Mai 282008
 

hat diesmal eine schöne Frage:

Habt Ihr eigentlich eine “Spinnsaison”? Also Zeiten, wo Ihr besonders viel spinnt z.B. im Winter? Spinnt Ihr dann weniger, wenn es draußen wärmer wird?
Oder spinnt Ihr “ganzjährig”?

Ich bin eine bekennende Sommerspinnerin. Ich kann im Sommer besser spinnen, weil ich dann endlich mal etwas “Griff” habe. Ich kann die Fasern dann besser beherrschen. Dazu kommt, dass ich im Sommer weniger stricke, und wenn die Maschen nicht mehr rutschen, geht Spinnen immer noch. Und außerdem sind im Sommer meine Venen belasteter durch die Hitze, so dass sie sich mehr Aufmerksamkeit wünschen. Das Treten des Spinnrades tut den Beinen einfach gut. Ich spinne insgesamt ganzjährig, auch im Herbst und Winter, aber dann eher weniger.

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Mai 042008
 

fragt gestern (Frage vom 3.5.2008):

Heute mal wieder eine Frage an die Verarbeiter von Rohwolle.
Verspinnst Du die Wolle direkt aus der Flocke? Oder kardierst Du sie? Wenn ja, womit? Handkarden, Trommelkarde? Oder gibst Du die Wolle zum Kardieren weg? Wenn ja, wohin?

Ich verarbeite im Moment nur Alpaka als Rohwolle. Ich habe sie schon aus der Flocke gesponnen, aber das wurde mir zu unregelmäßig. Jetzt wird vorher ein Durchgang mit den Hundebürsten gemacht, um die Haare etwas zu sortieren.

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Apr 192008
 

fragt heute (!)die neue Posted by wollecke at 18:41  

Feb 162008
 

fragt heute:

Musste Dein Spinnrad schon mal zur Reparatur? Wie hast Du einen
geeigneten Handwerker gefunden? Warst Du zufrieden?

Da ich auf die erste Frage schon mit einem freudigen “Nein” antworten kann, kann ich zu dem Rest nicht viel sagen. Wäre ein Handwerker nötig, würde ich über eine Spinnliste oder ein Geschäft, das Spinnräder verkauft, versuchen, an einen Handwerker zu kommen.

Die Spinnfrage

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Feb 012008
 

habe ich noch gar nicht beantwortet. Ehe die neue kommt, heute die alte (vom 26. Januar 2008):

Gibt es eine Faser, die Du bisher noch nicht versponnen hast, aber die Du zu gerne einmal ausprobieren möchtest?

Es gibt ganz viele Fasern, die ich noch nicht versponnen habe, die sogar in kleinen Mengen in meinem Stash sind: Leinen (hab ich mal mit der Spindel probiert, ist aber arg lange her), Ramie, und noch einige andere, da müsste ich mal graben gehen. Aber ich scheine in dieser Hinsicht (noch?) keine großen Expermente zu machen. Ich bin beim Spinnen eher ergebnisorientiert. Was ich schon mal ausprobieren würde, wäre Kaschmir, Quiviut und ähnliche Super-Edelfasern. Außerdem verschiedene Schaf-Wollsorten, z. B. BFL, Romney, um nur einige zu nennen. Könnte der Tag nicht ein paar Stunden mehr bekommen, ohne dass man mehr arbeiten und schlafen müsste?

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Dez 032007
 

Die heutige Spinnfrage vom Samstag:
Bei meinen Kunden fällt mir oftmals auf, dass sie, wenn sie von handgesponnener Wolle sprechen, meistens recht dicke, unregelmäßige “Effektgarne” meinen. Ein gleichmäßig dünn gesponnener Faden entspricht nicht so ihren Vorstellungen von selbstgesponner Wolle. Auch konnte ich auf Märkten und in anderen Läden feststellen, dass die dort angebotenen handgesponnenen Garne auch eher was für Nadelstärke 6 aufwärts sind.
Habt Ihr diese Beobachtung auch schon gemacht? Ist Euch bei Euren eigenen Garnen das gleichmäßige Garn wichtiger oder spinnt Ihr mitunter absichtlich ein wenig unregelmäßiger?

Ja, das habe ich auch oft gesehen. Unordentlich = handgesponnen. Dick = Handgesponnen. Jedenfalls in der Meinung derer, die *nicht* spinnen. Meine erste Wolle sah ähnlich aus. Aber ich kann und will es jetzt besser. Selbst, wenn ich ein dick-dünnes Garn spinnen würde, wäre es natürlich wesentlich besser als meine ersten schwangeren Regenwürmer. Aber ich weiß nicht recht, was ich damit anfangen sollte. Ich spinne am liebsten laceweight oder ein bisschen dicker, aber sicher nicht mehr.

Andererseits verstehe ich jeden, der nur Dochtgarn oder auch dickes, bzw. dick-dünn gesponnenes Garn für den Verkauf spinnt. Ansonsten lässt sich die Zeit und die Mühe für das wenige Geld nicht rechtfertigen, das man dafür bekommt. Für hundert Gramm laceweight brauche ich viele, viele Stunden. Die würde mir keiner zahlen, selbst wenn ich wenig Geld dafür nehmen würde.

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Nov 192007
 

Diesmal lautet die Spinnfrage der Woche vom 17. November:

Hallo :-)

Im Falle, dass Du Rohwolle verarbeitest: Wie verarbeitest Du sie weiter? Ungewaschen verspinnen? Waschen? Selber Kardieren? Kardieren lassen? Oder nur zupfen?

