus ein sehr schönes Heft entdeckt, und zwar ein Anna Sonderheft Strickmuster (Folge 2). Die Folge 1 war letztes Jahr erschienen. Die diesjährige Ausgabe hat wieder eine schöne Vielfalt, etliches, was ich noch nicht in anderen Publikationen habe. Es sind auch viele Jaquard-Muster dabei. Was fehlt sind Hebemaschen- und Patentmuster. Aber dafür gibt es eine Abteilung mit Noppenmustern, und dann Rechts-Links-, Loch- und Zopfmuster. Es gibt auch einige gewellte Kanten, die dann in ein Lochmuster übergehen. Als Besonderheit gibt es dann kunstgestrickte Randspitzen, so dass man auch für die Tuchkonstruktion etwas hat. Burda scheint den derzeitigen Tuchwahn zu verpassen, denn die Spitzen sind alle in dünnem Baumwollgarn gearbeitet. An Anleitungen gibt es einige Pullis, Kissen und ein schmales Strickgardinchen. Da hätte ich vielleicht sogar die Idee, die für unsere neue Wohnung zu stricken, sogar in Baumwolle. Mal schaun.

Dann habe ich gestern noch die Garmisch-Mütze (PDF) fertig gestrickt. Ich muss sagen, ein sehr schönes Muster. Wer Lavold-Zöfpe liebt und auch schon gestrickt hat, kann sich daranwagen. Es sind in der Beschreibung leider einige Fehler drin. Einer geht darauf zurück, dass die Autorin wohl die Anleitung für die Abnahmen (wenn ein Zopfteil zuende ist) nicht auf das Rundenstricken umgestellt hat. Bei den Abnahmen wird die zweite Abnahme angeblich genauso gestrickt wie die erste. Stimmt aber nicht, da muss links zusammengestrickt werden. Zweitens werden die Zunahmen nicht richtig beschrieben, da muss man schon das Lavold-Buch haben. Es wird nämlich nicht unterschieden, dass es eine rechts und eine links gerichtete Zunahme gibt. Noch ein Nachteil des Musters: Es hat durch das Rundstricken im Verhältnis recht viele linke Maschen. Zum Glück stört mich das nicht besonders. Aber letztlich arbeite ich Zopfmuster doch am liebsten in Reihen statt in Runden.

Ansonsten war das Garn, nämlich Panda von Wolle Rödel, nicht so klasse. Erstens war es ein 18-fädiges zusammengedrehtes Garn. Das ließ sich leider recht gerne mit der Nadel teilen, insbesondere natürlich bei den Verkreuzungen. Für andere Muster ist es vielleicht besser geeignet. Außerdem war in einem Knäuel ein Teilfaden an mehreren Stellen angeknotet. Und so zwei Meter oder so waren völlig unbrauchbar, weil da der Faden teilweise durchgeschnitten war. Das fand ich nun nicht so witzig. Ansonsten ist dieses Garn sehr unelastisch (bei der Mischung kein Wunder, 70 % Bambus-Viskose, 30 % Baumwolle, 90 m LL/50 g). Dadurch ist natürlich das Stricken insgesamt eher anstrengend. Insgesamt kam nicht so rechte Begeisterung für das Garn auf. Die Farbe allerdings ist sehr schön, ein richtig kräftiges Ultramarin.

Ja, und dann habe ich gestern gleich noch das neue Garn angestrickt. Ich arbeite Shedir, eine Mütze, die in der Sonderausgabe der Knitty enthalten ist. Calmer ist das angegebene Garn, und ich mag es sehr. Und in diesem Fall lohnt es sich auch, das Origialgarn zu verarbeiten. Es ist sehr schön weich, aber vor allem für ein Baumwoll-Acryl-Gemisch sehr dehnbar. Ich hatte zuerst den Eindruck, es müsste Elastan oder sowas drin sein. Ist aber nicht. Das Garn besteht aus 2 “gehäkelten” Fäden, teilt sich aber nicht so leicht wie Panda. Insgesamt merkt man (bis auf den Knoten, den ich schon wenige Meter nach dem Anstricken des Knäuels fand), dass es ein qualitätsmäßig sehr gutes Garn ist. Sehr angenehm zu stricken. Die Angabe über die Nadelstärke stimmt jedoch überhaupt nicht. Aber das scheint im Angelsächsischen Raum eine Krankheit zu sein, dass man die größte nur mögliche Nadelstärke angibt. Bei deutschen Garnen muss ich meist die größere angegebene Nadelstärke nehmen (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber bei Rowan bin ich immerhin 1,5 mm drunter geblieben. Leider bin ich mir noch nicht sicher, ob ich auch die richtig MaPro habe, weil die Mütze die MaPro ist. Mir gefällt jedenfalls, wie das Gestrick herauskommt.

