Wie – die haben doch noch gar nicht angepfiffen? Aber klar doch, die Auto-Ball-EM. War erst heute morgen zuende, und hat wirklich Spaß gemacht. Es gab einige wirklich gute Szenen, massenhaft Tore, es wurden weder gelbe noch rote Karten verteilt, dafür flogen aber ab und zu Auto-Teile auf dem Spielfeld rum. Manche Autos mussten auch einfach mit dem Gabelstapler vom Spielfeld getragen werden, weil sie Totalschaden hatten. Insgesamt spannend und ich habe es dabei geschafft, einiges zu stricken:

Fertig geworden sind die Zebra-Handschuhe (es war schon nach Mitternacht), die trocknen gerade, deshalb noch kein Bild. Das war vielleicht eine Arbeit, all diese “halben” Finger zu stricken. Und dann natürlich noch jede Menge Fäden zu vernähen.

Fertig geworden ist auch ein kleiner Strang Schwarzkopfwolle. Die hatte ich am Dienstag (3.6.) angefangen zu spinnen (Joy, 1:8). Die Wolle war unkardiert und hatte noch Fett, und hatte auch schon einige Zeit gelegen, so dass das Spinnen gut ging, das zwirnen mit dem Anden-Armband aber sehr schlecht, weil die Fäden durch das Fett ständig aneinander hängen blieben. So habe ich ganz langsam (1:6) gezwirnt, und es ist auch nicht allzu regelmäßig geworden. Vorgestern (5.) habe ich den Strang gewaschen und gestern spät abends war er dann endlich trocken. Ich finde Schwarzkopfwolle ganz klasse, denn die hat so viel Kräuselung, dass die Wolle sehr elastisch ist. Es macht einfach Spaß sie zu verarbeiten und auch, das fertige Garn zu knuddeln. Das nächste Mal nehme ich aber wieder gewaschene und kardierte Schwarzkopf-Wolle, denn die lässt sich noch besser und gleichmäßiger verarbeiten. Interessant an dem Strang ist auch, wieviel Gewicht der noch durch das Waschen verloren hat: Vor dem Waschen hatte er 27 g, nach dem Waschen nur noch 25. 83 m sind es geworden, und die Lauflänge beträgt 333 m/100 g, WPI ist 16.

Und dann habe ich noch eine Sockenferse gestrickt von den Rüschensocken.

Und jetzt für alle, die bis hierher durchgehalten haben, noch ein Bildchen:

Froot Loop-Socken

Das sind meine Froot-Loop-Socken. Ich finde das Muster ganz klasse, und es macht immer mehr Spaß es zu stricken. Man kann es gut im Kopf behalten und es macht richtig was her.

Dann werde ich für heute abend für das Auftaktspiel der Fußball-EM mal die Nadeln wetzen. Mal sehen, ob ich vielleicht ein Paar Socken fertig bekomme. Übrigens, dass hier kein Missverständnis aufkommt: der Fußball-Fän bin ich, mein Mann erträgt das Ganze nur. Allerdings gucke ich Spiele nur, wenn sie so “am Stück” kommen, wie bei EM und WM. Die Bundesliga ist mir ziemlich egal, da gucke ich nur ab und an auf die Tabelle, wo Köln steht (endlich wieder dabei), und ansonsten reicht mir von den Spielen das, was in den normalen Nachrichten zu sehen ist.

 

gab es sehr viel – ich glaube, ich habe lange nicht mehr so viel in einer einzelnen Woche gestrickt wie in der letzten. Zuerst waren da die Fahrten ins Rheinland und wieder zurück – jeweils 6 Stunden Strickzeit. Dabei habe ich aber auf der Hinfahrt nicht die ganze Zeit gestrickt – auf der Rückfahrt schon.

