Jan 122008
 

war zu Besuch. Ich hatte gestern die Zunahmen nach der Taille gestrickt, und das waren eindeutig zu wenige. Außerdem hatte ich wohl ein bisschen spät damit angefangen. Also alles wieder aufgemacht, und jetzt geht es in einem anderen Rhytmus wieder an die Zunahmen. Jetzt sind auch die seitlichen Zunahmen in jeder 4. Reihe.

Ich hätte natürlich auch mal messen und rechnen können… Aber ich bin jemand, der gerne nach Augenmaß arbeitet, außer bei der Berechnung des Anschlages. Klappt meist, und ab und zu muss geribbelt werden. Da ich heute recht dösig im Kopf bin, werde ich weiter Pulli stricken. Für Chrysopolis reicht die Konzentration dann doch nicht. Und gestern war das auch nix für mich.

 

von Startitis – schon wieder was angefangen (heute, äh, gestern) und zwar Fake Isle (Mütze) aus der MagKnits. Mit dem Mützengarn, das ich neulich bei Rödel erstanden habe. Dran glauben musste das braune und das bunte Garn. Passt zusammen, wenn auch das Numero Uno einen Tacken dicker ist, bei angeblich gleicher Lauflänge.

Nadeln 4 mm, aber keine Rundnadel. Ich hasse 40 cm kurze Rundnadeln. Da verkrampfen sich meine Hände total. Fast so schlimm wie 10-cm-Nadelspiel. Also habe ich ein 20 cm Nadelspiel genommen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich bei der Wunderschlinge mit Fair Isle zurechtkomme. Und jaa, ich glaube, das wird das erste zweifarbige Stricken, das ich auch mal fertig bekomme. Na, nicht ganz, die Topflappen habe ich ja mit Ach und Krach fertig bekommen. Was mir diesmal geholfen hat? Der “Strickfingerhut Norweger” von Prym. Wenn ihr ihn sehen wollt, Gugl findet ihn. Da ich keinen der zuerst angegebenen Anbieter aus eigener Erfahrung kenne, gibt es keinen Link.

Und es sieht soviel besser aus als alle bisherigen Versuche. Und strickte sich wesentlich entspannter. Ich hatte früher immer sehr viel Probleme damit, die Fadenspannung richtig hinzubekommen. Ich stricke eher fest, und das ist bei Fair Isle der GAU. Der Fingerhut hilft, alles etwas zu entspannen, und die Spannfäden werden regelmäßiger und vor allem lang genug. Ich bin jetzt am Anfang von Strickschrift 2. Es hat mir sogar Spaß gemacht. Meiner Meinung nach könnte alles noch gleichmäßiger sein, aber ich denke, da brauche ich einfach noch mehr Übung.

Den Fingerhut hatte ich bei unserem Besuch im Rheinland im August gekauft. Dann war er länger spurlos verschwunden, bis dann mein lieber Mann ihn aus irgendeinem Gruscht befreit hat (ja, wir haben noch so manche Gruschtecke, die vom Umzug übriggeblieben ist). Dieser Fingerhut war mein letzter Versuch (naja, mein Vorletzter – ich habe aus dem Erbe meiner Mutter noch die andere Version, die bis zu vier Fäden packt, aber aus Plastik ist), Jaquard-Muster zu stricken. Die ganze letzte Woche habe ich dann überlegt, was und wie ich denn das ausprobieren will.

Ich wollte auf keinen Fall einen kleinen Umfang (Socke, Handschuhe), denn ich denke, dass sowas eher schwerer ist (viele Nadelwechsel auf wenig Maschen, wo dann die Spannfäden wieder schnell ungleichmäßig werden, und auch nicht genug Platz zum Ausgleich) als ein größerer Umfang. Da erinnerte ich mich an Elizabeth Zimmermann, die ja als Maschenprobe auch schon mal Mützen strickt (Knitting Almanach). Umfang größer, aber noch kein Pulli, und die passende Wolle ist auch im Stash.

Die andere Überlegung, die mich zu Fair Isle gebracht hat, war folgende: Ich habe am Wochenende eine Mütze (die mintgrüne) aufgehabt, die ich im Frühjahr gestrickt habe. Sie ist aus dickem Garn, natürlich dadurch mit ebenso dicken Löchern. Sobald der Wind geht, nicht wirklich warm. Besser als nix, aber es muss doch auch anders gehen. Vor allem, wenn dann mal *richtig* Winter ist. Und in Erinnerung an die oben genannten Topflappen dachte ich mir, was kalt hält, hält auch warm. Und alle Länder, aus denen die schönen mehrfarbig gestrickten Sachen kommen, sind solche, in denen es sehr kalt wird: Shetland-Inseln, Skandinavien, Baltikum, Anatolien usw. Ich bin gespannt, wie warm diese Mütze halten wird.

