über so viel Aktivität habe ich die Spinnfrage, dabei ist das meine eigene…

Total Versponnen

Macht ihr Aufzeichnungen über euer Spinnen? Welche Einzelheiten haltet ihr fest? In welcher Form erfolgen die Aufzeichnungen (im Internet, offline am Computer, Papier, Spinnproben)

Ja, ich mache Aufzeichnungen, aber offline am Computer. Ich habe eine Tabelle (ich benutze OpenOffice), in der halte ich fest, wann der Strang fertig geworden ist, die Stranglänge (ich messe vor dem Waschen), die Umdrehungen (die zähle ich allerdings nach dem Haspeln) und die Anzahl der Fäden, die verzwirnt wurden. Die Tabelle rechnet mir dann aus: Lauflänge auf 100 g, Meter im Strang, und die gesponnene Gesamtlänge der Einzelfäden. Außerdem lasse ich mir dann noch Gesamtsummen aufrechnen.

Ab und zu gibt es auch Fotos im Blog mit ein paar Angaben. Die Zusammensetzung halte ich nur fest, wenn ich mal was anderes verspinne als die feine Merino von Huppertz (ist lange nicht mehr vorgekommen).

 

fragt heute:

Samstag, 29. September 2007

Welche Stärke spinnt ihr am liebsten? Warum? Und welche Stärke spinnt ihr am häufigsten?

huch, das ist ja meine Frage! Dann mal ‘ran!Ich spinne am liebsten dünn. Vielleicht nicht ganz so dünn wie im Moment, nämlich zwischen 900 und 1000 m auf 100 g verzwirntes Garn, aber so um die 800 m (verzwirnt) dürfen es schon sein, um entspannt zu spinnen. Also am liebsten im Laceweight-Bereich.

Ich finde, wenn man dick spinnt, muss man sich ganz schön anstrengen, dass es gleichmäßig wird. Dünn wird bei mir eher gleichmäßig. Und das Ausziehen ist für mich viel anstrengender, weil man einfach mehr Fasern bewegen muss. Ok, es kommt auch auf die Vorbereitung an. Es gibt übrigens noch einen Grund, warum ich gerne dünn spinne: Man hat fürs Geld mehr Spaß – längere Spinnzeit (ok, manchmal werde ich ungeduldig, wenn ich ein Garn gleich ausprobieren will), mehr Meter, mehr Strickzeit pro Kilo Faser. Im Moment für mich wichtig, denn durch den Umzug sind wir ziemlich abgebrannt, und es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich mal wieder Geld für Nebensächlichkeiten wie neue Wolle habe. Ist ja nicht so, dass ich nix hier liegen hätte…

Und mittlerweile spinne ich so dünn auch am häufigsten. Die Knitalongs zu Spitzenthemen (Knitting delight, Secret of Chrysopolis und Secret of the Stole) tragen das Ihrige dazu bei.

Total versponnen 15.09.07

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Sep 152007
 

Die Spinnfrage lautet heute:

Samstag, 15. September 2007

Färbst Du Deine Garne auch selber? Wenn ja, womit? Färbst Du die Fasern vor dem Spinnen oder das fertige Garn nach dem Spinnen?

Nein, bisher nicht. Ich habe immer noch vor, einmal Wolle zu färben, aber dann industriell versponnene fertige Sockenwolle, um erstmal Erfahrung zu sammeln. An Farben habe ich bisher Lebensmittelfarbe. Was danach kommt? Wir werden sehen.

Total versponnen

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Sep 082007
 

fragt diese Woche:

Samstag, 8. September 2007

Beim Lesen verschiedener Blogs und Foren ist mir aufgefallen, dass scheinbar so jeder sein eigenes Rezept zum Waschen von Rohwolle hat. Wie wäscht Du Rohwolle? Welche Methode gefällt Dir am besten und was ergab hinterher nur ein Filzknäuel oder ähnliche “Mißerfolge”?