Dann gab es einen Abstecher nach Holland zu meiner Schwester, nochmal insgesamt 3 Stunden Fahr Strickzeit. Dann natürlich der Nachmittag bei Daniela, wobei ich dort nicht viel geschafft habe. Außer ein neues Projekt anzufangen, das aber durchaus geplant war.

Und am Montag habe ich fast den ganzen Tag gestrickt, und an den anderen Tagen meist noch abends, manchmal auch am Vormittag.

Und was ist fertig geworden? Nix, nix und abermals nix. Im Gegensatz zu unserer letzten Reise konnte ich mich diesmal gar nicht entscheiden, welches Projekt ich mitnehmen wollte. Also mussten die Männersocken, die Ribbelmuster-Socken, die Froot-Loop-Socken, das Sonnenuntergang-Tuch (Weste wird wohl nix, zu wenig Material), die Bogensocken und die Ruta-Socken mit. Alles bis auf die Bogensocken ist auch gewachsen, am meisten wohl das Tuch. Und ich hatte noch extra ein Knäuel Sockenwolle eingesteckt, um bei Daniela die Knitpicks-Nadeln auszuprobieren, was natürlich unausweichlich zu einem neuen Projekt auf den Nadeln führen musste.

Daniela hatte glücklicherweise eine Rundnadel in 2,25 mm da, und ich sage nur – himmlisch. Das Seil ist so schön elastisch, da braucht man auch für größere Durchmesser mit Wunderschlinge höchstens die 80er Länge. Von diesen Nadeln brauche ich durchaus noch mehr! Bin mal gespannt, ob dieser Kunststoff mit der Zeit dann doch starrer wird (ausdünsten von Weichmacher), oder ob das Seil so flexibel bleibt. Und natürlich brauche ich das Set mit den auswechselbaren Spitzen – das werde ich mir wahrscheinlich zu Weihnachten wünschen. Ob dann noch mal irgendwann das Set mit den Nadelspielen dran ist, weiß ich nicht – ich werde immer mehr zum Wunderschlingen-Fän.

Bei zwei Projekten ging mir unterwegs das Material aus, einmal bei den Nadel-Test-Socken (angefangen Di, 20.05.08), die hätte ich gerne auf der Rückfahrt fertig gestrickt. Nur haben die mir einen Strich durch die Rechnung gemacht – ich hatte einen “Rest” von 65 g, und meinte, möglichst einen langen Schaft und auch noch eine größere Größe als üblich stricken zu müssen (nämlich 40/41). Den ersten habe ich natürlich fertig bekommen, der zweite musste unterwegs dann zwangsläufig unterbrochen werden. Gestern abend habe ich dann noch die Spitze der ersten Socke aufgeribbelt und mit diesem Stück dann den zweiten auch bis zum Anfang der Spitze geschafft. Die beiden bekommen dann beide eine Spitze in einer passenden Uni-Farbe.

Das zweite Projekt, bei dem mir das Garn ausging, war das Schulz-Tuch. Da habe ich (ebenfalls auf der Rückfahrt) den ersten Strang verstrickt (47 Quadrate sind dabei herausgekommen, das hier nur als Notiz für mich). Der zweite lag 1. zuhause und war 2. auch noch ungewaschen, so dass ich erst morgen weiterstricken kann (heute gewaschen, aber noch nicht trocken). Zum Glück gab es genug Alternativen. Fertig hätte ich dieses Teil auf keinen Fall bekommen, denn der dritte Strang dafür ist erst zu etwas mehr als der Hälfte gesponnen.

Die Ruta-Socken sind mitten im ersten Fuß, bei den Nadel-Test-Socken sind beide bis auf die Spitze fertig, die jetzt in einer passenden Farbe gestrickt werden muss. Die Froot-Loops sind bei der ersten Fersenwand angekommen, von den Männnersocken ist der erste fertig und der zweite angeschlagen. Und die Ribbelmustersocken sind beim Zwickel des ersten Fußes. So habe ich also viel gestrickt, aber nix beendet. Dafür wird es dann in nächster Zeit umso mehr Fertig-Meldungen kurz hintereinander geben. Ich möchte ja noch einiges vor dem Beginn der EM schaffen, denn zur EM und zum Summer of Sox (die sich um eine Woche überschneiden), werde ich nur (oder fast nur) Stino-Socken auf meiner Knitpicks-Nadel stricken. Und alle anderen Projekte werden auf Halt stehen.