Den ersten Anfang (ich wollte erst frei Schnauze stricken) habe ich mit corrugated ribbing gestrickt, und dann auch noch mit einem zweifarbigen Anschlag, rechts und links angeschlagen. Aber nachdem ich dann am Ende einer Nadel zwei Maschen verloren hatte, und die bis zum Anschlag runterliefen (ich war erst in der dritten Reihe) habe ich alles geribbelt, und habe dann überlegt, ob ich das Experiment Fair Isle nicht doch lieber in einer einfacheren Version beginne: Ich war mir sicher, das Internet hat was einfacheres für mich. Und ja, es hat (Link oben). Ich finde, diese Mütze ist wirklich eine gute Einführung ins zweifarbige Stricken. Vielleicht kann ich mich ja doch noch mit Norwegermustern anfreunden.

 

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Der Zopfhandschuh ist wieder geribbelt. Ich wollte Resteverwertung machen, aber das hat nicht so geklappt, wie ich mir das ausgedacht hatte. Denn ich habe schlicht und ergreifend nicht genug gedacht. Und deshalb den zweiten Rest, den ich verarbeiten wollte, nicht gewogen. Bevor ich den zweiten Handschuh angefangen habe, habe ich dran gedacht, den ersten auszuwiegen (30 g), und dann zu schauen, ob von beiden Resten noch genug da war. Vom ersten ja, vom zweiten nein (nur 7 g Rest). Und zwei verschiedene Handschuhe mag ich nicht. Ich heiße nicht Hundertwasser, dem man nachsagt, dass er nie zwei gleiche Strümpfe getragen hat. Und bei Handschuhen fällt das ja auch noch mehr auf. In der Hinsicht bin ich einfach zu konservativ. Ich musste den zweiten Handschuh jedoch auch erst mal anfangen, um einzusehen, dass ich mich mit dem Gedanken, mit ungleichen Handschuhen rumzulaufen, einfach nicht anfreunden kann.

Gibt es eine Chance für das Garn, doch noch zu Handschuhen zu werden? Ich denke schon. Dann aber werden z. B. die Bündchen einfach eine andere Farbe bekommen, und wenn es nötig ist, die Spitze auch noch.

Immerhin weiß ich jetzt, dass das Muster funktioniert, dass ich doch keinen großen Keil (5 M) bei so dicken Handschuhen mag, und dass ich für ein Paar Handschuhe in meiner mittelmäßigen Größe (7) 60 g Garn brauche, wenn ich weiterhin so lange Bündchen stricke (28 Reihen waren sehr viel).

Dafür habe ich jetzt aus zwei größeren Resten ein Paar Handschuhe angefangen, und der Anfang gefällt mir außerordentlich gut:

Magma Mittens

Das eine Garn ist der Rest meines Magma-Stranges von Kirsten, das andere der Rest der psychedelischen Socken, Schoeller & Stahl Alround Colori Fb. 17. Alle Maschen sind auf drei Nadeln verteilt, einmal passt das besser zum Muster, und außerdem sind es ja nur 36 Maschen, da lohnen sich vier Nadeln gar nicht. Das orangene ist übrigens ein Maschenraffer von Clover.

Und was haben Flechten mit Stricken zu tun (ich meine hier nicht Haarflechten oder sonstige Zöpfe, sondern die Pflanzen)? Nunja, ich stricke ja die Lichen Ribbed Socks von Nancy Bush aus dem Buch Knitting Vintage Socks, und lichen ist das englische Wort für Flechten. Diese Socken sehen recht harmlos aus, aber da sie eine mir neue Ferse und Spitze verwenden, sind sie doch sehr interessant. Gestern auf der Fahrt zur Geburtstagsfeier meines Schwagers und zurück habe ich am eher langweiligen Schaft gestrickt, und heute morgen dann die Ferse in Angriff genommen. Hier ist sie:

Lichen Ribbed Socks

Da ich aber immer gleich die volle Dröhnung brauche, habe ich mich nicht darauf beschränkt, einfach brav die Socke so abzustricken, wie sie aufgeschrieben ist. Ich will (muss) ja schließlich auch noch meine Familie mit passenden Socken versorgen, und da ist mein im Moment mein Sohn dran, der eine andere Maschenzahl braucht, als im Muster angegeben. Da Nancy Bush die Anleitungen zum Glück nicht nur in konkreten Maschenzahlen geschrieben hat, sondern alle auch vorne im Einleitungsteil nochmal allgemein formuliert hat, so dass man sie auf alle (oder viele) Sockengrößen anpassen kann, war das nicht soo schwer.

