haben mir die Restesocken gegeben. Und zwar auf vergnüglichste Weise. Es macht einfach Spaß, mal wieder eine neue Technik auszuprobieren. Das Entrelac-Stricken ist für mich sowas neues, auch wenn man Pullis mit dem Muster schon in den wilden 80ern gestrickt hat. Ich habe jetzt noch eins draufgesetzt, denn ich stricke jetzt nur noch rechte Maschen, und zwar nicht nur von rechts nach links, sondern für die Rückreihen von links nach rechts. Wer wissen möchte, wie diese Art des Strickens geht, kann hier nachsehen. Ich brauche also nicht alle 5 Maschen alles zu wenden – viel zu viel Aufwand. Am Anfang rauchte mir ziemlich der Kopf, aber jetzt ist es schon gewohnter und macht mehr Spaß als mit der ständigen Wenderei. Außerdem werden die Randmaschen wesentlich weniger gedehnt und damit gleichmäßiger.
Und hier jetzt ein erster Blick, denn so langsam kann man erkennen, wo’s hingeht:
Ich finde, ich hätte noch etwas kontrastigere Garne nehmen sollen, aber ich bin gespannt, wie es aussieht, wenn noch mehr Reihen fertig sind. So ist es fast schon ein Farbverlauf. Wie man sieht, ist von dem Zickensocken-Knäuel einiges übriggeblieben, und auch die ersten beiden Musterreihen sind in dem Garn. Da habe ich noch genug mit Entrelac zu tun gehabt, als dass ich auch noch Farben gewechselt hätte. Natürlich wird der zweite gegengleich!
Jedenfalls macht das alles sehr viel Spaß, und Reste verschwinden auch noch. Ich danke der Erfinderin des Restesocken-Knitalongs!
Noch etwas zum Entrelac-Muster: Das ist ein Muster, das am besten mit kleinem Rapport funktioniert. Je größer man die Felder macht, desto größer wird auch die Diskrepanz der Seitenverhältnisse der Quadrate. Nur die große Dehnbarkeit von Gestricktem lässt dieses Muster überhaupt zu. Es werden nämlich für jedes Kästchen immer doppelt so viele Reihen gestrickt, wie Maschen pro Gruppe sind. Doch jeder weiß, dass das Verhältnis von aus den Seiten herausgestrickten Maschen bei glatt rechts etwa 4:3 betragen sollte. Bei nur wenigen Maschen ist der Unterschied nicht so auffällig, aber je größer die Maschenzahl wird, desto schlimmer das Missverhältnis. Schön sichtbar ist das im großen Strickmuster-Lexikon von Weltbild (S. 117), wo das Muster in zwei Größen gezeigt ist. Bei der größeren verzieht sich das ganze wesentlich stärker als bei der kleineren.