Nur die armen Bogen-Socken habe ich ganz vernachlässigt, weil ich mich noch nicht entschließen kann, den ersten Fuß bis zur Fersenwand wieder zu ribbeln. Ich habe zwar (meiner Meinung nach, die durchaus nicht maßgeblich zu sein braucht) richtig gestrickt, aber das Ergebnis entspricht mit seiner Maschenzahl nicht der Anleitung. Ich werde also rausfinden müssen, wer Recht hat – die Anleitung oder ich. Und die Entscheidung, ob ich ribbele oder alles so lasse wie es ist und tapfer weiterstricke, die mochte ich angesichts der vielen Alternativen nicht treffen. Wir werden sehen.

 

sieht fast genauso aus wie Strang 1, hat aber etwas mehr Lauflänge:

Space 2 Stränge

Der obere Strang ist der Neue, etwas zerzauster als der andere, weil er noch nicht gewaschen ist. Derzeit ist der dritte und damit letzte Strang in Arbeit. Diesmal sind es nur 62 g und 336 m, auf hundert Gramm umgerechnet ist die Lauflänge 542 m. Mal sehen, wie der dritte Strang wird. Ganz gleichmäßig spinnen ist eben doch noch nicht.

 

den Strang zu begucken (und es sonst nix zu schreiben gibt), gibt es hier noch ein entspannteres Foto davon:

Space Strang 1

Und mal eine Nahaufnahme, da sieht man sehr schön, wie die Farben sich mischen (insbesondere wenn man auf Flickr die höchste Auflösung anschaut):

Space Strang 1

Strang I

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Apr 272008
 

aus der Space ist seit Donnerstag fertig. Ungewaschen sah er so aus:

Space Strang 1

Gewaschen wird aus dem hässlichen Entlein ein Schwan (wenn man denn alle doofen Wollenden vom Zusammenbinden versteckt):

Space Strang 1

Hier erstmal die technischen Daten:

Ausgangsmaterial: Space von Huppertz Fb. 1500-02, eigentlich Louët Northern Lights, Fb. “Pastels”.

Angefangen zu spinnen: 14.04.2008,

Fertig gesponnen 21.04.08
gezwirnt (Navajo) 22.-23.04.2008,
abgehaspelt und gewaschen: 24.04.2008

Lauflänge 350 m/70 g; 500/100 g

Rad und Einstellungen Ashford Traditional einfädig, gesponnen 1:10, gezwirnt 1:6.5

Das Navajo-Zwirnen geht noch recht langsam, deshalb die andere Einstellung (ich habe ein recht altes Traditional, das nur 2 Geschwindigkeiten kann). Ich könnte den Strang ständig knuddeln, oder aber ihn ohne Gnade sofort anstricken – das lasse ich aber angesichts der vielen, vielen WIPs und UFOs, die es hier noch gibt. Da muss erstmal was fertigwerden Leider ist das Garn nicht wirklich weich. Zumindest nicht so weich, dass ich es am Hals oder an den Füßen tragen mag. Als Tuch zum überwerfen wird es aber sicherlich reichen.

 

wenn man das Garn vom gestrigen Spulenbild dann verzwirnt. Das ist eine Probe, die ich letztes Wochenende ganz schnell gesponnen und gleich verzwirnt habe.

Space Zwirnprobe

Ganze 6 Gramm, 33 m, 555m/100g. Das Ausgangsmaterial ist Space 1500-02 von Huppertz, fein gesponnen auf dem Traditional und dann navajo-verzwirnt.

