jawoll, und ich schäme mich über-haupt-gar-nicht. Nö. Irgendwie fühlt es sich gut an. Ein Schal ist schon fertig, der andere in Arbeit. Leider noch keine Bilder. Ach ja, und spinnen tu ich auch. Im Moment Shetland im langen Auszug auf dem Traditional, und immer noch kastanienbraune Merino zu Lacegarn auf dem Joy. Das Joy werde ich wohl mit auf Reha nehmen, es geht doch nichts über ein Stündchen Spinnen zur Entspannung.
Yes, I can
Ich spinne mal wieder, und zwar ein schönes Kardenband vom Coburger Fuchsschaf. Und da das so schön luftig und fluffig ist, habe ich mir gedacht, versuchst du doch mal, Richtung langen Auszug zu kommen. Und ja, es geht. Es geht noch nicht sehr schnell (Übung macht die Meisterin) und es geht auch noch nicht so arg gleichmäßig (Übung macht die Meisterin – sagte ich das schon?), aber es geht.
Mittlerweile sind schon sechs Stränge fertig, alle um die 60 g. Gewaschen wird zum Schluss, wenn alle Stränge fertig sind. Noch habe ich ungefähr 1/3 der Gesamtmenge zu spinnen. Gekauft habe ich die Wolle übrigens letztes Jahr auf dem Benediktbeuerner Textilmarkt.
Habe soeben hier eine Kardiermaschine bestellt.
Die Woche
war einfach zu vollgestopft, als dass ich viel Zeit gehabt hätte, ins Internet zu gehen. Gerade eben erst habe ich mein wöchentliches Arbeits-Pensum geschafft, das normalerweise natürlich so berechnet ist, dass ich am Wochenende nichts tun muss. Und damit meine ich natürlich nicht “das bisschen Haushalt.”
Gerade mal geschafft habe ich es, das wenige, das ich strickmäßig in letzter Zeit fertig gestellt habe, mal zu fotografieren. Aber von der Kamera in den PC haben es die Bilder noch nicht geschafft. Ich denke, am Wochenende kann ich mich damit mal ein bisschen beschäftigen und euch daran teilhaben lassen.
Claudius hat einen Ärmel fertig, der zweite ist angeschlagen, und ein, zwei cm sind gestrickt. Eine weitere Gästesocke ist fertig, die wartet aber noch auf ihren Kameraden, bevor sie aufs Bild kommt. Fertig sind auch meine Charade-Socken – immerhin seit Montag, und werden schon getragen.
Und dann habe ich angefangen, meine Space zu spinnen, die schon seit einiger Zeit im Schrank ruht. Ich war es leid mit dem Alpaca. Das dauert einfach ewig, wenn man zwischendurch immer wieder irgendwelche Pflanzenteile rauspulen muss. Es wird zwar weniger durch das Kardieren, aber allen Dreck bekommt man halt nicht raus. Außerdem wollte ich FARBE. Die bietet die Space natürlich ausführlich. Für die, die bis hierhin gelesen haben, jetzt als Belohnung ein Bildchen:
Dieses Garn ist letztes Wochenende und diese Woche entstanden. Und dass die Häufchen so unregelmäßig sind, liegt an der Tatsache, dass dies ein recht altes Rad ist, und der Spinnflügel deshalb keine versetzten Haken hat und man auch durch den Bau des Spinnflügels nicht beliebig die Hakenreihe wählen kann wie beim Joy. Man muss immer die Hakenreihe der Seite nehmen, wo auch das Garn in die Spinnöffnung eintritt. Und da ich nunmal eher fein spinne, fällt das Garn dann oft erst sehr spät in die Zwischenräume, so dass es Platz hat zu kringeln. Soweit ich das sehen kann, wird das aber weiter keine Auswirkungen haben, außer, dass die Spule halt ein wenig unordentlich wirkt.
