Das Wollschaf

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Feb 102009
 

will diese Woche wissen:

Die verstrickte Dienstagsfrage 07/2009

Welche Muster kommen nach deinem Geschmack für Herrensocken in Frage? Darf es da auch mal ein Lochmuster sein?

Keine Lochmuster. Einfache Rechtslinksmuster, ein paar Zöpfe, aber nie zu verspielt.

Feb 092009
 

war dieses Paar Socken: // This pair of socks was really fast knitting:

Gaestesocken 3

Das sind Gästesocken aus doppelt verstrickten Sockenwollresten, gestrickt auf 4 mm Nadeln. Das war das erste mal, dass ich zwei Socken auf einer Nadel mit 120 cm Länge gleichzeitig gestrickt habe. Ich hatte kein Seil, um eine 100-cm-Nadel zu bekommen, und hatte zuerst 80 cm Länge probiert. Da wird es mit zwei Socken aber ein bisschen eng. Bei 120 cm Nadellänge ist das ganze ein bisschen groß, aber es geht. Deshalb habe ich mir am Wochenende Seile bestellt, damit ich auch die 100 cm Länge haben kann. // These guest socks were knit using fingering sockyarn held double. I used 4 mm needles. For the first time I knit two socks at a time on a 47″ needle. I didn’t have a cable to make a 40″, and I first tried 32″, but two socks are a bit crowded on that length. The 47″ however was a bit longish for my taste, but it works better than 32″. So I ordered cables to make 40″ needles this weekend.

So sah der Anfang aus: // That’s what the start looked like:

Gaestesocken

Nun noch die technischen Daten: // Technical Data as always on Ravelry

  • Gästesocken 3 ca. Gr. 39
  • gestrickt aus 91 g Sockenwollresten 4fach, doppelt genommen, Mapro 22 M/10 cm
  • beide Socken gleichzeitig gestrickt auf einer KP Harmony Nadel 4 mm, 120 cm lang mit Wunderschlingentechnik
  • Sockenumfang 44 M (ein bisschen weit für Gr. 39), von der Spitze aus gestrickt, Ferse ist die Toe-up-Herzchenferse aus dem genialen Sockenworkshop. Da musste ich improvisieren, weil die Tabellen dort 8-fädiges Garn nicht berücksichtigen. Ich habe die Ferse über 20 M gestrickt, die Fußlänge vor den Zwickelzunahmen aber nach den Angaben für 6-faches Garn gemacht.
  • angefangen: 04.02.2009; fertig gestellt: 06.02.2009

Und weil sie mir so gut gefallen, gibt es auch noch ein Bild aus der Nähe: // And because I love them so much here’s a closeup:

Gaestesocken 3

%blabla %blabla %blabla Und nun meine Gedanken zum gleichzeitigen Stricken von zwei Socken auf einer Rundnadel. Ich habe 2004 schon einmal versucht, zwei Socken auf einer Rundnadel zu stricken. Damals war ich sehr enttäuscht. Ich fand es so umständlich, dass ich es gleich wieder drangegeben habe. Ich wollte vielleicht auch zu viel auf einmal, denn ich strickte nicht nur die zwei Socken gleichzeitig zum ersten Mal, sondern toe-up und Wunderschlinge waren für mich ebenfalls brandneu. // These are my thoughts concerning two at a time (TAAT) sock knitting. In 2004 I tried TAAT on magic loop. At that time I was very disappointed. I found it more than fiddly, so I ribbed the start and knit normally. Perhaps I wanted to accomplish too much at the same time. I didn’t only do TAAT for the first time, but toe up and magic loop were also brand new to me.

Diesmal habe ich es wirklich genossen. Ich habe anders als beim letzten Versuch nur ganz selten mal vergessen, das Garn zu wechseln. Aber in der Zwischenzeit ist mein ganzes Strickverhalten anders geworden. Die Wunderschlinge ist mittlerweile meine Lieblingsstrickweise für Socken geworden. Das liegt z. T. auch daran, dass ich nicht mehr so fest stricke. Außerdem habe ich ab und zu mal toe-up gestrickt, wenn auch nicht wirklich oft. So war das alles vertraut, und nur das Stricken von zwei Socken gleichzeitig musste neu erlernt werden. // This time I really enjoyed knitting TAAT. Very rarely I forgot to change the yarn – on my first try I constantly forgot to. But since then all my knitting technique has evolved. Magic loop is my standard method of sock knitting. What also helps is that I’m not a death-grip-tight knitter any more. In addition to that I have done several pairs of toe-up socks, even if these were in the minority. So all these techniques were well known, and I only had to learn TAAT.

