Ganz viel zu erzählen

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Apr 012007
 

gibt es bei mir wieder: Einmal war ja Stricktreffen bei Daniela, und es war wieder schön voll, und ich habe es sehr genossen. Das letzte Stricktreffen habe ich Ende Dezember mitgemacht, und bei Daniela war ich seit Anfang Januar nicht mehr.

Und ich bin auch diesmal nicht ohne neue Wolle aus dem Laden ‚rausgekommen, 2 Knäuel Calmer von Rowan mussten mit. Die sind für eine weitere Chemomütze, die ich stricken will, und zwar für meine Freundin, die auch schon die Sonnenschein-Mütze bekommen hat. Da es ja jetzt eher wärmer wird, ist Baumwolle angesagt, möglichst schön weich, und das Garn erfüllt die Kritierien. Beim Preis habe ich etwas geschluckt, aber das ist ja bei Rowan nicht unbedingt ungewöhnlich. Außerdem habe ich bei Daniela auch noch 3 Nadelspiele gekauft, und zwar in Zwischengrößen (2,75, 3,25 und 3,75) und zwar von Clover. Da ich Clover-Nadeln liebe, und diese Stärken noch nicht habe, ist das schon sinnvoll.

Dann habe ich noch gestern bei Maxus ein sehr schönes Heft entdeckt, und zwar ein Anna Sonderheft Strickmuster (Folge 2). Die Folge 1 war letztes Jahr erschienen. Die diesjährige Ausgabe hat wieder eine schöne Vielfalt, etliches, was ich noch nicht in anderen Publikationen habe. Es sind auch viele Jaquard-Muster dabei. Was fehlt sind Hebemaschen- und Patentmuster. Aber dafür gibt es eine Abteilung mit Noppenmustern, und dann Rechts-Links-, Loch- und Zopfmuster. Es gibt auch einige gewellte Kanten, die dann in ein Lochmuster übergehen. Als Besonderheit gibt es dann kunstgestrickte Randspitzen, so dass man auch für die Tuchkonstruktion etwas hat. Burda scheint den derzeitigen Tuchwahn zu verpassen, denn die Spitzen sind alle in dünnem Baumwollgarn gearbeitet. An Anleitungen gibt es einige Pullis, Kissen und ein schmales Strickgardinchen. Da hätte ich vielleicht sogar die Idee, die für unsere neue Wohnung zu stricken, sogar in Baumwolle. Mal schaun.

Dann habe ich gestern noch die Garmisch-Mütze (PDF) fertig gestrickt. Ich muss sagen, ein sehr schönes Muster. Wer Lavold-Zöfpe liebt und auch schon gestrickt hat, kann sich daranwagen. Es sind in der Beschreibung leider einige Fehler drin. Einer geht darauf zurück, dass die Autorin wohl die Anleitung für die Abnahmen (wenn ein Zopfteil zuende ist) nicht auf das Rundenstricken umgestellt hat. Bei den Abnahmen wird die zweite Abnahme angeblich genauso gestrickt wie die erste. Stimmt aber nicht, da muss links zusammengestrickt werden. Zweitens werden die Zunahmen nicht richtig beschrieben, da muss man schon das Lavold-Buch haben. Es wird nämlich nicht unterschieden, dass es eine rechts und eine links gerichtete Zunahme gibt. Noch ein Nachteil des Musters: Es hat durch das Rundstricken im Verhältnis recht viele linke Maschen. Zum Glück stört mich das nicht besonders. Aber letztlich arbeite ich Zopfmuster doch am liebsten in Reihen statt in Runden.

Ansonsten war das Garn, nämlich Panda von Wolle Rödel, nicht so klasse. Erstens war es ein 18-fädiges zusammengedrehtes Garn. Das ließ sich leider recht gerne mit der Nadel teilen, insbesondere natürlich bei den Verkreuzungen. Für andere Muster ist es vielleicht besser geeignet. Außerdem war in einem Knäuel ein Teilfaden an mehreren Stellen angeknotet. Und so zwei Meter oder so waren völlig unbrauchbar, weil da der Faden teilweise durchgeschnitten war. Das fand ich nun nicht so witzig. Ansonsten ist dieses Garn sehr unelastisch (bei der Mischung kein Wunder, 70 % Bambus-Viskose, 30 % Baumwolle, 90 m LL/50 g). Dadurch ist natürlich das Stricken insgesamt eher anstrengend. Insgesamt kam nicht so rechte Begeisterung für das Garn auf. Die Farbe allerdings ist sehr schön, ein richtig kräftiges Ultramarin.

Ja, und dann habe ich gestern gleich noch das neue Garn angestrickt. Ich arbeite Shedir, eine Mütze, die in der Sonderausgabe der Knitty enthalten ist. Calmer ist das angegebene Garn, und ich mag es sehr. Und in diesem Fall lohnt es sich auch, das Origialgarn zu verarbeiten. Es ist sehr schön weich, aber vor allem für ein Baumwoll-Acryl-Gemisch sehr dehnbar. Ich hatte zuerst den Eindruck, es müsste Elastan oder sowas drin sein. Ist aber nicht. Das Garn besteht aus 2 „gehäkelten“ Fäden, teilt sich aber nicht so leicht wie Panda. Insgesamt merkt man (bis auf den Knoten, den ich schon wenige Meter nach dem Anstricken des Knäuels fand), dass es ein qualitätsmäßig sehr gutes Garn ist. Sehr angenehm zu stricken. Die Angabe über die Nadelstärke stimmt jedoch überhaupt nicht. Aber das scheint im Angelsächsischen Raum eine Krankheit zu sein, dass man die größte nur mögliche Nadelstärke angibt. Bei deutschen Garnen muss ich meist die größere angegebene Nadelstärke nehmen (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber bei Rowan bin ich immerhin 1,5 mm drunter geblieben. Leider bin ich mir noch nicht sicher, ob ich auch die richtig MaPro habe, weil die Mütze die MaPro ist. Mir gefällt jedenfalls, wie das Gestrick herauskommt.