Allerdings war das nicht die einzige Änderung, sondern da das Paar ja ein Mitnahmeprojekt ist, stricke ich nicht mit dem Nadelspiel, sondern in der Wunderschlingentechnik. Und so musste ich da auch umdenken. Das hat zwar nicht zur Katastrophe, aber doch zu einigen Fehlern geführt. Außerdem gibt es das eine oder andere noch zu meckern an dieser Art die Ferse zu stricken, was ich bei der nächsten Socke vermeiden sollte.

Einmal ist jetzt das Rippenmuster auf dem Rist nicht mittig gelandet, sondern etwas verrutscht. Das war nicht Nancys Schuld, sondern meine, denn ich habe bei der Umsetzung der Anleitung auf die Wunderschlinge einen Denkfehler gemacht. Beim nächsten Mal weiß ich es besser!

Hier die Ferse nochmal näher:

Lichens Welsh heel

Das nächste, was mich an der Ferse stört, ist die mittig angegebene linke Masche, die beim Tragen der Socken drücken könnte. Sie ist für die Orientierung beim Stricken wichtig, hat aber sonst keine Bedeutung. Ich werde sie auf jeden Fall beim zweiten Socken vermeiden. Zwei Möglichkeiten: entweder ich markiere die M einfach nur durch zwei Marker und stricke sie glatt rechts, oder ich stricke sie statt glatt links (rechte R. links, linke R. rechts) dann lieber kraus (rechte R. rechts, linke R. rechts).

Dann waren die Wendemaschen des Käppchens an einer Seite (rechts) beim Abstricken sehr groß, so dass ich sie verschränkt abgestrickt habe. Auf der anderen Seite reichte es, nach Anleitung zu stricken.

Außerdem werden bei dieser Ferse die Randmaschen abgehoben, was recht große Löcher gibt, wenn man daraus Maschen aufnimmt. Zu Beginn der Fersenwand war das Problem etwas größer, gibt sich also vielleicht mit noch mehr Übung. Ich werde jedoch bei der zweiten Socke diese Randmaschen beim Aufnehmen verschränkt stricken. Außerdem sind diese Randmaschen nicht so schön einfach zu zählen wie die Rippen, die ich sonst am Rand der Fersenwand stricke.

Ungewohnt an der Ferse war, dass sie über eine ungerade Maschenzahl gestrickt wird. Für das 3/1-Muster der Socke ist das aber sehr gut, denn es lässt sich dadurch schön mittig auf dem Rist platzieren (wenn man denn aufpasst und die Anleitung richtig umsetzt).

Ansonsten war die Ferse gut umzusetzen, auch das Umrechnen auf die größere Größe hat funktioniert. Insgesamt habe ich zweimal zwei bis drei Reihen zurückstricken müssen, das finde ich für eine neue Fersenlösung ok.


Frogpond, Nice Colors, and Lichens

I ribbed the first version of a mitten I designed. Wanting to use up some leftover sock yarn, it didn’t work up like I had thought, because I just didn’t think enough. I forgot to weigh the leftovers and guesstimated. One was enough, but the other wasn’t. Before starting out with the second mitten I was at least smart enough to weigh the finished mitten (30 g) and then weigh the leftovers of the leftovers. One was only 7 g, not enough for half a mitten. Now I don’t like different mittens. My name is not Hundertwasser, who is said to never have worn matching socks. And mittens are more visible than socks. In that respect I’m simply too conservative. But I still had to start the second mitten before I found out that I just don’t like the thought of wearing two different mittens.

Is there still a chance for the yarn to become a pair of mittens? I think so. I will just do the ribbing in a different color. If necessary the top will be a different color, too.

At least I learned that the stitch pattern works; that I want a narrower gusset after the thumb opening when using thick yarn; and that I need 60 g of yarn for a pair of medium sized (German size 7) women’s mittens, when I still want to do that much ribbing (28 rows was a bit much).

Instead of this yarn I used two other leftovers to make new mittens, and I really love the start (see photo).