Vielleicht kann ich am Wochenende schon zwirnen, denn ich werde Navajo-Zwirnen, um die Farben zu erhalten. Also brauche ich nur eine Spule. Das Garn ist wieder sehr dünn. Dreifach und deutlich dünner als Sockenwolle. Ich überlege schon, was man damit anstellen kann. Für Spitze ist es fast nicht weich genug (schon gar nicht für meinen zarten Hals). Evtl. etwas filzen??? Wir werden sehen…
Die letzten Tage
ging alles etwas zähflüssig, zumindest, was das Hobby angeht. Abends war ich oft eher lustlos, etwas zu stricken, bzw. anderweitig beschäftigt. Aber das kenne ich ja schon von mir, dass sicht nach einer größeren Ribbelaktion die Unlust breit macht. Im Moment stricke ich mal wieder an den Charade-Socken herum, aber es geht eher zähflüssig.
Heute sollte ein schöner Tag werden, und so könnte ich sicherlich mal Fotos von den Gästesocken machen. Wenigstens bis in die Kamera sollten die Bilder es schaffen, so dass ich sie die nächsten Tage mal zeigen kann.
Außerdem habe ich abends eher mal gesponnen. Das Traditional ist ein gutes Rad, an das ich mich jetzt so langsam gewöhne. Eine halbe Spule Alpaka habe ich bisher. Leider geht das wie gesagt sehr langsam. Ich kardiere immer zwischendurch, weil ich es langweilig finde, längere Zeit nur zu kardieren. Bis es also einen schönen Strang hier zu sehen gibt, dauert es sicherlich noch etwas.
Ich glaube, dass ich in Zukunft jedoch meine Fasern eher fertig vorbereitet kaufen werde. Natürlich ist es toll, das Tier persönlich zu kennen, von dem die Wolle stammt, aber kardieren mache ich nicht gerne (ich habe nur meine Handkarden). Nur die Aussicht auf ein wunderbar weiches, angenehmes Alpaka-Garn lässt mich derzeit durchhalten.
Ich hoffe ja, dass ich jetzt endlich mal an die UFOs gehe. Das ist immer eine gute Art, die Zeit zwischen den Großprojekten zu nützen. Und vielleicht wird ja auch mal was fertig. Zeit wäre es ja mal.
Zurückmelden
will ich mich mal nach den Ostertagen. Wir hatten einiges an Programm, aber computern stand da eher nicht drauf. Gründonnerstag fing mit dem Gründonnerstags-Gottesdienst am Abend an. Am Karfreitag war um 12 Uhr Brunch bei uns zu Hause (oh, war *das* lecker und gemütlich), und um 15 Uhr Gottesdienst, danach nur noch abhängen. Am Samstag war außer der üblichen Einkaufstour noch eine Einladung zu einem (klasse) Abendessen. Sonntag sind wir mit einem Teil unserer Gemeinde morgens um 6 zu einer Osterandacht auf dem Olympia-Berg gewesen (uhhh, war das kalt – ein ganz gleichmäßiger, nicht sehr starker Wind ließ die gefühlte Temperatur (echte muss etwas unter Null gewesen sein) in den Keller sacken), anschließend zum Osterfrühstück in den Gemeinderäumen. Danach waren wir ein wenig wandern (südliche Isarauen von der Thalkirchener Brücke aus). Und gestern haben wir eine Freundin besucht zu einem Arbeitseinsatz – helfen beim Umräumen und Aussortieren. Wir haben umgeräumt, sie aussortiert. Zwischendurch waren wir beim Italiener (Mjam), und abends haben wir es uns dann bei uns zusammen mit derselben Freundin gemütlich gemacht – stricken, ratschen, etc.
Tja, und seit gestern habe ich ein Ashford Traditional, gekauft von eben jener Freundin. Es ist schon etwas älter, mit einfädigem Antrieb. Probegesponnen ist es schon, allerdings muss ich noch eine Sitzgelegenheit suchen, die zu dem Spinnrad passt, dazu eine Spinnposition, die ebenfalls passt. Naja, die übliche Einarbeitung. Zum Probespinnen habe ich ein bisschen von meinem Alpaka genommen.