Craftster Circular Shrug und was für Leseratten

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Dez 162006
 

gibt es als Anleitung (dt., PDF) hier. Die englische Anleitung ist hier zu finden. Ich weiß, dass das Teil schon lange existiert, bin halt jetzt erst drüber gestolpert. Es gibt so viele schöne Sachen im blogland, und leider bekommt man die Zeit zum Stricken nie mitgeliefert %augenroll

Nachtrag: Da kam mir doch Librarything unter die Finger, und schon verstrickt man sich heillos im Internet…

Noch mehr

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Dez 152006
 

ist gestern im gleichen Paket angekommen, diesmal waren es aber wieder Strickbücher. Nancy Bush’s Knitting Vintage Socks. Ein sehr schönes Buch, und allein der historische Teil ist wieder sehr schön. Es ist zwar schön, neue Muster zu bekommen, aber die bekomme ich zur Not auch im Internet. Aber wenn das alles dann sehr schön mit Historie, mit Techniken etc. aufbereitet ist, wie in diesem Buch, dann ist das schon was anderes als eine Reihe Ausdrucke aus dem Internet.

Das zweite war der Knitting-A-Pattern-A-Day-Calendar. Es ist schon fast erschlagend, wie viele Muster das sind. Sehr nett finde ich einen Afghan, für den es jeden Monat einen besonderen Block zum Stricken gibt, dazu einen neutralen Block, um Lücken zu füllen, falls man nicht nur eine Babydecke machen will. Aber auch ansonsten gibt es von allem etwas – vom Pulli bis zur Ansteckblume, aus Wolle und anderen Naturfasern, Syntetics und sogar Draht.

Gestern angekommen

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Dez 132006
 

ist das Buch Heirloom Knitting von Sharon Miller, die übrigens eine super Seite zum Thema Shetland Lace Knitting hat. Ein richtiges Standard-Werk, das auch in das Herz der Entwerferin blicken lässt. Es gibt für alle Fähigkeiten etwas, das man nachstricken kann. Wer rechte und linke Maschen beherrscht, dazu noch rechts und links gerichtete Abnahmen, der sollte mit dem Buch zurecht kommen. Es gibt genug Muster, bei denen nur jede zweite Reihe mustert, aber auch für Freaks ist gesorgt – es wird zum Schluss ganz schön anspruchsvoll.

Das Buch ist mit fast 300 Seiten randvoll von Information, die auch gut aufbereitet ist. Alle Muster sind über ein alphabetisches Register schnell zu finden, auch im Register ist der Schwierigkeitsgrad vermerkt. Es gibt Historisches, eine Einführung in die Stricktechniken und ins Strickschrift-Lesen, Hinweise für Anfänger, wo man mit seinen Künsten anfangen sollte, und vieles, vieles mehr. Dazu 113 Strickmuster und 8 ausgeführte Anleitungen, darunter ein wirklich traumhaftes Taufkleidchen (mit fünf Sternen den geübten Spitzenstrickerinnen gewidmet).

Ich weiß, dass schon viele von diesem Buch geschwärmt haben (was mich überhaupt dazu gebracht hat, es zu kaufen), aber ich bin einfach begeistert.

Das einzige Negative, das ich von diesem Buch sagen kann, ist die Tatsache, dass das Layout manchmal ein wenig stümperhaft ist: Text fließt unter die Bilder und darunter erst die Bildunterschrift, oder die elend langen Zeilen (wenn man ein Lexikon-Format mit so kleinen Buchstaben füllt, sollte man doch auf zweispaltigen Satz umschwenken), die das Lesen manchmal sehr anstrengend machen. Da hätte ich doch bei dem Preis ein professionelles Layout bevorzugt.

Apropos Preis: Den besten Preis habe ich bei aa-Books über Amazon bekommen.

Katzentreppen die 2.

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Okt 132006
 

Heute nahm sich Töchting (übrigens seit Sonntag mit Gipsschiene) meinen Katzentreppenschal und meinte, sie wolle auch so einen. Da ich sowieso kurz (wirklich ganz kurz) bei Daniela vorbei musste, um bestellte Wolle abzuholen, habe ich also gleich auch noch ein Knäuelchen Bambusgarn mitgenommen. Diesmal in hellblau print, Fb. 60. Den habe ich natürlich gleich angestrickt.

So, und damit nicht das selbe passiert wie mit der ersten Version, schreibe ich jetzt mal genau auf, wie es geht:

Nadeln 5,5 mm, Bio Bamboo Print Fb. 60, 100 gr (= 1 Knäuel).

Anschlag 27 M (teilbar durch 4, +1, +2 Rm)

Folgende Reihe immer wiederholen: 1 M li abh (Fd. vorn), 1re *SSK, 1 U, 2re*, 1 re. Solange stricken, bis noch ca. 1 m Faden übrig ist, abketten. Ergibt ca. 1,30 m Schal, der sich aber noch länger zieht.

Fertig habe ich mal wieder ein Spültuch, das ich nach dem Mid-September-Muster beim Monthly Dishcloth Knitalong gestrickt habe. Es gibt leider noch kein Foto. Gestrickt aus dem Rest von den letzten Topflappen.

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