Aber schneller ist man mit dieser Methode nicht wirklich. Denn pro Doppelsockenrunde muss zweimal das Garn gewechselt werden. Wenn ich einen einzelnen Socken stricke, kann ich beim Wenden das Garn auf der Hand lassen. Ansonsten ist es allerdings auch nicht umständlicher. Man muss sich daran gewöhnen, dass man jede Zunahme statt zweimal nun viermal machen muss. // But I guess you aren’t really faster using this method. You have to change your yarn twice per two socks round. When I knit a single sock, I leave the yarn on my hand. But other than that TAAT is not more fussy then OAAT. You have to get used to knitting every increase four times instead of 2 times.

Ich bin froh, dass ich das jetzt beherrsche. Ich werde sicherlich nicht immer so stricken, denn ein wichtiger Grund für das gleichzeitige Stricken von zwei Socken gleichzeitig fällt für mich weg: Ich leide überhaupt nicht am Second-Sock-Syndrom. Seit ich die zweite Socke immer sofort anschlage, wenn die erste fertig ist, habe ich damit keine Probleme mehr. // I’m happy that I now have this TAAT thing down. I’m sure I won’t always knit that way, because the main reason for TAAT is non-existent for me: I don’t have SSS. Since I always start the second sock as soon as the first one is finished, I haven’t had any problem in this direction.

Ich habe auch keine Probleme damit, dass ich bei der zweiten Socke nicht mehr weiß, was ich bei der ersten gemacht habe. Ich kann mein Gestrick ziemlich gut „lesen“, und so gucke ich einfach bei der ersten Socke, was ich gemacht habe. // I also don’t have the problem of not knowing what I did when I knit the first sock. I can „read“ my knitting quite well, and so I just look at the first sock to know what to do with the second.

Super geeignet ist diese Strickmethode jedoch dann, wenn man Reste verstricken will. Ich mag es gerne, wenn beide Socken ziemlich gleich aussehen – auch wenn ich schon ganz verschiedene „Paare“ gestrickt habe (z. B. hier und hier). Und das ist viel einfacher zu erreichen, wenn man beide Socken gleichzeitig strickt. Man teilt die Reste mit der Waage in zwei gleiche Teile. Dabei kommt es natürlich zu Ungenauigkeiten, und ein Rest ist schneller aufgebraucht als der zweite. Wenn der erste dann zuende geht, kann man gleichzeitig auf der anderen Seite den Faden wechseln und erhält so gleiche oder doch wenigstens ähnliche Socken. // TAAT is very suitable however for knitting up leftovers. I prefer my socks to look the same or at least have some semblance – even if I knit less than fraternal pairs (look here and here). And identical pairs are so much easier to accomplish when knitting both socks at the same time. You part the leftovers in two using scales. The parting will rarely be exactly 50 % each, and one of the balls is used up faster than the other. When the first is used up you can at the same time change the other one. that way the socks are identical or at least fraternal. %blabla %blabla %blabla

Der Januar

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Feb 062009
 

war ein äußerst ergiebiger Monat, was das Stricken angeht:

Finished Januar 2009

Insgesamt 10 Projekte sind fertig geworden, und ich habe dafür 783 g oder 2,6 km Garn verbraucht. Da ich im gleichen Zeitraum keine neue Wolle gekauft habe (und ich habe nun seit reichlich vier Monaten keine Wolle mehr gekauft), ist meine Statistik äußerst positiv. Ich hoffe, dass sie das auch bleibt.

Feb 052009
 

ist ja ein schöner Satz. Man kann ihn für fast alles brauchen. Und doch ist es so: Ich lese und schreibe dort im Moment sehr viel, und alles andere im Netz gerät in Vergessenheit. Stricken tu ich schon noch, einiges ist wieder fertig geworden, wie vor allem die gesehen haben, die die Rubrik „auf den Nadeln“ in der rechten Seitenleiste verfolgt haben. Oder die in Ravelry geguckt haben.

Seit dem letzten FO, das ich hier gemeldet habe, sind fertig geworden: Die Garter-Rib-Socken, die Müffchen (aus dem Rest der Garter-Rib-Socken), die Thuja-Socken und der Pfau (Schal). Also eine ganze Menge.

