Sep 262006
 

diese Woche kam ein Päckchen von einer Freundin, in dem Webstricknadeln waren, dazu ein Heft und ein Buch zum Thema. Am Sonntag Nachmittag habe ich mich in Ruhe damit beschäftigen können. Herausgekommen ist dabei dies:

Ein Viereck aus Topflappenwolle (LL 115 m/50g), die ich jeweils doppelt genommen habe. Gestrickt habe ich jeweils 6 re/6 li im Wechsel + 2 RandM. Die mitgeführten Fäden sind in zwei Farben. Dieses Baumwoll-Garn war das einzige, das ich in mehreren Farben hatte und das ich gewillt war zu opfern. Als Topflappen taugt das Ganze nicht, dazu müsste man noch dickere Fäden durchziehen bzw. dickere Wolle zum Stricken nehmen. Man sieht, dass rechte und Linke Maschen sehr unterschiedliche Effekte ergeben.

Das Ganze ist eine ziemliche Fummelei, geht ansonsten aber schnell. Wenn man bedenkt, dass ich den Verwurstel-Faktor durch das doppelt genommene Garn noch verstärkt habe, bin ich noch ganz gut weggekommen. Man strickt eben mit drei Farben, und das ist ja schon ohne die Sondertechnik nicht ganz ohne. Die Nadelenden schlackern ziemlich herum und fangen schon mal den einen oder anderen Faden ein.

Die Mustermöglichkeiten finde ich grundsätzlich sehr interessant, es lässt sich außerdem sehr schön mit Farben spielen. Andererseits ist es nicht ganz einfach, glatte, saubere Ränder zu erzielen – sieht man auf dem dritten Bild. Man muss die durchgezogenen Fäden sehr sauber auf gleiche Länge halten, damit es gleichmäßig wird. Ein viel gepriesener Vorteil, dass die Teile sich nicht verziehen, wird nur halb erfüllt: Denn in Längsrichtung lassen sich die Teile länger ziehen, nur in die Breite nicht, denn da begrenzen die Webfäden die Länge. Zugegebenermaßen ist die Längsrichtung bei Gestricktem wesentlich weniger empfindlich fürs Leiern als die Querrichtung. Man braucht, wie bei allem Neuen, sicherlich ein wenig Übung, bis man damit zurecht kommt.

Ich glaube, wenn man diesen Nadeln mal einige ausführlichere Anleitungen mitgeben würde, könnte das durchaus ein Erfolg werden. Es wird z. B. nicht erwähnt, wie angeschlagen wird, abketten wird nicht erwähnt. Und wo vernäht man die Fäden? Man geht einfach davon aus, dass man sich das alles ausdenkt. OK, ich tu das, aber ich weiß, dass sich lange nicht alle Leute drantrauen, wenn sie nicht eine Anleitung haben, in der alles von A-Z erklärt ist. Und ehrlich gesagt: Wenn ich mit einer Technik anfange, dann ist es mir erstmal lieber, ein kleines Projekt zu arbeiten, in dem die Wolle vorgegeben ist, die Technik ausführlich erklärt wird etc. Ich denke, der Slogan: Wer stricken kann, kann auch webstricken, ist nur die halbe Wahrheit.

Ich kann mir die Technik ganz gut für Decken, Kissenplatten und ähnliches vorstellen. Auch Effektgarne kommen beim Durchziehen sicher gut zur Geltung. Die Effekte erinnern ein bisschen an Zugmaschenmuster. Anleitungen gibt es für Pullis und Jacken, eine Stola, einen Poncho (vom Anfang der 80er, ja, ja, es kommt alles wieder) und andere Teile. Ich weiß gar nicht, ob es moderne Anleitungen für diese Strickart gibt.

Festhalten

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Sep 262006
 

muss ich auch noch den Link zu diesem Strickvideo der ganz besonderen Art. Auch wenn der Link im Moment durch sämtliche Blogs geistert. Macht euch auf Lacher gefasst, falls ihr den noch nicht gesehen habt.

