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Der Zopfhandschuh ist wieder geribbelt. Ich wollte Resteverwertung machen, aber das hat nicht so geklappt, wie ich mir das ausgedacht hatte. Denn ich habe schlicht und ergreifend nicht genug gedacht. Und deshalb den zweiten Rest, den ich verarbeiten wollte, nicht gewogen. Bevor ich den zweiten Handschuh angefangen habe, habe ich dran gedacht, den ersten auszuwiegen (30 g), und dann zu schauen, ob von beiden Resten noch genug da war. Vom ersten ja, vom zweiten nein (nur 7 g Rest). Und zwei verschiedene Handschuhe mag ich nicht. Ich heiße nicht Hundertwasser, dem man nachsagt, dass er nie zwei gleiche Strümpfe getragen hat. Und bei Handschuhen fällt das ja auch noch mehr auf. In der Hinsicht bin ich einfach zu konservativ. Ich musste den zweiten Handschuh jedoch auch erst mal anfangen, um einzusehen, dass ich mich mit dem Gedanken, mit ungleichen Handschuhen rumzulaufen, einfach nicht anfreunden kann.
Gibt es eine Chance für das Garn, doch noch zu Handschuhen zu werden? Ich denke schon. Dann aber werden z. B. die Bündchen einfach eine andere Farbe bekommen, und wenn es nötig ist, die Spitze auch noch.
Immerhin weiß ich jetzt, dass das Muster funktioniert, dass ich doch keinen großen Keil (5 M) bei so dicken Handschuhen mag, und dass ich für ein Paar Handschuhe in meiner mittelmäßigen Größe (7) 60 g Garn brauche, wenn ich weiterhin so lange Bündchen stricke (28 Reihen waren sehr viel).
Dafür habe ich jetzt aus zwei größeren Resten ein Paar Handschuhe angefangen, und der Anfang gefällt mir außerordentlich gut:

Das eine Garn ist der Rest meines Magma-Stranges von Kirsten, das andere der Rest der psychedelischen Socken, Schoeller & Stahl Alround Colori Fb. 17. Alle Maschen sind auf drei Nadeln verteilt, einmal passt das besser zum Muster, und außerdem sind es ja nur 36 Maschen, da lohnen sich vier Nadeln gar nicht. Das orangene ist übrigens ein Maschenraffer von Clover.
Und was haben Flechten mit Stricken zu tun (ich meine hier nicht Haarflechten oder sonstige Zöpfe, sondern die Pflanzen)? Nunja, ich stricke ja die Lichen Ribbed Socks von Nancy Bush aus dem Buch Knitting Vintage Socks, und lichen ist das englische Wort für Flechten. Diese Socken sehen recht harmlos aus, aber da sie eine mir neue Ferse und Spitze verwenden, sind sie doch sehr interessant. Gestern auf der Fahrt zur Geburtstagsfeier meines Schwagers und zurück habe ich am eher langweiligen Schaft gestrickt, und heute morgen dann die Ferse in Angriff genommen. Hier ist sie:

Da ich aber immer gleich die volle Dröhnung brauche, habe ich mich nicht darauf beschränkt, einfach brav die Socke so abzustricken, wie sie aufgeschrieben ist. Ich will (muss) ja schließlich auch noch meine Familie mit passenden Socken versorgen, und da ist mein im Moment mein Sohn dran, der eine andere Maschenzahl braucht, als im Muster angegeben. Da Nancy Bush die Anleitungen zum Glück nicht nur in konkreten Maschenzahlen geschrieben hat, sondern alle auch vorne im Einleitungsteil nochmal allgemein formuliert hat, so dass man sie auf alle (oder viele) Sockengrößen anpassen kann, war das nicht soo schwer.
Allerdings war das nicht die einzige Änderung, sondern da das Paar ja ein Mitnahmeprojekt ist, stricke ich nicht mit dem Nadelspiel, sondern in der Wunderschlingentechnik. Und so musste ich da auch umdenken. Das hat zwar nicht zur Katastrophe, aber doch zu einigen Fehlern geführt. Außerdem gibt es das eine oder andere noch zu meckern an dieser Art die Ferse zu stricken, was ich bei der nächsten Socke vermeiden sollte.
Einmal ist jetzt das Rippenmuster auf dem Rist nicht mittig gelandet, sondern etwas verrutscht. Das war nicht Nancys Schuld, sondern meine, denn ich habe bei der Umsetzung der Anleitung auf die Wunderschlinge einen Denkfehler gemacht. Beim nächsten Mal weiß ich es besser!
Hier die Ferse nochmal näher:

Das nächste, was mich an der Ferse stört, ist die mittig angegebene linke Masche, die beim Tragen der Socken drücken könnte. Sie ist für die Orientierung beim Stricken wichtig, hat aber sonst keine Bedeutung. Ich werde sie auf jeden Fall beim zweiten Socken vermeiden. Zwei Möglichkeiten: entweder ich markiere die M einfach nur durch zwei Marker und stricke sie glatt rechts, oder ich stricke sie statt glatt links (rechte R. links, linke R. rechts) dann lieber kraus (rechte R. rechts, linke R. rechts).
Dann waren die Wendemaschen des Käppchens an einer Seite (rechts) beim Abstricken sehr groß, so dass ich sie verschränkt abgestrickt habe. Auf der anderen Seite reichte es, nach Anleitung zu stricken.
Außerdem werden bei dieser Ferse die Randmaschen abgehoben, was recht große Löcher gibt, wenn man daraus Maschen aufnimmt. Zu Beginn der Fersenwand war das Problem etwas größer, gibt sich also vielleicht mit noch mehr Übung. Ich werde jedoch bei der zweiten Socke diese Randmaschen beim Aufnehmen verschränkt stricken. Außerdem sind diese Randmaschen nicht so schön einfach zu zählen wie die Rippen, die ich sonst am Rand der Fersenwand stricke.
Ungewohnt an der Ferse war, dass sie über eine ungerade Maschenzahl gestrickt wird. Für das 3/1-Muster der Socke ist das aber sehr gut, denn es lässt sich dadurch schön mittig auf dem Rist platzieren (wenn man denn aufpasst und die Anleitung richtig umsetzt).
Ansonsten war die Ferse gut umzusetzen, auch das Umrechnen auf die größere Größe hat funktioniert. Insgesamt habe ich zweimal zwei bis drei Reihen zurückstricken müssen, das finde ich für eine neue Fersenlösung ok.
Frogpond, Nice Colors, and Lichens
I ribbed the first version of a mitten I designed. Wanting to use up some leftover sock yarn, it didn’t work up like I had thought, because I just didn’t think enough. I forgot to weigh the leftovers and guesstimated. One was enough, but the other wasn’t. Before starting out with the second mitten I was at least smart enough to weigh the finished mitten (30 g) and then weigh the leftovers of the leftovers. One was only 7 g, not enough for half a mitten. Now I don’t like different mittens. My name is not Hundertwasser, who is said to never have worn matching socks. And mittens are more visible than socks. In that respect I’m simply too conservative. But I still had to start the second mitten before I found out that I just don’t like the thought of wearing two different mittens.
Is there still a chance for the yarn to become a pair of mittens? I think so. I will just do the ribbing in a different color. If necessary the top will be a different color, too.
At least I learned that the stitch pattern works; that I want a narrower gusset after the thumb opening when using thick yarn; and that I need 60 g of yarn for a pair of medium sized (German size 7) women’s mittens, when I still want to do that much ribbing (28 rows was a bit much).
Instead of this yarn I used two other leftovers to make new mittens, and I really love the start (see photo).
The yarn is a leftover of a Magma hank handdyed by Kirsten, the other one is a leftover of the Psychedelical Socks, made from Schoeller & Stahl Alround Colori col.# 17. All stitches are on three needles (in Germany we usually use 4 needles for the stitches and use the fifth to knit). In this case three needles is better because it fits the pattern better, and there are only 36 stitches, so its not worthwhile to put them on 4 needles. By the way, the orange thingie is a Clover stitch holder.
Most Knitters in English speaking countries know what Lichens have to do with knitting: I’m knitting the Lichen Ribbed Socks from Nancy Bush’s Knitting Vintage Socks. They have a Welsh heel, which I haven’t yet knit before. So they are quite interesting for me, though they look quite innocent. When I went to my BIL’s birthday party yesterday I knit most of the leg, which isn’t too exciting. This morning I knit the heel, which you can see on the photo.
But I’m not content with just knitting a pattern like it’s written, I always need a full challenge. Because I have to do some family knitting, and its my DS’s turn, I needed more stitches than in the pattern. Fortunately Nancy Bush didn’t just give the patterns, but also a version from which you can work the heels and toes on other sitch counts, so this wasn’t too hard.
Indeed this wasn’t the only thing I changed. Since this is a take-along-project, I don’t use DPNs, but a circular needle. And so I had to change the way the stitches were distributed on the needles. This didn’t cause havoc, but lead to some glitches. Other than that there were a few things that I’ll do better in knitting the Welsh heel when knititng the second sock.
First thing was that the ribbing didn’t end up centered on the instep stitches. This wasn’t Nancy’s fault, but mine, because when I transferred the instricktions to Magic Loop I made an error. Next time I’ll know better!
The next photo is a close-up of the heel.
The next thing that I didn’t like was the center stitch of the heel. I’m afraid it might cause blisters. You need it to know where the decreases go, but otherwise there is no structural necessity for it. I will avoid this stitch in the second sock. There is two possibilities for that: Either I can just use a marker before and after the center stitch – and knit it on knit, and purl on purl rows. Or I can knit it in Garter stitch (knit on knit and purl rows).
Then the stitches at the turns (short rows) made holes when being knit, but just on the right side of the decreases, not on the left. I avoided this by knitting through the back lloop. On the other side it was ok to follow the pattern.
The last thing I didn’t like is the slip stitch edge of the heel flap. They make quite big holes when picking up stitches from them. At the beginning of the flap the problem was more visible, so perhaps a bit of exercise will solve the Problem. But I plan to knit the edge stitches through the back loop. Another thing is that the edge stitches are more difficult to count than the garter ribs that I usually do on both sides of the heel flap.
Unusual für me was to knit the heel over an odd number of stitches. This is good for the 3/1-Rib of the sock, though. The odd number helps to center the pattern over the instep stitches (if you aren’t just too dumb like me to tweak the pattern so this really works).
Other than that the heel was easy to execute, also the recalculations for more stitches worked well. All in all there were two times when I had to tink two or three rows which I consider ok for a new heel.