The yarn is a leftover of a Magma hank handdyed by Kirsten, the other one is a leftover of the Psychedelical Socks, made from Schoeller & Stahl Alround Colori col.# 17. All stitches are on three needles (in Germany we usually use 4 needles for the stitches and use the fifth to knit). In this case three needles is better because it fits the pattern better, and there are only 36 stitches, so its not worthwhile to put them on 4 needles. By the way, the orange thingie is a Clover stitch holder.

Most Knitters in English speaking countries know what Lichens have to do with knitting: I’m knitting the Lichen Ribbed Socks from Nancy Bush’s Knitting Vintage Socks. They have a Welsh heel, which I haven’t yet knit before. So they are quite interesting for me, though they look quite innocent. When I went to my BIL’s birthday party yesterday I knit most of the leg, which isn’t too exciting. This morning I knit the heel, which you can see on the photo.

But I’m not content with just knitting a pattern like it’s written, I always need a full challenge. Because I have to do some family knitting, and its my DS’s turn, I needed more stitches than in the pattern. Fortunately Nancy Bush didn’t just give the patterns, but also a version from which you can work the heels and toes on other sitch counts, so this wasn’t too hard.

Indeed this wasn’t the only thing I changed. Since this is a take-along-project, I don’t use DPNs, but a circular needle. And so I had to change the way the stitches were distributed on the needles. This didn’t cause havoc, but lead to some glitches. Other than that there were a few things that I’ll do better in knitting the Welsh heel when knititng the second sock.

First thing was that the ribbing didn’t end up centered on the instep stitches. This wasn’t Nancy’s fault, but mine, because when I transferred the instricktions to Magic Loop I made an error. Next time I’ll know better!

The next photo is a close-up of the heel.

The next thing that I didn’t like was the center stitch of the heel. I’m afraid it might cause blisters. You need it to know where the decreases go, but otherwise there is no structural necessity for it. I will avoid this stitch in the second sock. There is two possibilities for that: Either I can just use a marker before and after the center stitch – and knit it on knit, and purl on purl rows. Or I can knit it in Garter stitch (knit on knit and purl rows).

Then the stitches at the turns (short rows) made holes when being knit, but just on the right side of the decreases, not on the left. I avoided this by knitting through the back lloop. On the other side it was ok to follow the pattern.

The last thing I didn’t like is the slip stitch edge of the heel flap. They make quite big holes when picking up stitches from them. At the beginning of the flap the problem was more visible, so perhaps a bit of exercise will solve the Problem. But I plan to knit the edge stitches through the back loop. Another thing is that the edge stitches are more difficult to count than the garter ribs that I usually do on both sides of the heel flap.

Unusual für me was to knit the heel over an odd number of stitches. This is good for the 3/1-Rib of the sock, though. The odd number helps to center the pattern over the instep stitches (if you aren’t just too dumb like me to tweak the pattern so this really works).

Other than that the heel was easy to execute, also the recalculations for more stitches worked well. All in all there were two times when I had to tink two or three rows which I consider ok for a new heel.

Okt 092007
 

war bei mir zu Besuch: Die Gänseblümchensocken hat es erwischt. So ganz zufrieden war ich mit der Rüsche nicht, und ich hatte gleich noch ein paar Ideen, wie man alles etwas besser machen kann.

Jetzt stricke ich nach Nicky Epstein’s “Knitting on the edge”, wobei ich allerdings zwei ihrer Ideen kombiniere, und auch noch alles fürs Rundenstricken umrechnen muss. Außerdem passe ich den Bund vom Muster her an die Gänseblümchen an. Die gesamte Socke basiert jetzt auf der Zahl 14. Ich liebe Zahlenspielerei beim Handarbeiten. Der Rapport der Rüsche hat 14 Maschen, die Höhe sind 14 Reihen, die Socke wird mit 56 M (= 4 x 14) gestrickt. Nur das Gänseblümchenmuster passt nicht ganz hinein, da muss ich einige Maschen dazumogeln.

Ich bin gespannt, ob mir diese Version zusagt. Gestern bin ich nicht mehr weit gekommen, denn 168 M Anschlag, 12 Bobbeln am Rand und ein später Anfang verhinderten, dass ich über die Reihe 3 hinausgekommen bin. Aber es macht Spaß. Hoffentlich klappt es diesmal.