Sep 262006
 

dass hier so gar keine Kommentare angekommen sind – aber es war nicht eure Schuld, sondern die des Blogs. Mein Mann hat durch viel Kleinarbeit den Fehler gefunden, war wohl nicht ganz trivial. Danke, bester aller Ehemänner! %umarmung Und auch Danke an Debbie, die den Fehler gemeldet hat!

*winkmitmitdemZaunpfahlan*
Ihr dürft mich jetzt gerne mit Kommentaren überschwemmen.*undwiederaus*

Klasse Frage heute vom Schäfchen:

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Sep 262006
 

Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 39/2006

Wie viel Zeit verwendest Du so am Tag zum Stricken? Und wann strickst Du am liebsten?

Hmm, ich komme nicht jeden Tag zum Stricken, aber fast. Im Schnitt komme ich sicher auf 2-3 Stunden pro Tag, am Wochenende manchmal auch mehr. Derzeit ist es eher weniger, weil ich ja auch noch Zeit zum Spinnen brauche. Am liebsten würde ich morgens stricken, wenn ich noch so richtig konzentriert bin. Leider kommen da aber so Dinge wie Arbeit und Haushalt dran, und Sonntags bin ich im Gottesdienst, was mir einfach wichtiger ist. Aber abends gemütlich im Sessel stricke ich auch sehr gerne. Am liebsten stricke ich allerdings (um mal von den Wünschen im Konjunktiv abzusehen) in Gemeinschaft – ob nur jemand bei mir zuhause mit Strickzeug zu Besuch ist, oder ob ich irgendwo hin gehe, ist eher nebensächlich.

Ach ja, und das mit der Strickzeit kann sich bei mir manchmal schlagartig ändern. Strickflaute nennt man das. Die kann bei mir allerdings auch sehr lange dauern. Andererseits stricke ich ja jetzt schon seit knapp 3 Jahren „durch.“ Nach 9 Jahren Zwangspause wegen Sehnenscheidenentzündung hab‘ ich wohl einfach noch Nachholbedarf.

Fir Cone Schal

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Sep 242006
 

Endlich fertig ist der Fir Cone Schal. Er hatte ungespannt die Maße 127 x 20 cm, gespannt misst er stolze 157 x 25 cm.

Links vor dem Spannen, in der Mitte sieht man ihn unter Spannung (einmal ganz, einmal näher) und rechts dann beim Entspannen auf dem Balkon. Ich genieße es, derzeit Bilder bei gutem Licht draußen machen zu können.

Technische Daten:

  • Fir Cone Schal für die Weihnachtskiste
  • Gestrickt aus 94 g Regia Silk Fb. ? (finde gerade die Banderole nicht) 55 % Merino, 20 % Seide, 25 % Poly, LL=?
  • mit Clover Bambus-Nadeln 3,5 mm, 23 cm lang
  • Muster Fir Cone Wrap von Wendy mit minimalen Veränderungen, um das Muster an die Dimensionen eines Schals anzupassen (24,5 Mustersätze in der Länge, 3 (+ Zusatzmaschen) in der Breite, Rand nur 8 Reihen, bzw. 4 Maschen in kraus rechts)
  • angefangen:31.08.2006, fertig gestellt 18.09.2006

Beutezug

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Sep 222006
 

bei Daniela:

Gestern war ich mit einer Freundin in der Maschenkunst zu Gast. Daniela wird die Wolle zu einer Jacke verstricken, die ich im Sommer für die Freundin gesponnen habe. Ich hatte auch noch das eine oder andere zu kaufen, was ihr auf dem Bild seht. Einmal ein Knäuelständer aus Holz, der sich beim Abwickeln mitdreht (darauf seht ihr ein Knäuel Gedifra Verusca und den Anfang des Ponchos), dann zwei Knäuelchen Sockenwolle für ein Paar Segler-Socken (da fehlt noch das Grün, ist bestellt), außerdem noch weitere Stärken von den kurzen Stabstricknadeln, ein Chibi und einen Anhänger, mit dem man Fäden schneiden kann (besonders wichtig im Flugzeug) ohne jemanden in Gefahr bringen zu können. Die Kleinteile daneben noch mal in Nahaufnahme.