Ich habe ehrlich gesagt noch nicht sooo viel Erfarhung mit Rohwolle. Ich hatte mal Rohwolle, die ich, da noch sehr frisch, mit Hundebürsten kardiert habe. Ich habe sie im Fett versponnen, aber sie war auch sehr sauber, vor allem keine K… dran. Das fand ich ganz nett, aber das Kardieren ist mir auf diese Art zu anstrengend. Ansonsten habe ich derzeit ein schönes Alpaka-Vlies liegen, das ich erst spinne und dann wasche, und zwar auf Anraten einer Spinnerin, die das Vlies auch schon versponnen hat. Das habe ich schon ausprobiert. Im Moment habe ich aber wieder fertiges Merino-Kardenband farbig auf dem Rad, deshalb gibt es derzeit davon auch keine Fortschrittberichte (mal abgesehen davon, dass ich kaum zum Spinnen komme). Wenn ich zuviel Gras und ähnliches Zeugs im Alpaka habe, dann wird vorher ein bisschen gezupft.

Die Spinnfrage,

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Nov 022007
 

kurz bevor die nächste kommt…

Total versponnen vom 27. Oktober 2007:

Heute einmal zur Theorie – Hast Du Bücher zum Thema Spinnen und wenn ja, wenn welche sind das und was kannst Du weiterempfehlen?

Ich habe mir eigentlich alles selbst beigebracht. Erste Hilfe hatte ich aus dem Internet, und von einer Freundin. Bücher habe ich mir erst später gekauft. Ich habe nur Hands on Spinning von Lee Raven, und den Handspindle Treasury von SpinnOff. Ich finde vieles in den Büchern viel zu anspruchsvoll. Das eine oder andere habe ich sicher gelernt. Aber vieles ist mir viel zu umständlich. Ich muss nicht selbst meine Wolle kardieren oder kämmen. Ich muss nicht färben. Ich muss nicht schon sämtliche Techniken können. Vielleicht kann ich es später mal brauchen. Ich denke, gerade beim Spinnen lernt man vieles am besten durch die Praxis. Nein, ich bin kein Verächter von guten Tipps. Aber gerade die lernt man am besten von anderen Spinnern, und nicht aus Büchern. Ich glaube, wenn ich von Anfang an diese Bücher gehabt hätte, hätte ich mich gar nicht erst ‘rangetraut.

Okt 212007
 

Total Versponnen vom 20.10.2007

Wie verzwirnt Ihr Eure Garne, wenn Ihr sie denn verzwirnt?
“Konventionell”, also von 2 Fäden von verschiedenen Spulen zu einem Faden verzwirnen, Navajo-Zwirnen (sozusagen 3-fach mit sich selbst verzwirnt) oder Anden zwirnen (zweifach mit sich selbst verzwirnt) ?
Zum Anden zwirnen noch ein Fragezusatz von Christiane: Habt ihr schon mal Anden gezwirnt (Andean bracelet). Wie sind eure Erfahrungen damit? Habt ihr Tipps für’s erste Mal?

Ich zwirne am meisten normal. Das liegt daran, dass ich meist lace-garn haben will, und wenn ich mehr Fäden nehmen würde, dann wäre es zu dick. Navajo habe ich schon mehrmals gemacht, aber nur mit kleinen Mengen und habe noch keine wirkliche Übung drin. Allerdings habe ich mir beim letzten Besuch bei Huppertz mehrfarbige Wolle gekauft, und so bin ich mir sicher, dass ich öfter mal Navajo-Zwirnen werden, um den Farbverlauf zu erhalten.

Das Anden-Zwirnen habe ich erst zweimal gemacht, und ich brauche noch immer die Anleitung, um das Garn zu wickeln. Ich finde es genial, weil mir ein von innen und außen abwickelbares Knäuel sich immer zu schnell verhuddelt. Das geht mit dem Andenzwirnen viel einfacher. Allerdings muss ich auch das noch üben, es wird noch recht unregelmäßig. Ich finde das Andenzwirnen am sinnvollsten, um Reste von der Spule zu bekommen, mit denen ich sonst nix anfangen könnte. Locker wickeln ist das Geheimnis! Und ja, ich zwirne immer (bisher).

Total versponnen

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Okt 132007
 

stellt diesmal diese Frage:

In einigen Ländern kann man in Kursen (die oft über mehrere Jahre gehen), sozusagen professionell Spinnen lernen. Hier in Deutschland wird es schon schwierig, wenn man z.B. einen Volkshochschulkurs zum Thema Spinnen sucht.
Findest Du es schade, dass es hier nicht mehr Kursangebote gibt? Würde Dich so ein ausführlicher Kurs überhaupt reizen? Oder reicht es, durch eigenes Ausprobieren und Austausch auf Spinntreffen seine Techniken zu erweitern

Schwierig zu beantworten. Bis auf den Anfang im Spinnrad-Spinnen habe ich mir bisher alles selbst beigebracht. Andererseits ist es sicherlich gut, wenn man sich mal systematisch mit der ganzen Sache beschäftigt, und das geht nur, wenn man sich ausführlich damit beschäftigt. Manche Dinge lernt man auch am besten, wenn man sie sieht. Aber solch ein Austausch geht m. E. auch auf Spinntreffen gut. Nur wer halt richtig tiefgründig einsteigen will, der hat hier kaum eine Chance. Aber ein mehrjähriger Kurs? Wäre mir glaub’ ich zu viel.

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