 

Angeregt durch diese Anleitung habe ich mir mal das Wikingerbuch geschnappt, und geschaut, was da passen könnte. Da meine MaPro etwas mehr Maschen auf 10 cm ergab (19 M/10 cm), dachte ich, ich könnte auch wesentlich mehr Maschen für den Rand nehmen, aber weit gefehlt. Die Lillbjärs-Borte (S. 88) war mein Ziel, ausgerechnet die hat in der Arbeitsweise eine absolute Ausnahme: Zunahmen auf der Rückseite. Aber viel zu breit war sie eh. Deshalb wurde das Probiersel ganz schnell wieder aufgezogen.

Ich bin dann auf schmalere Borten ausgewichen, möglich waren da etwa S. 15, 19 unten, S. 22 und 23, die Bjärs-Hitches (S. 26-27) oder auch Narrow Lattice (S. 37). Die Wahl fiel dann aber auf die Running Knots auf S. 59. Einmal ist die Breite des Mustersatzes ohne Zunahmen nur 12 Maschen, und damit war die Breite noch günstiger, und ich finde sie durch die einseitige Ausrichtung für eine Mütze klasse. Außerdem ist der Mustersatz schön kurz, so dass man die richtige Länge für die Mütze leichter austüfteln kann. (Weitere mögliche schmale Borten finden sich übringens auf S. 70/71, S. 73 (Ardre) und S. 87 (Freja).) Bei dünnerem Garn kann man sicher auch eine der breiteren Borten benutzen, aber dann muss man sicherlich alles an der Mütze neu berechnen.

Einfach das Muster rechts und links um nochmal je 3 re M. erweitern, und man hat ein passendes Band für eine Mütze. Fünf Mustersätze hatte ich geschafft, aber die letzten beiden hatten eine falsche Verkreuzung, also nochmal ribbeln – das war das Ergebnis von einem Strickabend.

Ansonsten war das Wochenende wie meistens in der letzten Zeit von Umzugsvorbereitungen geprägt: Ausmisten, und Sachen entsorgen. Es macht richtig Laune, sich zu trennen. Es fällt immer einfacher. Und manchmal fragt man sich: “Wofür habe ich *das* eigentlich aufgehoben?” oder “Sowas hat mir mal gefallen?!?”

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Dez 152006
 

ist gestern im gleichen Paket angekommen, diesmal waren es aber wieder Strickbücher. Nancy Bush’s Knitting Vintage Socks. Ein sehr schönes Buch, und allein der historische Teil ist wieder sehr schön. Es ist zwar schön, neue Muster zu bekommen, aber die bekomme ich zur Not auch im Internet. Aber wenn das alles dann sehr schön mit Historie, mit Techniken etc. aufbereitet ist, wie in diesem Buch, dann ist das schon was anderes als eine Reihe Ausdrucke aus dem Internet.

Das zweite war der Knitting-A-Pattern-A-Day-Calendar. Es ist schon fast erschlagend, wie viele Muster das sind. Sehr nett finde ich einen Afghan, für den es jeden Monat einen besonderen Block zum Stricken gibt, dazu einen neutralen Block, um Lücken zu füllen, falls man nicht nur eine Babydecke machen will. Aber auch ansonsten gibt es von allem etwas – vom Pulli bis zur Ansteckblume, aus Wolle und anderen Naturfasern, Syntetics und sogar Draht.

 

ist das Buch Heirloom Knitting von Sharon Miller, die übrigens eine super Seite zum Thema Shetland Lace Knitting hat. Ein richtiges Standard-Werk, das auch in das Herz der Entwerferin blicken lässt. Es gibt für alle Fähigkeiten etwas, das man nachstricken kann. Wer rechte und linke Maschen beherrscht, dazu noch rechts und links gerichtete Abnahmen, der sollte mit dem Buch zurecht kommen. Es gibt genug Muster, bei denen nur jede zweite Reihe mustert, aber auch für Freaks ist gesorgt – es wird zum Schluss ganz schön anspruchsvoll.