Wir haben schön geschwatzt, ich habe mal wieder die Colinette-Farbkarte gestreichelt, wir haben in Wolle gewühlt, meine Freundin ist vermessen worden, und wir haben einiges gekauft, wie man sieht. Einfach ein schöner Abend, den wir mit einem Spaziergang und einem Besuch in „unserer“ Kneipe ausklingen ließen. Woll-Statistik, ade. Allerdings immer noch im Plus %stolzbin

Poncho-Mania

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Sep 222006
 

ist ja bisher noch an mir vorübergegangen, aber nicht mehr länger. Gestern habe ich aus einem Garn, das ich etwa 2 Jahre hier ‚rumliegen habe, einen Poncho für meine Tochter angefangen. Ich richte mich nach der sehr einfachen Konstruktionsweise bei Junghans. Das Garn ist von Gedifra, heißt Verusca und ist mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr erhältlich (höchstens noch bei ih-bäh), da ich es vor 2 Jahren aus einem Grabbelkorb in einem Havarie-Laden in Paderborn gefischt habe. Es musste damals unbedingt mit, auch wenn es nur noch 7 Knäuel dieser Farbe gab. Damals war die Grobplanung „Tuch“, aber irgendwie war mir das Richtige noch nicht eingefallen. Bis Töchterlein vor ein paar Tagen anfing, nach einem Poncho zu quäken. Da ihr die Farbe (türkis) und auch der Fusseleffekt gefällt, hat Mama gleich zu 7er Nadeln gegriffen. Ich denke, das wird ein klasse Teil. Und ich freu mich, wenn mal wieder was aus dem „Stash“ verschwindet. 350 g erfreuen doch jede Wollstatistik…

Unterhaltung

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Sep 212006
 

Sie: Du, ich brauch dich nochmal zum Strangwickeln. Der hier ist auch länger als meine Haspel kann.
Er (Augenbraue hoch, leicht leidender Ausdruck): Hmmm (zustimmend). Wer kommt denn auf die Idee, so idiotisch lange Stränge zu wickeln?
Sie: damit man längere Farbabschnitte hat. (stolz) Das ist handgefärbte Wolle.
Sie (nach einem Blick auf den immer noch leidend guckenden Mann): Ihr armen Männer mit wollbegeisterten Frauen, man muss euch wirklich bedauern.
Er: wollSÜCHTIG! Das will ich ja mal festgehalten haben.
Sie: Sei froh, dass ich die Haspel habe, denn sonst müsstest du noch viel öfter ‚ran!

Geparkt

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Sep 202006
 

habe ich für heute die Entrelac-Socken. Nachdem die Ferse gestrickt war, hatte ich einen Fehler reingehauen. Den habe ich jetzt schnell noch geribbelt (war zum Glück nicht viel) und erstmal die Maschen auf Maschenraffer getan. Denn ich weiß nicht, ob ich mit dem verbleibenden Rest von dem Garn nochmal eine Fußspitze und eine Ferse hinbekomme. Nunja, ich hätte den Rest ja mal wiegen können, dann wär ich jetzt schlauer. Ich hatte sogar gewogen, aber ich habe die Grammzahl dummerweise nicht aufgeschrieben. Ich hatte nur gesehen, dass es der größte Rest ist, und das hat mir erstmal gereicht. Also, beim nächsten mal gleich aufschreiben. Ich habe nun vor, die 2. Socke anzufangen, um zu sehen, wie weit ich reiche. Dann kann ich nämlich noch relativ einfach ausgleichen, sollte doch was fehlen. Oder eben beruhigt weiterstricken. Ich hoffe auf die zweite Möglichkeit.

Fertig vernäht ist übrigens der Fir Cone Schal. Da es jetzt aber schon dunkel ist und ich auf das schöne Wetter morgen hoffe, gibt es die Bilder erst morgen.

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