Im Moment scheine ich einen Drang zu haben, meine Reste wegzustricken. Die Müffchen und die Thuja-Socken waren aus Resten. Der Pfau, ein Schal im Pfauenmuster und ziemlich bunt, hat immerhin 219 g davon verschlungen. Neu angeschlagen habe ich zwei Paar Socken aus Resten, einmal Dickerchen, die als Gästesocken dienen werden, und ein Unterwegs-Paar mit dem Muster „International Sock of Doom“. Leider gibt es dieses Muster nicht mehr online, ich hatte mir eine Kurzversion der Anleitung mal notiert. Dieses Paar Socken wird aus den Resten von Claudius gestrickt. Ich habe zwar reichlich, aber es ist trotzdem Resteverwertung, weil die Reste von verschiedenen Strängen stammen, die bei Trekking Handart nicht gleich aussehen.

Und Startitis habe ich noch dazu: Im Moment bin ich bei 6 WIPS in meiner Liste, und ich wollte mich doch mit 3 – 4 beschränken. Aber manchmal ist es einfach so, dass man so viele Anregungen bekommt, dass es die eine oder andere dann doch bis auf die Nadeln schafft. Hauptsache, es macht Spaß.

So, und damit das hier nicht ein weiterer bilderloser Eintrag wird, gleich mal das erste der fertigen Projekte:

Garter Rib Socks

Hier die technischen Daten:

  • Garter Rib Socken für den besten Ehemann von allen in Gr. 43
  • gestrickt aus 98 g Trekking 6-fach, experimentelle Färbung (weiß nicht, ob die je in den Handel gekommen ist)
  • mit KP Harmony Rundstricknadel 2,75 mm, 80 cm lang
  • Muster: Charlene Schurch, Sensational Knitted Socks, Garter Rib Socks
  • angefangen: 14.01.2009; fertig gestellt: 24.01.09

Und noch ein Bild von nahem, weil ich die Farben so schön finde:

Garter Rib Socks

Das Wollschaf fragt heute:

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Feb 032009
 

Die verstrickte Dienstagsfrage 6/2009:

Stellt Euch vor, ein Strickstück spielt in einem Horrorstreifen – die Hauptrolle natürlich. Welche Titel fallen euch spontan ein? Ich persönlich würde mir gern „Der Schal des Grauens“, „Der untote Pullover“ oder „Die Mütze, die die Ohren fraß“ anschauen…

Herzlichen Dank an Christa für die heutige Frage!

„Angorapulli und die Ribbelmonster“ „Das Grauen der Pullis“ (= Mottenbefall) „Das Antigarn“ (= Wolle, die kein Strickstück werden will). Ich möchte nur dazu anmerken, dass ich mir Horrorfilme grundsätzlich nicht angucke, aber es gibt da schon einige Szenarien, die auch Wirklichkeit werden könnten.

Das Wollschaf

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Jan 292009
 

fragte schon am Dienstag (hust):

Die verstrickte Dienstagsfrage 5/2009

Was steht für Euch bei Eurem Hobby „Stricken“ (Häkeln, Färben, Filzen…) im Vordergrund:Einfach der Spaß an der Freud‘, also frei nach dem Motto „erlaubt ist was gefällt und Spaß macht?“ Oder absoluter Perfektionismus bei der gesamten Herstellung der Handarbeit und der Anspruch auf ein optimales und perfektes fertiges Produkt? Oder
von beidem etwas – inwieweit? Sollte alles vollkommen harmonisch aussehen oder darf es auch total verrückt und individuell sein?

Wenn mir Stricken keinen Spaß mehr macht, dann höre ich auf. Versprochen. Stricken ist sinnlos, wenn es mir keine Spaß macht. Trotzdem sollte etwas dabei herauskommen, was gut aussieht und tragbar ist. Manchmal klappt es nicht mit dem tragbar (z. B. wenn die Größe nicht stimmt), dann kann ich es immer noch ribbeln oder verschenken. Es gibt fast immer jemanden, dem etwas gefällt und passt! Selbst, wenn ich mal an meinem eigenen Geschmack vorbeigestrickt haben sollte.

Ansonsten mache ich es so gut wie ich kann. Es sollten keine sichtbaren Fehler drin sein, sonst ribbele ich gnadenlos. Ganz gleich, ob das Teil für mich ist, oder für jemanden anderen. Dass mal hier oder da eine Masche nicht stimmt, ist für mich tolerabel, solange es nicht sichtbar ist.