Das Buch ist mit fast 300 Seiten randvoll von Information, die auch gut aufbereitet ist. Alle Muster sind über ein alphabetisches Register schnell zu finden, auch im Register ist der Schwierigkeitsgrad vermerkt. Es gibt Historisches, eine Einführung in die Stricktechniken und ins Strickschrift-Lesen, Hinweise für Anfänger, wo man mit seinen Künsten anfangen sollte, und vieles, vieles mehr. Dazu 113 Strickmuster und 8 ausgeführte Anleitungen, darunter ein wirklich traumhaftes Taufkleidchen (mit fünf Sternen den geübten Spitzenstrickerinnen gewidmet).

Ich weiß, dass schon viele von diesem Buch geschwärmt haben (was mich überhaupt dazu gebracht hat, es zu kaufen), aber ich bin einfach begeistert.

Das einzige Negative, das ich von diesem Buch sagen kann, ist die Tatsache, dass das Layout manchmal ein wenig stümperhaft ist: Text fließt unter die Bilder und darunter erst die Bildunterschrift, oder die elend langen Zeilen (wenn man ein Lexikon-Format mit so kleinen Buchstaben füllt, sollte man doch auf zweispaltigen Satz umschwenken), die das Lesen manchmal sehr anstrengend machen. Da hätte ich doch bei dem Preis ein professionelles Layout bevorzugt.

Apropos Preis: Den besten Preis habe ich bei aa-Books über Amazon bekommen.

 

haben mir die Restesocken gegeben. Und zwar auf vergnüglichste Weise. Es macht einfach Spaß, mal wieder eine neue Technik auszuprobieren. Das Entrelac-Stricken ist für mich sowas neues, auch wenn man Pullis mit dem Muster schon in den wilden 80ern gestrickt hat. Ich habe jetzt noch eins draufgesetzt, denn ich stricke jetzt nur noch rechte Maschen, und zwar nicht nur von rechts nach links, sondern für die Rückreihen von links nach rechts. Wer wissen möchte, wie diese Art des Strickens geht, kann hier nachsehen. Ich brauche also nicht alle 5 Maschen alles zu wenden – viel zu viel Aufwand. Am Anfang rauchte mir ziemlich der Kopf, aber jetzt ist es schon gewohnter und macht mehr Spaß als mit der ständigen Wenderei. Außerdem werden die Randmaschen wesentlich weniger gedehnt und damit gleichmäßiger.

Und hier jetzt ein erster Blick, denn so langsam kann man erkennen, wo’s hingeht:

Ich finde, ich hätte noch etwas kontrastigere Garne nehmen sollen, aber ich bin gespannt, wie es aussieht, wenn noch mehr Reihen fertig sind. So ist es fast schon ein Farbverlauf. Wie man sieht, ist von dem Zickensocken-Knäuel einiges übriggeblieben, und auch die ersten beiden Musterreihen sind in dem Garn. Da habe ich noch genug mit Entrelac zu tun gehabt, als dass ich auch noch Farben gewechselt hätte. Natürlich wird der zweite gegengleich!

Jedenfalls macht das alles sehr viel Spaß, und Reste verschwinden auch noch. Ich danke der Erfinderin des Restesocken-Knitalongs!

Noch etwas zum Entrelac-Muster: Das ist ein Muster, das am besten mit kleinem Rapport funktioniert. Je größer man die Felder macht, desto größer wird auch die Diskrepanz der Seitenverhältnisse der Quadrate. Nur die große Dehnbarkeit von Gestricktem lässt dieses Muster überhaupt zu. Es werden nämlich für jedes Kästchen immer doppelt so viele Reihen gestrickt, wie Maschen pro Gruppe sind. Doch jeder weiß, dass das Verhältnis von aus den Seiten herausgestrickten Maschen bei glatt rechts etwa 4:3 betragen sollte. Bei nur wenigen Maschen ist der Unterschied nicht so auffällig, aber je größer die Maschenzahl wird, desto schlimmer das Missverhältnis. Schön sichtbar ist das im großen Strickmuster-Lexikon von Weltbild (S. 117), wo das Muster in zwei Größen gezeigt ist. Bei der größeren verzieht sich das ganze wesentlich stärker als bei der kleineren.

Korbmuster

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Sep 112006
 

Ganz einfach zu stricken:

R 1 und 3: rechts

R. 2: *1 re, 3 li*

R. 4: 2 li, *1 re, 3li* enden mit 1 li

Als Abschluss nochmal 1 R. re

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