[Vorsicht länglich!] war recht ausgefüllt mit den üblichen Samstagsarbeiten, einem spontanen Besuch eines Biergartens am Samstag – dort waren wir zusammen mit einem Freund und Nachbarn. Hier die offiziellen Eröffnungbilder für die Eichlersche Biergartensaison
:
Auf dem Bild schlage ich gerade die Socken an.
Und hier eine halbe Radlermaß später:
- Nein, so richtig haben die Biergärten noch nicht auf. Man kann sich das Bier in der Gaststätte holen, und draußen sitzen, um es zu trinken. Aber einen Ausschank und auch Essenausgabe draußen gibt es noch nicht. Es ist einfach noch zu früh im Jahr, es kann ja auch nochmal Frost und so kommen. Es kamen später auch noch ein, zwei andere Besucher mit ihrer Zeitung, zu der sie sich eine Maß schmecken ließen. Die Sonne haben wir ausführlich genossen. Ich denke, gestern am Sonntag wird mehr losgewesen sein.
Danach habe ich dann mal angefangen, mein Arbeitszimmer auszumisten. Das hat den ganzen Abend gedauert, und echt was gebracht: Ich kann mich dort wieder rühren. Ganz fertig bin ich noch nicht. Dabei bin ich auch auf meinen Strickkorb gestoßen, in dem noch größere Mengen angefangene Projekte lagen. Jetzt ist auch der ausgemistet, und seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt als Lagerplatz der aktuellen Projekte im Wohnzimmer zu dienen. Und ja, ich sollte mal wieder UFOs beenden – seufz.
Ein UFO hat übrigens dran glauben müssen, es waren die Laburnum-Socken. Die habe ich 2006 angefangen, und jetzt habe ich sie Graf Ribbel freudig in den Rachen geworfen, und das Garn zurück in den Vorrat gepackt. Ich merke einfach, dass das Toe-Up-Stricken nicht mein Ding ist, so nützlich und witzig ich es finde. Und die Herzchenferse oder andere Fersenwand-Fersen sind Toe-up einfach ziemlich umständlich zu stricken, wenn sie richtig herum liegen sollen, und das sollen sie. Die Bumerang-Ferse und Verwandte sind für meine Familie einfach nicht die rechte Passform. Vielleicht würde es ja mit etwas Übung besser gehen. Aber ich weiß nicht, ob ich mich da durchbeißen will. Letzte Rettung wäre ja noch die nachträglich eingestrickte Ferse. Aber das gehe ich mal bei Gelegenheit an. Der Witz an der ganzen Sache war, dass ich bei diesen Socken kein Toe-Up benötigt hätte, weil ich mehr als ausreichend Garn für das geplante Paar habe. Nur hatte ich zu dieser Zeit einige Paare so gestrickt, und habe aus lauter “Gewohnheit” weiter gemacht. Vielleicht verwende ich das Muster ja dann mal in der richtigen Richtung.
Das Angestrickte vom Biergarten ist eine warme Socke aus doppeltem Garn auf 3,5er Rundnadel (Resteverwertung), die ich so nach und nach als Besuchersocken stricken möchte. Die bekommen dann auch noch eine Anti-Rutsch-Ausrüstung verspasst, damit sich keiner unserer Gäste auf dem glatten Parkett unfreiwillig hinlegt. Ich plane derzeit auf zwei Paar in jeder Erwachsenengröße, wobei ich da vier statt der üblichen 2 Schuhgrößen zusammenfassen werde. Da sie ja nicht in Schuhen getragen werden, ist es ja nicht so schlimm, wenn sie ein bisschen reichlich ausfallen. Mittlerweile ist die erste Socke fertig, bei 48 M Umfang kein Wunder. Diese hier soll Größe 40-43 abdecken. Ich verstricke einfach der Reihe nach die Reste, so dass keine zwei gleichen Socken entstehen, aber ich denke, für diesen Zweck ist das auch nicht notwendig.
Außerdem waren wir am Sonntag nach dem Gottesdienst bei lieben Freunden aus der Gemeinde zum Essen eingeladen, und da ich mein Strickzeug dabei hatte, habe ich während des Quatschens weitergestrickt. Wir haben den Nachmittag mit diesen Freunden im Garten des Schlosses Nymphenburg zugebracht und wieder von Herzen die Sonne genossen. Ich habe sogar ein bisschen Sonne gefangen, was sich abends mit leicht geröteter Haut kundtat – die Haut ist ja nach dem langen Winter nix Gutes mehr gewöhnt.
Gestern Abend ist die erste Socke fertig geworden, der zweite ist angefangen. Ein schönes Projekt zum Mitnehmen, das mir auch mal ein bisschen Erfolgserlebnis schenkt. Wir haben uns übrigens Animusic angeschaut, Video-Clips gibt es bei YouTube. Einfach nach Animusic suchen, da gibt es alles mögliche zum Aussuchen. Wir haben uns die beiden DVDs geleistet.
Heute war mir auch noch nach Ausmisten zumute, und ich habe mal wieder auf meiner Kamera Platz geschafft. Diese Aktion hat doch glatt noch ein unveröffentlichtes Sockenbild zutage gefördert. Vom Juni 2007, also aus der heißen Zeit vor dem Umzug nach München. Das jetzt so als Belohnung für die, die bis hierher durchgehalten haben:
Tip Top Color von Regia, Sockenbaumwolle, sonst weiß ich nicht mehr viel. Nur dass aus dem Rest auch noch ein Paar Sneaker geworden ist, von dem aber noch nicht einmal ein Bild zu finden war.