Zur Harmonie – Verrücktes kann dennoch harmonisch sein. Bei der Harmonie bin ich allerdings fast süchtig – ich versuche, z. B. Zopfmuster immer gegengleich zu arbeiten etc. Für mich selbst bin ich mit Verrücktem eher zurückhaltend. Aber einem schönen Farbklecks bin ich selten abgeneigt. Und individuell soll es sein, deshalb gibt es bei mir ganz wenig Wiederholungen. Und wenn Wiederholung, dann wenigstens eine andere Farbe/Farbkombi. Wenn ich Sachen von der Stange haben wollte, dann würde ich sie mir kaufen.

Jan 242009
 

Zwei Socken auf einmal stricken, ineinander, nicht nebeneinander: Anleitung bei Knitty. Das muss ich doch mal ausprobieren. Klappt mit Nadelspiel, oder auf einer oder zwei Rundnadeln. Ob das auch von der Spitze aus geht?

Jan 222009
 

habe ich gestern ein UFO beseitigt: // yesterda I finished a UFO:

Weisse Wolke finished

Der Schal lag seit 2006 fertig im Schrank, nur die Fäden waren nicht vernäht. Ich bin sehr froh, dieses UFO endlich los zu sein, und die Garnstatistik freut sich// This scarf was in my closet since 2006. It just lay there, knitting finished, but ends still needed sewing in. I’m very happy this is off my back, and it just gave a boost to my statistics for this year.

Hier noch die technischen Daten: // Technical Data as always on Ravelry.

  • Weiße Wolke, Schal Gr. ca. 25 x 150 cm
  • gestrickt aus 137 g Schachenmayr Bravo, 100 % Polyacryl, LL 150 m / 50 g (Resteverwertung)
  • Mit Nadel Nr. 4
  • Muster: Indian Cross Stitch, aus Barbara Walker’s Treasury 1, 6 Mustersätze.
  • Anmerkung: Das ist ein schönes Tuch-Muster, ich würde es aber nicht für Babys nehmen, da deren Fingerchen sich sicherlich in den langen Fäden verhaken.
  • Angefangen: 25.08.2005, fertig gestellt: 21.01.2009
Jan 212009
 

auf den Nadeln, noch ein Paar mit 6-fädigem Garn:

Garter Rib Socks

Das sind die Garter Rib Socken von Charlene Schurch aus dem Buch „Sensational Knitted Socks.“ Ich bin trotz zahlreicher Druckfehler (und ich habe nicht die erste Auflage, sondern die 10.) mit dem Buch sehr zufrieden. Es tut mal gut, eine Anleitung wirklich von A-Z nachzustricken. Obwohl ich natürlich doch wieder was geändert habe. Der krause Rand der Fersenwand wird bei Charlene Schurch an einer Seite mit linken, an der anderen mit rechten Maschen gestrickt. Ich habe wie gewohnt auf beiden Seiten kraus rechts gestrickt.

Aber dass die Fersenwand bei dieser Konstruktion auf der zweiten Nadel liegt, und auch mit einer Rückreihe begonnen wird, hat eine ganze Menge für sich. Das werde ich sicherlich mal bei meinen Socken so machen. Die Spitze habe ich nach der Regia-Tabelle für 6-fädiges Garn gerundet. Mittlerweile ist schon die erste Socke fertig, und die zweite ist so weit wie auf dem Bild.

Das Muster ist ganz einfach (absolut TV-geeignet), im Prinzip ein halbes Waffel-Muster. Aber ich finde, dass ich es müheloser stricken kann als das Waffelmuster. Der Maschenmarkierer hilft mir dabei zu merken, wann ich die Runde wieder anders stricken muss.

Am Montag

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Jan 202009
 

habe ich eines der bei der Räumaktion wieder ins Gedächtnis gerufenen UFOs ausgegraben. Es handelt sich um einen Pulli, den eine Freundin Anfang der 90er Jahre angefangen hat, und den sie mir letztes Jahr geschenkt hat.

Er ist aus reiner Baumwolle, und in einem sehr angenehmen Streifenmuster gestrickt.

Da nur noch die (kurzen) Ärmel und der Ausschnitt fehlen, habe ich versucht, ihre Maschenprobe hinzubekommen (klappte nur mit 2,25, obwohl für das Garn 2,5 – 3,5 mm angegeben waren). Sie hatte zwar einen Ärmel schon gestrickt, aber den habe ich aufgeribbelt, damit ein evtl. unterschiedliches Strickbild nicht auffällt. Einen habe ich gestern schon neu gestrickt, der zweite ist angefangen, und wird sicherlich heute beendet.

Irgendwie macht es mehr Spaß, fremde UFOs fertig zu stellen als eigene. Es ist wie ein neues Projekt, das aber schon halb fertig ist. Meine Garnstatistik wird sich sicher freuen!

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