 

Feuertuch nach Ribbeln

So sieht das Ganze nach dem Ribbeln aus. Nein, ich hatte nicht das Herz, das fertige Tuch zu fotografieren. Ich hatte irgendwie einen Mustersatz (welch hehres Wort für 2 Maschen) zugenommen. Zufällig oder nicht war da auch der Ansatz des nächsten Knäuels. Das musste definitiv geribbelt werden.

Das Knäuel habe ich übrigens auf dem Innenleben einer Küchenrolle gewickelt. Mein Wickler packt nur 100 g, bei dicker Wolle auch nur widerwillig, und das sind mehr als drei 50g-Knäule. Was bin ich froh, dass ich die Rettungsleinen noch drin hatte! Bei diesem Muster hätte ich sonst sicher bis zum Anfang ribbeln müssen.

Eines weiß ich definitiv: Ich werde solche Arbeiten in Zukunft öfter mal auf dem Bett ausbreiten und auf Fehler prüfen. Dann muss ich vielleicht auch nicht mehr so weit zurück beim nächsten mal.

 

Fertig ist diesmal die Alpaka-Mütze. Mit der Mützenlänge habe ich bei dieser Anleitung immer etwas Schwierigkeiten, zumindest für meinen Kopf. Ich musste einmal aufmachen, bis es gepasst hat.

Hier die technischen Daten:

  • Alpaka-Mütze für mich, Größe: ganz normaler Dickschädel (57 cm Kopfumfang, für die, die’s genauer wissen wollen)
  • aus 72 g Alpaka von Schachenmayr (100 % Alpaka, LL 100 m/50 g)
  • Rundnadel 4 mm grau (wahrscheinlich Inox)
  • Ungefähr gestrickt nach dieser Anleitung, der Zopf stammt aus dem Wikinger-Buch von Lavold (S. 59, ich habe die englische Ausgabe). Den Mustersatz 5 x gestrickt. 96 M aus dem Rand aufgenommen, 18,5 cm hochgestrickt (gemessen ab der Reihe li M), dann nach der Anleitung Maschen abgenommen.
  • Anmerkung 1 Die Mütze an sich hat weniger Umfang als mein Kopf, negative Zugabe nennt man das. Sie soll schließlich gut sitzen, was sie auch tut. Außerdem war das Garn mal für was ganz anderes bestimmt, nämlich für einen Teddy. Aber irgendwie wird der nicht.
  • Anmerkung 2 Übrigens wieder mal ein Fall für Untergewicht: 72+21=100???? Nicht wirklich, oder?

  • Anmerkung 3 Diese Anleitung ist für mich die richtige Mischung zwischen interessantem Stricken (der Zopf) und hirnlosem stricken, was ich ab und zu gerne tu, aber nicht zuuu lange.
  • angefangen: 15.03.2007, fertig gestellt: 26.03.2007

Bei Mützen für mich ziele ich immer auf 50 – 52 cm Umfang der Mütze (etwa 10 % weniger als der Kopfumfang). Beim klassischen Garn mit 20 M/10 cm hat man also um die 100 angeschlagene Maschen. Ein paar mehr oder weniger machen nicht viel Unterschied, und so kann man an vorgegebene Muster/Anleitungen anpassen.

Mit Fotos kann’s noch was dauern, zumindest von den aktuellen Sachen, denn die Kamera ist verschwunden. Einfach so. In Luft aufgelöst. Und dabei wär so schönes Licht…. Wird sich schon wieder finden. Fragt sich nur wann.

Angefangen habe ich dann die Chemomütze für meine Freundin U.G. Ich hoffe, diese Mütze ist dann für wärmere Tage geeignet. Ich habe 20 M/10 cm in glatt rechts als MaPro, und deshalb wird es nun diese (PDF) Mütze. Ich stricke mit 4er Nadeln, obwohl auf der Banderole des Baumwoll-Viskosegarns namens Panda 5 – 6 angegeben ist. Aber für eine Mütze sollte man schon ein wenig enger stricken. Und das war auch der Tipp von der Frau im Rödel-Laden. Die kennt also ihre Garne. Für mich ist das eher ungewohnt, denn normalerweise stricke ich mit der dicksten angegebenen Nadel, oft muss ich sogar noch weiter rauf. Und da es sich um 70 % Bambus und 30 % Baumwolle handelt, sollte man noch eher eng stricken, um nicht dem Leierfaktor dieser Materialien zu sehr Vorschub zu leisten.

Das Muster ist diesmal ein wenig anspruchsvoller, was die ständige Aufmerksamkeit angeht, allerdings nicht wirklich technisch schwieriger als die Alpaka-Mütze. Ich bleibe eben beim Thema Wikinger-Zöpfe.

