Gestern habe ich mich weiter mit dem Traditional angefreundet. Dazu gehörte nochmal ausführliches Ölen (es quietschte noch an einigen Stellen), ein Blick in ein Spinnbuch, um mit der etwas anderen Konstruktion klarzukommen, und ein passender Stuhl. Leider rutscht das Rad ziemlich in der Gegend herum, denn es hat - anders als das Joy - keine Gummifüße. Da muss ich eventuell noch was dran tun.
Bei all dem habe ich einen ersten Strang Garn fertig bekommen. Nur eine Probe, denn ich experimentiere im Moment, wie ich das Alpaka am besten verspinne. Das Garn ist super-weich, einfach ein Traum.
Hier habe ich erstmal ganz ohne Bearbeitung gesponnen, nur während des Spinnens die Locken geöffnet und kurze Fasern und VM entfernt. Es wird ein bisschen ungleichmäßig, und ich muss aufpassen, dass ich genug drehe. Ich bin so an das schnelle Joy gewöhnt…
Hier noch mal der Strang im Vergleich mit einem Rest von der Spule, der noch nicht gewaschen ist:
Dann habe ich noch ein wenig von dem Vlies kardiert, und gleich wird das Ganze wesentlich gleichmäßiger. Die Rolags (ich weiß nicht, wie man das auf deutsch nennt - wie öfter, wenn es ums Spinnen geht) habe ich einmal klassisch zusammengerollt, und einmal in der anderen Richtung, so dass die Fasern in Spinnrichtung liegen. Hier die “anderen” Rolags:
Mal sehen, ob sich das irgendwie unterscheidet beim Spinnen. Die erste Rolag-Sorte ist auch schon versponnen und gezwirnt, muss aber noch gewaschen werden. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es so einfacher ist, ein gleichmäßiges Garn hinzubekommen.
Und hier noch ein Bild von meiner allerersten Probe, die ich euch nie gezeigt habe, aber schon im September entstanden ist:


