Einarbeitung

 spinnen, Spinntechnik, Stränge, Stricken  Kommentare deaktiviert
Mrz 272008
 

Gestern habe ich mich weiter mit dem Traditional angefreundet. Dazu gehörte nochmal ausführliches Ölen (es quietschte noch an einigen Stellen), ein Blick in ein Spinnbuch, um mit der etwas anderen Konstruktion klarzukommen, und ein passender Stuhl. Leider rutscht das Rad ziemlich in der Gegend herum, denn es hat – anders als das Joy – keine Gummifüße. Da muss ich eventuell noch was dran tun.

Bei all dem habe ich einen ersten Strang Garn fertig bekommen. Nur eine Probe, denn ich experimentiere im Moment, wie ich das Alpaka am besten verspinne. Das Garn ist super-weich, einfach ein Traum.

Gigi-Probe

Hier habe ich erstmal ganz ohne Bearbeitung gesponnen, nur während des Spinnens die Locken geöffnet und kurze Fasern und VM entfernt. Es wird ein bisschen ungleichmäßig, und ich muss aufpassen, dass ich genug drehe. Ich bin so an das schnelle Joy gewöhnt…

Hier noch mal der Strang im Vergleich mit einem Rest von der Spule, der noch nicht gewaschen ist:

Gigi Probe

Dann habe ich noch ein wenig von dem Vlies kardiert, und gleich wird das Ganze wesentlich gleichmäßiger. Die Rolags (ich weiß nicht, wie man das auf deutsch nennt – wie öfter, wenn es ums Spinnen geht) habe ich einmal klassisch zusammengerollt, und einmal in der anderen Richtung, so dass die Fasern in Spinnrichtung liegen. Hier die “anderen” Rolags:

Gigi Rolags

Mal sehen, ob sich das irgendwie unterscheidet beim Spinnen. Die erste Rolag-Sorte ist auch schon versponnen und gezwirnt, muss aber noch gewaschen werden. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es so einfacher ist, ein gleichmäßiges Garn hinzubekommen.

Und hier noch ein Bild von meiner allerersten Probe, die ich euch nie gezeigt habe, aber schon im September entstanden ist:

Gigi

Sep 222007
 

Jetzt spinne ich ja schon seit Wochen an dem Lace-Garn für Chrysopolis rum. Endlich ist heute der erste Strang fertig geworden. Eine nette Spielshow im Fernsehen, und das Zwirnen, Strangwickeln etc. ist nicht mehr so langweilig.

So, ich bin ein bisschen dicker als in der Probe, was durchaus beabsichtigt war. 61 g, 538 m, das macht eine Lauflänge von knapp 900 m auf 100 g. Wenn ich nach der Lauflänge gehe, muss ich noch ungefähr zwei solche Stränge spinnen, um das Tuch auch fertig stellen zu können. Bilder folgen, wenn der Strang gewaschen und getrocknet ist. Aber jedenfalls kann ich nächste Woche auf jeden Fall loslegen.

Fotos gibt es aber von zwei anderen Strängen, die schon vor fast 2 Wochen fertig waren, von denen ich aber gar nix erzählt habe. Und ich habe gleich schon ein Projekt damit angefangen, nämlich den Wabenschal von Birgit Freyer. Da ich das jetzige Projekt von Knitting Delight im Moment nicht stricken will, habe ich den Wabenschal angefangen, der zwar nicht wirklich schwer ist, aber etwas Aufmerksamkeit erfordert. Wie ich das gemerkt habe? Nun, in den ersten Mustersätzen musste ich ab und zu mal zurückstricken. Wie das so ist. Die Nadeln, die da zu sehen sind, sind übrigens Stärke 3,5 mm, Bambus von Clover in kurz.

Garn für Wabenschal mit Anfang

Wabenschal

Wabenschal

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