Angetan

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Mrz 132007
 

bin ich von den Arch Shaped Socks. Die deutsche Anleitung gibt es hier. Es gibt sogar einen deutschsprachigen Knitalong samt Blog dazu.

Außerdem hat es weiter geribbelt heute bei mir. Es sind noch zwei UFOs weniger, nämlich eine Tasche, die gefilzt werden sollte, die aber viel zu fest gestrickt war, und ein Schal. Damit habe ich “nur” noch acht unfertige Werke, zu denen allerdings gerade eben noch ein neuntes gekommen ist, weil ich nämlich die schöne dicke Wolle der Tasche jetzt zu einer Mütze verwurste. Nicht, dass ich diesen Winter eine Mütze wirklich gebraucht hätte, bzw. jetzt eine brauchen würde. Aber wann habe ich schonmal das gestrickt, was gebraucht wurde???? Meist stricke ich, wozu ich Lust habe. Und wenn Mütze dran ist, ist Mütze dran, egal welche Jahreszeit. Basta.

Beschluss

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Mrz 132007
 

Ich habe gerade eben geribbelt: Die Wavy-Mütze. Sie hat einfach nicht genug Struktur, sie dehnt sich ins unendliche. Und da ich gerade in Ausmist-Laune bin, beschließe ich, dass diese Mütze auch nicht mehr reaktiviert wird. Die Wolle ist einfach ungeeignet. Also bleibt mein Wavy ohne passende Mütze.

Und dann habe ich beschlossen, dass die Go-Team-Socken ebenfalls geribbelt werden. Ich stricke ungerne Fair-Isle. Das liegt daran, dass ich sehr fest stricke. Ja, man sollte sich umgewöhnen. Mag sein. Im Moment nicht. Dafür habe ich den Kopf nicht frei. Ich finde Norweger-Sachen ausnehmend schön, nicht dass ihr mich missversteht, und bewundere jeden, der sie stricken kann. Und auch die Wavy-Handschuhe werden den Weg allen Ribbelns nehmen, denn ich werde sie sicher nicht fertig stellen. (Ach übrigens, erinnert ihr euch noch daran, dass vor einiger Zeit im Blogland mal nach den ältesten UFOs gefragt wurde? Und in auffallend vielen Fällen handelte es sich um wunderschöne, aber nie fertig gestellte Pullis in Fair-Isle-Technik. Nur so als Anmerkung).

So, das macht dann 3 Ufos weniger. Uff.

Die Ribbeltour

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Jan 252007
 

war heute dran. Fertige Socke, und dann im Zwickel eine verlorene Masche. Also nochmal. Ansonsten habe ich den Katzentreppenschal am letzten Wochenende fertig gestrickt, muss aber noch vernähen. Wenn ich das noch viel länger aufschiebe, dann wird das *nie* was.

Am Wochenende waren wir in München, Wohnung begucken. Toll, toll, toll. Und wir haben sie zu 99 % sicher. Siemens Werkswohnung, Erstbezug, Aussicht vom Küchenfenster aus über den Starnberger See zu den Alpen. Ich freu mich schon auf Fön! (Bin gespannt, was mein Kopf dazu sagen wird, bin ein bisschen wetterfühlig ). Bei Fön wird in München aus der Fernsicht eine Nahsicht.

Im Moment bin ich viel am ausmisten. Heute hatte ich eine Freundin hier, die ihre Examensarbeit bei mir ausgedruckt hat. Hat lange gedauert, bis wir den Computer überredet hatten, das zu drucken, was wir haben wollten. Aber es hat dann doch noch geklappt. Diese Freundin hat gleich einen großen Teil von den Dingen, die ich aussortiert habe, mitgenommen. Sie hat sich riesig gefreut und ich mich auch, weil sie sich so gefreut hat. So ist es mir am liebsten: ich bin froh, weniger Ballast zu haben, andere sind froh über das, was sie geschenkt bekommen.

Ansonsten schmelzen die Wäscheberge, und ich habe allgemein viel Arbeit und zu wenig Zeit zum Stricken. Außerdem lese ich derzeit in meinen neuen Strickbüchern, nämlich den Gossamer Webs (über Orenburg-Tücher), den beiden “Books of Modern Lace Knitting” und dem “Folk Socks” von Nancy Bush. Die sind letzte Woche angekommen, und das Schmökern macht viel Spaß.

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