Ich habe bisher noch kein Vlies selbst gewaschen. Ich habe zwar schon mal Wolle mit Lanolin-Anteil gehabt, aber die war ansonsten sauber (ich vermute, dass die schon gewaschen war) und ich habe sie nach dem kardieren versponnen und dann erst gewaschen. Jetzt habe ich ein Alpaka-Vlies, aber da wurden die Tiere sehr sauber gehalten, Alpakas produzieren kein Lanolin und man kann es so verspinnen, wie es ist (Angabe der Halterin und einer Spinnerin). Gewaschen wird wieder erst nachher.

Bisher bin ich auch noch nicht in die Versuchung geraten, ein Vlies selbst zu waschen. Vielleicht ändert sich das aber auch noch.

Sep 042007
 

fragt diesmal

Spinnräder sind Herdentiere – Trifft das bei Euch auch zu? Wieviele und was für Spinnräder habt Ihr? Habt Ihr ein absolutes Traumrad?

Bisher ist mein Spinnrad ein Einzeltier. Ich denke auch, das wird noch mindestens ein Jahr so bleiben, bis wir uns finanziell von unserem Umzug erholt haben und wieder Geld für teure Spielzeuge da ist. Und dann muss ich für ein neues Rad auch sparen. Mein Rad ist ein Joy, und ich bin sehr zufrieden damit, auch wenn ich langsam an seine Grenzen gelange. Mein Traum bisher ist ein Majacraft Suzie Professional. Aber das kann sich noch ändern, wenn ich erstmal noch andere Rädchen kennen gelernt habe. Wichtig ist mir vor allem Schnelligkeit. Ansonsten muss ich mit dem Rad natürlich klar kommen. Ein bisschen mehr Spulenkapazität wäre auch nicht schlecht.

Total versponnen

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Aug 272007
 

fragt diesmal:

Frage 4 vom 25.08.2007

“Macht Ihr beim Spinnen (und evtl. auch beim Stricken) Sommerpause oder spinnt
Ihr den Sommer über auch?”

Oh, aber ja. Spinnen ist für mich *das* Alternativ-Projekt zum Stricken, wenn wegen Schweißbildung nix mehr geht (so ab 33 Grad Celsius). Stricken mag ich dann nicht, aber Spinnen tu ich sogar gerne, wenn es heiß ist, dann habe ich eine bessere Kontrolle über die Fasern. Da ich sowieso meist wasche (s. u.) ist das auch kein Problem. Zum Glück habe ich mit Handschweiß kaum Probleme, solange ich still sitze, deshalb unterbreche ich auch das Stricken nicht sehr im Sommer. Ich habe eher das Problem, dass mir im Winter die Wolle zu sehr durch die Hände flutscht, weil ich trockene Handflächen habe. Außerdem lieeebe ich es, auf dem Balkon zu spinnen, und das geht natürlich nur ab 20 Grad Temperatur.

Und die letzte Frage hatte ich auch nicht beantwortet:

Frage Nr. 3 vom 18.8.07

Wie ist der “Lebenslauf” nach dem Spinnen? Läßt Du sie auf der Spule ruhen und wenn ja wie lange? Hast Du eine bestimmte Methode um den Drall zu fixieren? (Wasserbad, evtl. beim Trocknen mit Gewicht beschweren, etc.)

Weil ich so gerne Lace spinne, brauche ich ziemlich lange, bis ich eine Spule, geschweige denn 2 Spulen fertig habe. Deshalb versuche ich mich zu bezwingen, und zwirne erst, nachdem die Spulen über Nacht geruht haben, meist reicht meine Geduld nicht weiter. Manchmal nichtmal so weit, und dann zwirne ich einfach los. Dochtgarn mag ich nicht sehr, deshalb habe ich das auch noch nicht versucht. Mein Garn wird nach dem Zwirnen gebadet (in kalten Wasser mit Babyschampoo) und ich habe bis auf einmal noch nicht beim Trocknen beschweren müssen. Falls der Strang einen “Drall” hat, hängt sich das beim Trocknen aus.