Und Claudius ist auch kräftig gewachsen. Ich bin jetzt nach der ersten Abnahme der Schulterpasse. Das hört sich nicht nach allzuviel an, ist es aber. Denn zwischendurch war noch Graf Ribbel zu Besuch! Ich habe ungefähr auf der Hälfte der Schulterpasse entdeckt, dass ich einen Ärmel verkehrt herum eingehängt habe. Nicht so prickelnd, wenn die Abnahmen auf der Außenseite liegen. Also alles (so ca. 300 M in der Runde) marsch marsch zurück, den Ärmel richtig eingehängt (das war ziemlich viel Aufwand). Jetzt bin ich schon einiges weiter als ich vor dem Ribbeln war, und hoffe ganz sacht, dass ich dieses Teil noch diese Woche beenden kann.
Die Spinnfrage
habe ich noch gar nicht beantwortet. Ehe die neue kommt, heute die alte (vom 26. Januar 2008):
Gibt es eine Faser, die Du bisher noch nicht versponnen hast, aber die Du zu gerne einmal ausprobieren möchtest?
Es gibt ganz viele Fasern, die ich noch nicht versponnen habe, die sogar in kleinen Mengen in meinem Stash sind: Leinen (hab ich mal mit der Spindel probiert, ist aber arg lange her), Ramie, und noch einige andere, da müsste ich mal graben gehen. Aber ich scheine in dieser Hinsicht (noch?) keine großen Expermente zu machen. Ich bin beim Spinnen eher ergebnisorientiert. Was ich schon mal ausprobieren würde, wäre Kaschmir, Quiviut und ähnliche Super-Edelfasern. Außerdem verschiedene Schaf-Wollsorten, z. B. BFL, Romney, um nur einige zu nennen. Könnte der Tag nicht ein paar Stunden mehr bekommen, ohne dass man mehr arbeiten und schlafen müsste?
Chrysopolis die erste
Ja, ich kann schon was über Chrysopolis schreiben, denn ich spinne mein eingenes Garn. Außerdem hat Moni uns schon mal eine Maschenprobe zum Arbeiten gegeben. // Yes, I can write about Chrysopolis already, since I spin my own yarn. In addition to that Moni gave a sample pattern to knit a swatch.
Zuerstmal die Wolle, die ich versponnen habe, Merino (19 micron) von Huppertz. Sie ist nicht so orange wie auf dem Bild, mehr rotbraun. // This is the roving I spun, Merino (19 micron) by Huppertz. It is not as orange as on the photo, but chestnut brown.

Dann mein Probeknäuel (angefangen zu spinnen habe ich am 20.08.2007), 7 g, Lauflänge 960 m/100 g. // Then there is the tryout ball, 7 g, yardage 960 m per 100 g.

Und dann meine erste Maschenprobe, die ich mit 3,5 mm Nadeln gestrickt habe und mit 13,5 cm Seitenmaß zu groß ist. Wenigstens ist sie quadratisch geworden, so wie es gehört. // This is the first swatch I knit using 3.5 mm needles und which turned out much too big at 13.5 cm on each side. At least it turned out to be a square as required.

Mit 3 mm Nadeln war es immer noch zu groß, jetzt habe ich 2,5 mm Nadeln. // Using 3 mm needles it was still too big, now I use 2.5 mm needles.
gab es letzte Woche, die ich im Rheinland verbracht habe, und zwar am Donnerstag, den 16.8. Und zwar waren wir morgens bei den Alpakas des Westens und ihrer Züchterin Petra Borrmann. Da hatten einige Leute vom Kölner Nadelspiel im April einen Besuch gemacht und ich hatte mich in die Wolle von Gigi verguckt. Ich hatte mir das Vlies reservieren lassen und habe es nun letzte Woche geholt. Es ist einfach wunderbar, wenn auch noch nicht angesponnen. Ich freue mich schon sehr drauf, es zu verarbeiten.
Und nachmittags waren wir bei Onkel und Tante meines Mannes eingeladen, sehr lieben Leutchen. Der Onkel hatte Internetprobleme, und die Tante wollte Strümpfe stricken lernen. Da sie schon prima stricken kann, ging es ziemlich schnell. Wir sind immerhin bis über die Ferse hinaus gekommen, was ja das wichtigste ist.



Neue Kommentare