Total versponnen

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Aug 152007
 

die Spinnfrage lautet diesmal:

Samstag, 11. August 2007

Spinnst Du projektbezogen? Sprich, überlegst Du Dir erst, was Du stricken (weben, häkeln..) möchtest und spinnst dementsprechend Garn oder spinnst Du zuerst “drauf los” und entscheidest später, was aus der Wolle werden soll?

Jaja, ich bin ein bisschen spät…

Ja und ja. Ich mach beides. Mal so, mal so. Manchmal will ich einfach nur eine Faser ausprobieren, und dann spinne ich drauf los. Oder ich will auch einfach nur spinnen. Und dann spinne ich schon wieder drauf los. Eine Verwendung für das Garn finde ich dann später. Aber es gibt auch Sachen, für die kaufe ich gezielt ein. Es kann allerdings auch sein, dass ich dann eine Sache plane und letztendlich für ein anderes Projekt spinne, und mich sogar nochmal umentscheide und dann noch was anderes gestrickt wird. Und dann gibt es Projekte, die von A bis Z durchgeplant und durchgeführt werden, vom Einkauf der Wolle übers Spinnen bis zum Strickstück.

 

(ganz neu) Gefunden bei CoonieBlau

Spinnfrage 1 (Woche 31/2007)

Wie bist Du zum Spinnen gekommen?

In der Strickerszene stolpert man ja immer wieder über Spinnerinnen, und diese erzählen auch ganz enthusiastisch über ihr Hobby. In die Strickerszene fand ich 2003 zurück, nachdem ich wegen Sehnenscheidenentzündung eine Zwangspause von 9 Jahren hinter mir hatte. Interessiert hätte mich Spinnen schon immer, andererseits wollte ich nicht noch ein Hobby. Nein, ich weiß mit meiner Zeit sinnvolleres anzufangen, als den Faden, den ich stricken will, auch noch selbst herzustellen. So dachte ich zunächst.

Aber im Internet habe ich mich schon ein bisschen informiert. Aber ein Spinnrad wäre sowieso viel zu teuer für mich, versuchte ich mich selbst ein bisschen zu zügeln. Und dann kann man es ja noch mit der Spindel versuchen, bemerkte ich dann. Und man kann Spindeln auch selbst bauen. Also ist Geld nicht so sehr ein Argument. Auch eine Freundin berichtete von ihren ersten Spinnversuchen und machte mich natürlich noch neugieriger. Ca. 1/2 Jahr nach meinen ersten Kontakten mit Spinnern gab ich nach, und meine erste Spindel wurde die große von Woll-Knoll. Ich bestellte mein erstes Pfund Fasern und die Spindel. Es machte Spaß. Es machte großen Spaß. Es war faszinierend, selbst wenn es schwangere Regenwürmer waren. Ich baute eigene Spindeln. Aus einer CD zunächst. Als Kopfspindel. Dann aus Fimo und einer tunesischen Häkelnadel. Oder aus Fimo und einem Holzstab aus dem Baumarkt. Die waren zwar nicht ideal, aber besser als die Fußspindeln. Meine Fäden wurden immer dünner.

Dann kam noch meine Freundin mit ihrem Spinnrad für eine Woche zu Besuch, und ich spann mein erstes Garn auf dem Rad. Auch das lernte ich ganz schnell. Ich merkte, dass Spinnen mit dem Spinnrad noch einen guten Nebeneffekt hat: Meine Füße fühlten sich nach einer Stunde spinnen wie neugeboren! Als ich meiner Mutter davon vorschwärmte, hat sie sich angeboten, mir ein Spinnrad zu finanzieren. Ich bin ihr heute noch dankbar dafür! Ich spinne zwar nicht ständig und nicht wirklich sehr viel, aber wenn ich das Rädchen raushole, dann ist es Entspannung pur.

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